Green Utopia
made in Green Tech Valley
Utopien zeichnen sich durch das Unrealisierbare, das Fantastische aus. Doch genau darin liegt ihre enorme Kraft; erst diese Zukunftsbilder machen revolutionäre Entwicklungen überhaupt erst möglich. „Und die Klimakrise sowie der damit verbundene Wandel hin zu einer umfassenden Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft erfordern in gleicher Weise fast utopisches Denken“, ist Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Green Tech Valley, überzeugt. „Wir müssen schneller sein als der Klimawandel. Hier sind Visionen gefragt, hier ist Mut gefragt, hier sind grüne Lösungen gefragt.“ Und dem Green Tech Valley als internationaler Hotspot für grüne Forschung und Innovation kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
Zusammenarbeit für eine grüne Zukunft
Aus diesem Grund wurden die Kräfte mit der Technischen Universität Graz, der Montanuniversität Leoben, dem Institut für Design und Kommunikation der Joanneum Fachhochschule, Creative Industries Styria und dem Holzcluster Steiermark 2023 erstmals für diese cluster- und hochschulübergreifende Initiative gebündelt. Seither setzen interdisziplinäre Studententeams grüne Visionen auf Grundlage aktueller Forschungen vor Ort in Kurzvideos um – und visualisieren eine mögliche Zukunft der Energiewende, Mobilitätswende und Rohstoffwende.
We dream it, so we can do it! - AGAIN
Green Utopia - made in Green Tech Valley 2025
Von smarten „Bodenspürnasen“ und zu in Baustoffen gespeichertem CO2 bis hin zu visionären zu Green-Hydrogen-Valleys und ewig genutzten Holzbaustoffen. „Green Utopia – made in Green Tech Valley“ machte erneut die Zukunft auf Basis visionärer, österreichischer Forschung sichtbar. Die Auszeichnung der diesjährigen Forscher:innen & Vizualize-Teams fand am 27. Mai im Rahmen des Designmonats am Hornig Areal statt.
Die Videos der jungen Designer:innen zu Green Utopia 2025
& Hintergrundinfos zur Forschung im Valley

Integrität von Vollholzbauteilen: Ein Paradigmenwechsel von Re-Use zu Ever-Use
Das integritätsorientierte Konzept (IOK) zeigt, dass 90 % der Holzmasse unversehrt erhalten bleiben. Dadurch werden weniger Primärholz benötigt und Wiederverwertbarkeit maximiert. Konventioneller Holzbau erreicht diese Effizienz nicht.

(Semi-)autonome Trolleys für den Warentransport der Zukunft
Das Konzept CarryMeHome stellt eine visionäre Lösung für die Mobilität und den Transport in autofreien (Innen-)Städten der Zukunft dar. Im Mittelpunkt stehen (semi-)autonome Trolleys, die als flexible und nachhaltige Transporthilfen dienen.

FREE H
Fully Renewable EcosHystem
Riesige photokatalytische Wasserstoffproduktionsanlagen an den Sonnen-Hotspots der Erde, schwimmende Elektrolyseanlagen gekoppelt an Off-Shore Windkraftanlagen, endnutzerfreundliche international vereinheitlichte Baukastensysteme sollen Hydrogen Valleys ermöglichen.

Wertstofffreie Restmülltonne
im urbanen Raum
Diese Vision geht der Frage nach, welche Rolle KI-gestützte Systeme, digitale Trennhilfen oder smarte Abfallbehälter spielen könnten, um Fehlwürfe zu minimieren und um das Bewusstsein für Abfalltrennung in urbanen Räumen nachhaltig zu steigern?

Pflanzenkohle 2050:
Von der Nutzung zur Regeneration
Pflanzenkohle ist mehr als nur Bodenverbesserer oder Baustoffadditiv – sie ist dauerhaft werterhaltendes Produkt. Biochar wird gezielt eingesetzt, um Kohlenstoff zu binden, Stoffkreisläufe zu schließen und Ressourcen zu schonen.

Smarte Bodenspürnase für gesunde, ertragreiche Böden
Das Projekt SPIN-FERT hat es sich zum Ziel gesetzt neue Bodenmanagement-Strategien zu entwickeln. Dabei sollen verschiedene agrikulturelle Neben- und Abfallprodukte aufbereitet werden um leistungsstarke Dünger und Wachstumssubstrate ohne Torf herzustellen.
Fotos der Utopia-Abschlussveranstaltungen
We dream it, so we can do it!
Green Utopia - made in Green Tech Valley 2024
Wenn Carbon Busters toxische Gase in der Atmosphäre bekämpfen, wenn aus Bäumen direkt geformt Bauteile wachsen oder wenn Bakterien als „Mitarbeiter“ in der Industrie für saubere Produktion sorgen, dann ist das Green Utopia – made in Green Tech Valley 2024. Acht Kurzvideos zeigen, wie starke Forschung am Standort eine grüne Zukunft ermöglicht.
Die Videos der jungen Designer:innen zu Green Utopia 2025
& Hintergrundinfos zur Forschung im Valley
& Hintergrundinfos zur Forschung im Valley

Holz als Schlüsselkomponente für Hochtechnologieprodukte
Holzkomponenten sind nicht nur leicht und strukturstark, sondern auch in der Lage, CO2 zu speichern. Forscher:innen haben Verfahren entwickelt, die Holz mit einem natürlichen Brandschutz versehen sowie wasserabweisend machen und die isolierenden Eigenschaften optimal ausnutzen

Erschaffung pflanzlicher Blutgefäße
im Labor
Forscher:innen erzeugen exakte, personalisierte Replikate von Blutgefäßen mittels 3D-Druck von pflanzenbasierten Biopolymeren. Diese bieten eine höhere Biokompatibilität, ermöglichen eine individuelle Anpassung an Patient:innen und reduzieren Tierversuche.

Wenn Cyanobakterien die neuen Mitarbeiter:innen sind
In der Zukunft haben wird eine bahnbrechende Wende in der chemischen Industrie erreicht. Das Herzstück dieser Revolution sind Cyanobakterien, die als grüne Katalysatoren agieren und eine umweltfreundliche Alternative zu traditionellen chemischen Prozessen bieten.

Die Neuerfindung peri-urbaner Räume
als Schwammgebiete
Lebensraum als Schwammstadt: KI-gesteuerte Wassermanagementsysteme regulieren den Wasserfluss und Speicherung, photokatalytische Oberflächen und integrierte Solartechnik tragen dazu bei, Wasser und Luft zu reinigen und gleichzeitig Energie für öffentliche Einrichtungen zu erzeugen.

Was wäre, wenn die Natur Persönlichkeitsrechte erhält?
Ressourcen als gemeinschaftliche Güter angesehen, deren Nutzung allen Mitgliedern der Gesellschaft sowie der Natur selbst zugutekommen muss. Diese Perspektive fördert eine nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen und stellt sicher, dass auch künftige Generationen berücksichtigt werden.

Depolarisierende Elektrolyseure
als Carbon Busters
Im SHyRE-Projekt arbeiten Forschende der TU Graz an neuartigen, depolarisierten Elektrolyseuren. Für ihre Funktionsweise wird ein giftiges Gas aus der Atmosphäre oder aus einem industriellen Gasabfall verwendet, um die Elektrolysezelle zu depolarisieren.

RailCharge: E-Autos werden
auf Züge verLADEN
Anstatt E-Autos mit immer größeren Batterien auszustatten und den Einzelverkehr zu fördern, werden Elektroautos mit neuartigen, effizienten Verladesystemen auf Zügen verladen und während der Fahrt mittels Matrix Charging® automatisch geladen.

Revolution in der Kompostierung:
Biogene Abfälle ohne Microplastik
Kunststoffe in Kompost gefährden nicht nur die Bodenqualität, sondern gelangen auch in unsere Nahrungskette. In dieser Utopie wird der Kunststoffanfall in biogenen Abfällen durch innovative, kreislauforientierte Verfahren reduziert
Fotos der Abschlussveranstaltungen
Green Utopia - made in Green Tech Valley 2023
Die Bandbreite der Videos aus dem Jahr 2023 reichte von neuen Lebensstilen nach der Konsumgesellschaft, klimapositivem Bauen bis hin zu Bäumen als Stromspeicher für stabile Netze. Utopisch? Aus heutiger Sicht in einigen Bereichen durchaus. Doch gerade das ist Ansporn für die Forschung und für die Unternehmen im Green Tech Valley!
Green Utopia 2023 - Forschung für die grüne Zukunft aus Sicht der jungen Designer:innen

Wenn grüner Strom in Bäumen
gespeichert wird
Die Transformation des Energiesystems erfordert einen gigantischen Ausbau der Produktionskapazitäten von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen. Große Warmwasserspeicher bringen Sommerhitze in winterliche Fernwärme und innovative Redox-Flow-Batterien stützen die Netze.

Wenn CO2 nicht in der Luft,
sondern am Teller landet
Die Prämisse lautet: CO2 aus verschiedenen Quellen abscheiden, speichern & nutzen. Innovative Verfahren setzen hier u.a. an einer neuen stofflichen Nutzung an, etwa indem Proteine aus CO2 bislang hoch klimaintensives Tierfutter ersetzt - und in Zukunft evt. auch Menschen satt macht.

Wie der Prinz die Prinzessin mit
Nachhaltigkeit umwirbt
Wetterextreme, Naturkatastrophen... Wie reagieren Menschen als Gesellschaftsgruppen auf die Auswirkungen des Klimawandels? Wo sind die sozialen Kippelemente bzw. was braucht es, um Menschen zu aktivieren, sich diesen großen Herausforderungen zu stellen.

Wie Wasserstoff direkt aus der Sonne für Bewegung sorgt
Der Einsatz von grünem Wasserstoff ist ein Schüsselbaustein im künftigen Energiesystem. In Zukunft soll die direkte photokatalytische Erzeugung von Wasserstoff ohne Elektrolyse zum Einsatz kommen, ein Game Changer für den wichtigen Baustein des Energiesystems der Zukunft.

Wie Gebäude künftig zu
CO2-Speichern werden
Das Zukunftsbild „Gebäude als CO2 Speicher“ zeigt Gebäude als CO2-Senken statt CO2-Emittenten. So wird die Herstellung der Bauteile emissionsfrei gestaltet, die Verwendung von natürlichen Materialien forciert und innovative Technologien machen Bauteile zusätzlich zu CO2-Schwämmen.

Wie revolutionäre Ansätze eine abfallfreie Welt schaffen könnten
Abfall ist zumeist nur ein Wertstoff am falschen Ort. Um eine nachhaltige Zukunft zu ermöglichen, müssen Rohstoffe aus der Abfalltonne wieder in der Materialkreislauf zurückgeführt werden, um eine abfallfreie Gesellschaft zu ermöglichen.

Wie Städte zu bioaktiven
Lebensräumen werden
Die Idee: Natur-Städte, in denen flächendecken organische, bioaktive & energieaktive Oberflächen Energie, Lebensmittel & Sauerstoff erzeugen, die Wasser speichern und CO2-binden. Vertical Farming & Energiegewinnung durch neue Materialien stehen hier im Fokus.

Wie Mobilität nicht nur klimafreundlich, sondern auch entspannt wird
Modulare Transportsysteme, die verkehrstechnisch eine Gesamtheit bilden, aber dennoch die Vorteile individuellen Reisens verbinden: Diese Idee steckt hinter dieser Utopie, die auf aktellen Entwicklungen wie autonomes Fahren, Leichtbau und neuen Antriebsformen baut.
Fotos der Abschlussveranstaltungen
Statements der Rektoren und Geschäftsführer:innen
zu Green Utopia
„Utopien sind oft der Ausgangspunkt für Forschungsfragen, denn sie entwerfen visionäre Bilder einer nachhaltigen Zukunft und können gezielt Entwicklungen für eine grünere Welt anstoßen. Die TU Graz widmet sich der Erforschung nachhaltiger Systeme als einem zentralen Bestandteil ihres Forschungsprofils. Im Field of Expertise „Sustainable Systems“ arbeiten wir disziplinenübergreifend an Themen wie grüner Mobilität, nachhaltigen Energiesystemen oder innovativen Gebäudetechnologien. Graz und die Steiermark bilden dabei einen echten Innovationshotspot: Hier entwickeln einige der klügsten Köpfe gemeinsam zukunftsweisende Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit, inspiriert von mutmachenden grünen Utopien.“
Horst Bischof, Rektor Technische Universität Graz
"Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen in den Bereichen Ressourcenknappheit, Klimawandel, Energieversorgung und Umweltschutz erfordern innovative Ansätze, die vor allem auf technisch-naturwissenschaftlichen Methoden basieren. Die Montanuniversität Leoben hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch exzellente Forschung und eine hochwertige Ausbildung entscheidende Beiträge zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu leisten. Ein zentrales Beispiel für diese Bemühungen ist das neue Wasserstoffzentrum, das im Herbst eröffnet wurde. Dieses hochmoderne Zentrum wird sich der Erforschung und Entwicklung von grünem Wasserstoff widmen, einer Schlüsseltechnologie für die Energiewende und eine nachhaltige Zukunft. Die Montanuniversität Leoben zeichnet sich durch ihre starke Vernetzung und interdisziplinären Kooperationen aus. Mit dem Projekt „Green Utopia“ wird der Standort weiter gestärkt, indem Synergien geschaffen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren gefördert werden. Dieses Projekt bietet nicht nur Raum für visionäre Ideen und mutige Lösungen, sondern unterstützt auch die Entwicklung nachhaltiger Technologien, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten."
Peter Moser, Rektor Montanuniversität Leoben
"Als Zukunftshochschule glauben wir fest daran: Nur wer sich mutig neue Welten vorstellt, kann unser Morgen gestalten. Deshalb ermutigen wir Lehrende, Studierende und Mitarbeitende, Themen wie Digitalisierung, Klimawandel oder Mobilität über den Tellerrand hinaus zu denken – und die Zukunft aktiv zu erforschen. Unsere Institute machen Zukunft greifbar: Ob nachhaltiges Lebensmittelmanagement am Institut Angewandte Produktionswissenschaften, Elektromobilität am Institut Fahrzeugtechnik oder neue Arbeitswelten am Institut Industrial Management: Wir bringen Theorie und Praxis zusammen. Auch unsere Designstudierende gestalten Zukunftsbilder: Mit der visuellen Umsetzung von Green Utopia zeigen sie, wie nachhaltige Visionen Form annehmen können."
Corinna Engelhardt-Nowitzki & Martin Payer, Geschäftsführung FH Joanneum
"Green Utopia ist mehr als nur ein Event im Rahmen des Designmonats. Es ist ein starkes Signal dafür, wie wichtig es ist, nachhaltiges Denken bereits im kreativen Bildungsumfeld und über die Forschungscommunity hinaus zu verankern. Gerade jetzt, wo Klimawandel und die gesellschaftliche Verantwortung dafür etwas von der Agenda rücken, braucht es dringlicher denn je Formate wie dieses, die junge Menschen ermutigen, neue Perspektiven zu entwickeln und aktiv an Lösungen zu arbeiten und dranzubleiben. Wir als Universität Graz unterstützen wir dies und bringen uns proaktiv gerne ein."
Peter Riedler, Rektor Universität Graz
Wir bedanken uns herzlich
bei allen Projektpartner:innen!
Deine
Ansprechpartnerin
Veronika Pranger
Green Tech Valley Cluster
+43 316 / 40 77 44 – 16
pranger@greentech.at