Umweltbranche erwirtschaftete 2024 60 Milliarden Euro

Die Umweltwirtschaft in Österreich hat im Jahr 2024 mit insgesamt 231 100 Beschäftigten 60,1 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Umweltorientierte Produktion_Grafik (c) Statistik Austria
(c) Statistik Austria

Die Umweltwirtschaft in Österreich hat im Jahr 2024 mit insgesamt 231 100 Beschäftigten 60,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Davon stammen 18,1 Milliarden Euro aus Exporten. Wie aus den Daten über die umweltorientierte Produktion und Dienstleistung von Statistik Austria weiter hervorgeht, betrug die Bruttowertschöpfung der Umweltbranche, also der Produktionswert abzüglich der Vorleistungen, 2024 23,7 Mrd. Euro.

„Die Umweltwirtschaft in Österreich hat sich im Jahr 2024 – ausgehend von einem hohen Niveau – leicht rückläufig entwickelt. Insgesamt erwirtschaftete sie 60,1 Mrd. Euro, um 4,6 % weniger als 2023. Dabei ging die Zahl der Beschäftigten um rund 3 900 oder 1,7 % auf 231 100 zurück. Dennoch erreichten sowohl der Produktionswert als auch die Zahl der Umweltbeschäftigten 2024 jeweils den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2008, nur übertroffen von den Rekordwerten von 2023“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Bedeutendster Umweltbereich war, wie bereits in den Jahren davor, das Management der Energieressourcen, das im Wesentlichen erneuerbare Energien sowie Wärme- bzw. Energieeinsparung und -management umfasst. Mit 31,1 Mrd. Euro war das Energieressourcenmanagement 2024 für mehr als die Hälfte des Produktionswerts der gesamten Umweltwirtschaft verantwortlich (51,8 %). Obwohl sich der Produktionswert dieses Bereichs seit 2008 deutlich erhöht hat (2008: 17,0 Mrd. Euro, 2024: 31,1 Mrd. Euro), ging er im Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr davor um rund 7,8 % zurück (2023: 33,8 Mrd. Euro). 

Ausschlaggebend dafür war insbesondere die Preisentwicklung bei erneuerbaren Energien. Die Bruttowertschöpfung des Energieressourcenmanagements belief sich auf 11,6 Mrd. Euro und machte einen Anteil von 48,8 % an der umweltbezogenen Bruttowertschöpfung aus. Die Exporte lagen bei 10,1 Mrd. Euro bzw. 56,0 % der gesamten Umweltexporte. 

Der Unterbereich Energien aus erneuerbaren Quellen umfasst etwa die Erzeugung von Elektrizität und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern sowie die Produktion und Installation von entsprechenden Energietechnologien und erreichte 2024 einen Produktionswert von 19,9 Mrd. Euro (2023: 22,1 Mrd. Euro) sowie eine Bruttowertschöpfung von 7,5 Mrd. Euro (2023: 8,3 Mrd. Euro).

Im Unterbereich Energieeinsparungen und -management sind energiesparende Bauleistungen, wie Thermosanierungen oder Niedrigenergie- und Passivhausbauten, ebenso enthalten wie die Energieberatung als Dienstleistung oder die Produktion von Dämmstoffen. Der Produktionswert lag hier bei 11,2 Mrd. Euro (2023: 11,6 Euro), die Wertschöpfung bei 4,0 Mrd. Euro (2023: 4,1 Euro).

Unter den weiteren Umweltbereichen erzielte im Jahr 2024 die Wertstoffrückgewinnung und -einsparungen einen Produktionswert von 5,5 Mrd. Euro, gefolgt von Luft und Klima mit 4,3 Mrd. Euro, Schutz von Boden, Oberflächen- und Grundwasser mit 3,9 Mrd. Euro, Abfallwirtschaft mit 3,7 Mrd. Euro und der Abwasserwirtschaft mit 2,8 Mrd. Euro.

Rund 231 100 Personen sind in der Umweltwirtschaft beschäftigt

 2024 waren insgesamt rund 231 100 Personen in der Umweltwirtschaft beschäftigt (2023: 235 000), davon etwa 94 500 im Management der Energieressourcen (40,9 % aller Umweltbeschäftigten), 38 300 im Bereich Schutz von Boden, Oberflächen- und Grundwasser und 18 300 im Bereich Luft und Klima. Berücksichtigt man zusätzlich den öffentlichen Verkehr, waren 258 100 Personen in der österreichischen Umweltwirtschaft tätig.

[Quelle: PA Statistik Austria, 27.5.2026]

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Veronika Pranger
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