Saubermacher erreicht Finale beim Circularity Champion Award 2026

Mit dem Projekt im deutschen Ginsheim-Gustavsburg wurde der österreichische Umweltprofi als einer der Besten in der Kategorie „Recycling & Rückgewinnung“ des Circularity Champion Award 2026 ausgezeichnet.
v.l.n.r.: Stefanie Wolf, F.A.Z. Institut; Prof. Dr. René Schmidpeter, Berner Fachhochschule; Oliver Dörner, OTTO DÖRNER Gruppe; Sara Ködel, Philip Morris; Marcus Sagitz, PreZero International; Timo Armbruster, Hansgrohe SE; Rebecca Weigold, Hansgrohe SE; Andreas Opelt, Saubermacher AG (c) Jonas Ratermann
Marcus Sagitz, PreZero International; Timo Armbruster, Hansgrohe SE; Rebecca Weigold, Hansgrohe SE; Andreas Opelt, Saubermacher AG (c) Jonas Ratermann

100 Tonnen Altbatterien pro Tag, eine Sortiergenauigkeit von über 99 Prozent und wertvolle Metalle für die Industrie: Mit der gemeinsam mit dem deutschen Entsorgungsspezialisten Meinhardt errichteten Batterierecyclinganlage zeigt Saubermacher, wie sich ausgediente Batterien als Rohstoffquelle nutzen lassen. Mit dem Projekt im deutschen Ginsheim-Gustavsburg wurde der österreichische Umweltprofi nun als einer der Besten in der Kategorie „Recycling & Rückgewinnung“ des Circularity Champion Award 2026 ausgezeichnet. Mehr als 70 Bewerbungen waren in fünf Kategorien eingereicht worden. 

In Düsseldorf setzte heimische Recyclingkompetenz ein internationales Ausrufezeichen: Im Rahmen der 15. Responsible Leadership Conference erreichte die Saubermacher Recycling GmbH beim Circularity Champion Award 2026 in der Kategorie „Recycling & Rückgewinnung“ einen Platz unter den besten Fünf. Mit der gemeinsam mit Meinhardt errichteten und seit April 2026 betriebenen Anlage in Ginsheim-Gustavsburg behauptete sich das Unternehmen in einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld.

„Hinter dieser Anlage stehen Menschen, die über Jahre an einer Idee gearbeitet und gemeinsam mit unserem Partner Meinhardt viel dafür geleistet haben, sie zu verwirklichen. Dass diese Arbeit nun auch international Anerkennung findet, macht uns stolz. Mein Dank gilt unseren Mitarbeitern, die ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Beharrlichkeit in dieses Projekt eingebracht haben. Sie zeigen, was wir mit unserer Vision ‚Zero Waste‘ erreichen wollen: wertvolle Rohstoffe erhalten und Verantwortung für die nächste Generation übernehmen“, erklärt Andreas Opelt, Vorstandsvorsitzender der Saubermacher AG.

Bis zu 20.000 Tonnen Altbatterien jährlich

Die im Spitzenfeld des Circularity Champion Awards gereihte Anlage nahe Frankfurt zählt zu den modernsten Batterierecyclinganlagen Europas. Saubermacher und der deutsche Entsorgungsspezialist Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG haben den Standort auf eine Behandlungskapazität von bis zu 100.000 Kilogramm Geräte- und Haushaltsbatterien pro Tag ausgelegt. Das entspricht bis zu 20.000 Tonnen jährlich. Am Standort werden zudem Elektroaltgeräte aufbereitet. Die Anlage antwortet damit auf zwei Entwicklungen: Mit dem wachsenden Einsatz von Batterien steigt der Bedarf an leistungsfähigen Recyclingkapazitäten. Zugleich gewinnen bereits genutzte Metalle als Rohstoffquelle für Europas Industrie an Bedeutung. Nickel, Eisen, Zink und Mangan aus Altbatterien können erneut in die Produktion gelangen und dort Primärrohstoffe ersetzen. Das bedeutet auch: Was bislang importiert werden musste, steht damit für eine weitere Verwendung im europäischen Wirtschaftsraum zur Verfügung. 

Präzise Batteriesortierung dank künstlicher Intelligenz

Wie viel dieses Rohstoffpotenzials sich erschließen lässt, hängt maßgeblich von der Präzision der Aufbereitung ab. Für den erneuten industriellen Einsatz zählt neben der verfügbaren Menge vor allem die Reinheit der zurückgewonnenen Materialien. Die Herausforderung beginnt daher bereits bei der Sortierung: Äußerlich kaum unterscheidbare Batterien können chemisch grundverschieden aufgebaut sein und jeweils andere Verwertungsverfahren erfordern. In Ginsheim-Gustavsburg identifizieren daher KI-gestützte Systeme und Röntgentechnologie das jeweilige Batteriesystem. Dadurch wird eine Sortiergenauigkeit von über 99 Prozent erreicht. Diese präzise Trennung schafft die Voraussetzung, um die enthaltenen Metalle gezielt zurückzugewinnen. 

Im Spitzenfeld unter 70 Bewerbungen

Mit diesem Ansatz überzeugte Saubermacher auch im branchenübergreifenden Wettbewerb um den Circularity Champion Award. Hinter der Auszeichnung steht das F.A.Z. Institut, eine Tochtergesellschaft der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Gewürdigt werden Unternehmen und Organisationen, die neue Lösungen für die Kreislaufwirtschaft erfolgreich in die Praxis überführen. Aus mehr als 70 Bewerbungen wählte eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft 2026 insgesamt 24 Finalisten in fünf Kategorien aus. 

 

[Quelle: OTS, PA Saubermacher am 14. Oktober 2026]

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Veronika Pranger
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