Land Kärnten startet neuen PV-Fördercall

Neue Förderrichtlinie mit Pauschalsätzen für private Anlagen – Errichtung von Stromspeicher als Fördervoraussetzung.
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Bis zu 40 Mio. Euro stellt das Land für die Energieförderung 2026 zur Verfügung. Eine Antragstellung ist bis 30. Juni 2026 möglich (c) Canva

Am 15. April 2026 um 9 Uhr startet das Land Kärnten einen weiteren Fördercall für Photovoltaik-Anlagen. Dabei kommt die neue, im Dezember vergangenen Jahres in der Regierungssitzung beschlossene, PV-Förderrichtlinie für private Anlagen zur Anwendung. „Wir unterstützen die Kärntnerinnen und Kärntner weiterhin bei der Nutzung von Sonnenenergie. Die Fördersätze haben wir in den letzten Jahren aber laufend an das Marktumfeld angepasst, um hier möglichst treffsicher zu sein. Mit der Neuausrichtung legen wir den Fokus noch stärker auf Eigenversorgung und die nachhaltige Entlastung unsere Stromnetze“, sagt Energielandesrat Sebastian Schuschnig. Bis zu 40 Mio. Euro stellt das Land für die Energieförderung 2026 zur Verfügung. Eine Antragstellung ist bis 30. Juni 2026 möglich.

Gefördert werden künftig neu installierte PV-Anlagen mit einer Leistung von mindestens fünf Kilowatt-Peak (kWp). Voraussetzung dafür ist, dass mit der neuen PV-Anlage auch ein Speicher mit mindestens fünf Kilowatt-Stunden (kWh) installiert wird. Diese Kombination ist so dimensioniert, dass sie für den Strombedarf von rund 90 Prozent der Kärntner Haushalte ausreichend ist, so Schuschnig. „Damit unterstützen wir künftig gezielt jene Anlagen, die für den Eigenverbrauch ausgelegt sind.“ Zudem wird das System auf pauschale Fördersätze umgestellt. 3.000 Euro erhält man für die Errichtung einer privaten PV-Anlage. Dieser Betrag orientiert sich an den Marktpreisen für PV-Module, die in den letzten Jahren laufend gesunken sind. Auch größere Anlagen erhalten den pauschalen Fördersatz von 3.000 Euro. Wer bereits eine Anlage besitzt und lediglich einen Speicher (ab 5 kWh) nachrüstet, wird mit einer Pauschale von 1.000 Euro unterstützt. Diese Fördersätze gelten nur für private Investitionen, nicht für kommunale und betriebliche Photovoltaik-Anlagen.

Der PV-Trend in Kärnten hält jedenfalls weiter an: Alleine in den letzten rund drei Jahren hat sich die Zahl der installierten Anlagen im Bundesland verdoppelt. Rund 13.000 Förderfälle wurden alleine vergangenes Jahr von der zuständigen Abteilung abgewickelt. „Das ist starkes Signal und ein wertvoller Beitrag zur regionalen Energiewende. Jeder Euro den wir in den PV-Ausbau stecken, ist eine Investition in die Zukunft unseres Bundeslandes und macht uns unabhängiger von teuren Stromimporten aus dem Ausland“, so der Landesrat.

Die Antragstellung für ein PV-Förderung ist ausschließlich online unter https://www.ktn.gv.at/ möglich.

[Quelle: Presseaussendung Land Kärnten, 14. 04. 2026]

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Veronika Pranger
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