Green Tech Valley Inside: Zu Gast in Mellach

Das Fernheizkraftwerk Mellach ist mit einer Leistung von 838 MW das stärkste Kraftwerk Österreichs und ist nicht nur für die heimische Energieversorgung wichtig, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung überregionaler Netze. Der Standort gilt als Brennpunkt für die Energiewende – der höchstrangige Knotenpunkt von Gas, Strom und Wärme. Jetzt wird in Mellach grüner Wasserstoff erzeugt.
© Green Tech Valley Cluster

Gemeinsam mit der Technischen Universität Graz hat der österreichische Energieversorger Verbund am thermischen Kraftwerksstandort im steirischen Mellach eine Demonstrationsanlage errichtet, die sowohl als Elektrolyseur als auch als Brennstoffzelle betrieben werden kann. So wird der Einsatz von klimaneutral produziertem Wasserstoff im Kraftwerksbetrieb als Ersatz für fossiles Erdgas erforscht. In einer Pilotanlage, die sowohl als Hochtemperaturelektrolyseur als auch als Brennstoffzelle fungiert, wird mittels überschüssigem Wind- und Sonnenstrom im reversiblen Betrieb Wasserstoff produziert und kann wieder in Strom umgewandelt werden. Der Hochtemperaturelektrolyseur zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad von 80 Prozent aus. Da die Prozesswärme bei der Herstellung von H2 ebenfalls genutzt wird, steigt der Nutzungsgrad weiter. Insgesamt hat die Pilotanlage hat eine Leistung von 150 kW.

Flexible Energienetze für eine grüne Zukunft

Energie aus Erneuerbaren ist die Zukunft, doch Wind und Sonne sind flatterhaft. Um sowohl Strom-Erzeugungsspitzen als auch -flauten abzufangen, ist das Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Energielieferanten wie Gas und grünem Wasserstoff unabdinglich. Am Standort in Mellach kann Energie nun in Spitzenzeiten in Wasserstoff gespeichert und bei Bedarf wieder zu Strom umgewandelt werden. Ist der Bedarf immer noch höher, kommt das Gaswerk zum Einsatz. So kann eine größere Flexibilität des Energienetzes und damit mehr Stabilität gewährleistet werden.

Großer Andrang – Wiederholung am 21.03.2023

Mellach zieht an, und zwar so sehr, dass das Kraftwerk am 21.03.2023 erneut seine Tore für Interessierte öffnen wird. Merken Sie sich den Termin gerne vor. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im neuen Jahr.

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Markus Simbürger
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