VERBUND betreibt im steirischen Ennstal das 75 Jahre alte Speicherkraftwerk Salza und prüft derzeit die technischen, ökologischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Errichtung des ersten Pumpspeicherkraftwerks in der Steiermark am Standort Salza.
Die Erweiterung des bestehenden Werks um ein Pumpspeicherkraftwerk könnte am Kraftwerksstandort künftig auch Überschussstrom aus dem Netz genommen und zwischengespeichert werden.
VERBUND prüft derzeit die Rahmenbedingungen für die Errichtung eines unterirdischen Pumpspeicherkraftwerks mit einer Turbinen- und Pumpleistung von 300 bis 480 Megawatt. Das Pumpspeicherkraftwerk Salza wird in einer Felskaverne im Inneren des Berges errichtet. In der Maschinenkaverne befinden sich zwei Pumpturbinen und Generatoren, in einer kleineren Trafokaverne werden die Transformatoren untergebracht. Der Triebwasserweg verläuft ebenfalls im Inneren des Berges und ist die hydraulische Verbindung vom Oberbecken zur Maschinenkaverne und weiter zum Unterbecken, dem bestehenden Salza Stausee.
Zur Anlage:
Die Sperre Salza wurde zwischen 1947 und 1949 errichtet und ist mit einer Höhe von 53 Metern eine der höchsten Gewölbemauern der Steiermark. Die abgerundete Sperrenkrone ist 121 Meter lang und drei Meter breit, die Basisbreite der Staumauer beträgt zwölf Meter. Insgesamt wurden 23.000 Kubikmeter Beton in das Bauwerk eingebracht, mit dem die Mitterndorfer Salza auf einer Länge von etwa fünf Kilometer aufgestaut wird. Das Fassungsvermögen des Salza-Stausees beträgt mehr als zehn Millionen Kubikmeter Wasser. Im Jahr 2009 wurde die Sperre Salza technisch umfassend revitalisiert.
[Quelle: Projektseite, power.verbund.com – Pumpspeicher Salza]