Steirischer Energiebericht 2025

Neben einer erfolgreichen Reduktion des Energieverbrauchs (-0,5 %) stieg sowohl der Gesamtanteil erneuerbarer Energien (+2,3 %P) als auch die Quote bei der erneuerbaren Stromerzeugung (+2,2 %P) deutlich an.
Energieflussdiagramm_Energiebericht S.34-35 (c) Land Steiermark
Energieflussdiagramm_Energiebericht S.34-35 (c) Land Steiermark

Der Energiebericht des Landes Steiermark ist da – mit folgenden Eckpunkten:

  • Im Jahr 2024 konnten maßgebliche Fortschritte bei den zentralen Energiezielen erreicht werden. Neben einer erfolgreichen Reduktion des Energieverbrauchs (-0,5 %) stieg sowohl der Gesamtanteil erneuerbarer Energien (+2,3 %P) als auch die Quote bei der erneuerbaren Stromerzeugung (+2,2 %P) gegenüber dem Vorjahr deutlich an: 
 
  • Der energetische Endverbrauch sank in der Steiermark gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % auf 175,5 Petajoule (Österreich: -1 %). Interessant ist dabei die unterschiedliche Entwicklung der Sektoren: Während der Verbrauch der privaten Haushalte deutlich zurückging (-5,8 %), verzeichneten der Dienstleistungssektor (+6,4 %) und der produzierende Bereich (+2,4 %) Zuwächse bei einer gleichzeitig geringen Ausweitung der steirischen Wirtschaftsleistung von +0,1 % gemessen am realen Bruttoregionalprodukt.
 
  • Der insgesamt leichte Gesamtrückgang ist primär auf die wärmere Witterung sowie auf Einsparungen der privaten Haushalte zurückzuführen.
 
  • Zu beachten sind auch die Veränderungen im Energiemix: Der Einsatz von Öl (-4,8 %) und Gas (-2,4 %) nahm ab, während Fernwärme (+8 %) stark zulegte. Dadurch stieg der Anteil erneuerbarer Energien am Endverbrauch auf 40,8 %. Dennoch bleibt Erdöl mit rund 30 % der dominierende Energieträger, gefolgt von Biomasse (22,3 %), elektrischer Energie (21,5 %) und Erdgas (15,7 %).
 
  • Die heimische Primärenergieerzeugung, die seit der Einstellung des Kohleabbaus 2005 fast vollständig auf erneuerbaren Quellen basiert, stieg um 7 % auf 84,1 Petajoule (PJ). Die wichtigste Säule bildet dabei weiterhin die Biomasse (53,2 PJ), doch auch alle an-deren erneuerbaren Energieformen verzeichneten deutliche Zuwächse.
 
  • Zur Deckung des Gesamtbedarfs waren Energieimporte in Höhe von 143,5 PJ erforder-lich, wovon der Großteil (117,4 PJ) auf fossile Träger wie Kohle, Öl und Gas entfiel. Dies entspricht einem Anteil von 56,3 % am Bruttoinlandsverbrauch und unterstreicht die nach wie vor hohe Abhängigkeit von Importen fossiler Energie.
 
  • Ein neuer Höchststand wurde bei der Stromerzeugung erzielt: Dank des starken Aus-baus der Photovoltaik sowie vorteilhafter Wind- und Wasserbedingungen stieg der Anteil erneuerbarer Energien an der Strombereitstellung auf 63,6 %.
 
  • Auch im Wärmesektor setzt sich der positive Trend fort. Nur noch rund 20 % der steirischen Privathaushalte nutzen fossile Energieträger zur Raumwärmeversorgung, im Jahr 2000 waren es noch über 50 %. Parallel dazu gewinnt die Fernwärme weiter an Bedeutung, wobei auch hier der Ausbau biogener Energieträger voranschreitet.
 
[Quelle: Energiebericht Steiermark 2025_S.9_Zusammenfassung]

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Veronika Pranger
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