Country Overshoot Day: Österreich lebt 2022 auf Pump 

Am 06. April 2022 begegnete Österreich dem Country Overshoot Day. Dieser markiert jenen Tag, an dem alle natürlichen Ressourcen eines Landes und dessen gesamtes CO2-Budget restlos aufgebraucht sind. Ab diesem Zeitpunkt leben wir, was unsere Umwelt betrifft, sozusagen auf Pump. Wie bekommen wir das wieder in den Griff? Unter anderem über den Ausbau, aber auch die effizientere Nutzung von Erneuerbaren, die Investition in Klimatechnologien und die Hinwendung zu zirkulären Geschäftsmodellen. Für die Industrie ergeben sich hier viele neue Geschäftschancen. 

Wie wird der Country Overshoot Day 2022 berechnet?

Das Global Footprint Network liefert die Daten zum Country Overshoot Day, dem Tag, an dem die einzelnen Länder auf Kosten nachfolgender Generationen leben. Die Berechnung des Country Overshoot Day erfolgt über die Auswertung des Ökologischen Fußabdrucks und der globalen Biokapazität pro Person von 1961 bis zum letzten Datenjahr 2018. Aufgrund des UN-Berichtsprozesses gibt es in der Regel eine Verzögerung von drei bis vier Jahren zwischen dem letzten Datenjahr und dem aktuellen Jahr.

Country Overshoot Day Österreich

Der Ökologische Fußabdruck von Österreich beträgt 6,01 gha pro Person.
Die globale Biokapazität beträgt 1,6 gha pro Person.

Es würde (6,01/ 1,6) = 3,75 Erden brauchen,
wenn alle Menschen so leben würden wie die Österreicher.

ODER

Der Überschreitungstag von Österreich ist der 96. Tag des Jahres 2022 (365 * (1,6/4,35).
Das ist der 06. April 2022.

Die Industrie gilt in Sachen Treibhausgasemissionen immer noch als Sorgenkind. Ein Weg für Unternehmen Richtung Zero CO2 und nachhaltigem Wirtschaftswachstum führt über die Vorteile eines kreislauffähigen Geschäftsmodels.

Raus aus CO2: Kreislaufwirtschaft als Chance für Unternehmen

Um die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu beschränken, gilt es, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 43% zu verringern. Auch der Methanausstoß muss um etwa ein Drittel reduziert werden. Das zeigt der aktuelle IPCC-Bericht. Die gute Nachricht: Die grüne Transformation ist schaffbar, denn die Werkzeuge und das Wissen sind bereits vorhanden. Der Weg führe laut Weltklimarat ganz klar raus aus Kohle, Öl und Gas, über den Ausbau von Technologien für Carbon Capture and Use aber vor allem auch den effizienteren, kreislauforientierten Umgang mit erneuerbaren Energien und Ressourcen – natürlich auch in der Industrie. Dazu müssen Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten von Grund auf anpassen. Die Zirkularität der Weltwirtschaft (8,6 %) hat das Potenzial sich auf 17 % zu verdoppeln. Diese Zahl wirkt auf den ersten Blick nicht besonders hoch, beinhaltet allerdings die Möglichkeit, die jährlichen Gesamtemissionen auf 39 % zu verringern. Zudem ergeben sich auf dem Weg zur zirkulären Industrie, neue Geschäftschancen und Einsparungsmöglichkeiten.

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auf dem Weg hin zur Kreislauffähigkeit setzen kann.

1 https://www.pwc.com/hu/en/kiadvanyok/assets/pdf/sharing-economy-en.pdf
2 https://eu-recycling.com

So geht Kreislaufwirtschaft im Green Tech Valley

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Kontakt

Christina Kropf
Green Tech Cluster Styria GmbH