Vom Kunst- zum Wasserstofftank

Der Kärntner Kunststoffbehälter-Produzent Europlast will künftig Innenteile von Wasserstofftanks für Fahrzeuge herstellen, und zwar für Lastwagen und Schiffe. Das Valley-Unternehmen fertigt bereits die ersten Prototypen an. Auch Norwegen zeigt Interesse.
Kunststofftank, Europlast
© Europlast

Europlast erobert (Export-) Märkte

Europlast ist gut durch die Krise gekommen. Das zeigen die Zahlen: Der 140-Mitarberiter-Betrieb konnte seinen Umsatz heuer auf 45 Millionen Euro steigern. Das ist unter anderem dem starken Export zu verdanken. Die Kunden des Unternehmen sitzen in ganz Europa – von Kroatien bis in den Oman und zeigen reges Interesse an den Dellacher Abfall- und Wertstoffsammelbehältern.

H2 als neues Geschäftsfeld

In Zukunft will Europlast auch in Wasserstofftanks machen. Ausschlaggebend bei der Herstellung, so Geschäftsführer Arthur Primus, sei u.a. die Größe der Spritzguss-Anlagen. Aufgrund dieser sei auch eine norwegische Entwicklerfirma auf Europlast aufmerksam geworden. „Die Zwei-Meter-Tanks, die zum Beispiel hinter einem LKW-Führerhaus eingebaut werden, sollen ein minimales Eigengewicht haben, aber gleichzeitig hohem Druck standhalten. Für uns eine absolute Zukunftschance, denn das Thema Wasserstoff ist im Kommen,“ so Primus. Die Versuche laufen.

Klimaneutralität als Ziel

Auch der Weg zur eigenen Klimaneutralität liegt dem Kunststoffbehälter-Produzenten am Herzen. So wurde gerade massiv in eine neue Photovoltaikanlage investiert. Zudem betreibt das Unternehmen eine eigene Recyclinganlage und konnte durch die geballten Maßnahmen im laufenden Jahr erneut 10.000 Tonnen an CO2 einsparen.

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Christina Kropf
Green Tech Cluster Styria GmbH
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