Pilotanlage: Infineon setzt auf grünen Wasserstoff 

Der Halbleiterkonzern Infineon will künftig gemeinsam mit dem Gasunternehmen Linde hochreinen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien herstellen. Die Demoanlage soll Anfang nächsten Jahres in Bau gehen. Mittels nachhaltig erzeugtem Strom sollen am Standort Kärnten 800 kg grüner Wasserstoff pro Tag hergestellt und als Prozessgas genutzt werden können.

Nachhaltige Produktion dank H2 aus Erneuerbaren

Mit der steigenden Nachfrage nach Mikroelektroniklösungen – Infineon investiert derzeit 1,6 Milliarden Euro in den Bau einer neuen High-Tech-Chips-Fabrik in Villach – steigt auch der Bedarf der in der Produktion benötigten Gase und Chemikalien. Darunter hochreiner Wasserstoff als Prozessgas. Dieser wurde bisher per LKW aus Deutschland geliefert. Bald wird er am Produktionsstandort selbst hergestellt. Die dafür benötigte Elektrolyseanlage kommt von Linde. Sie bereitet das produzierte Gas auf, sodass H2 bereitgestellt werden kann. Linde liefert zudem ein Flüssigwasserstoff-Versorgungssystem, um die Belieferung rund um die Uhr zu gewährleisten zu können.

Forschungspartner aus dem Valley unterstützen

Infineon und Linde treiben gemeinsam mit dem VERBUND und ihren Forschungspartnern, der HyCentA Research GmbH, dem Energieinstitut an der Johannes-Kepler-Universität Linz und der Vorzeigeregion WIVA P&G, das Leuchtturmprojekt Wasserstoffanlage voran, der Klima- und Energiefonds fördert zudem.

Zweites Leben für Wasserstoff möglich

Durch ein europaweit neues und einzigartiges Verfahren soll der Wasserstoff künftig sogar zweifach genutzt werden können. Mit dem Projekt „H2Carinthia Kärnten“ plant das Land Kärnten ab 2023 gemeinsam mit Infineon, Postbus, OMV, Linde Gas unter wissenschaftlicher Begleitung der HyCentA Research GmbH, grünen Wasserstoff zu produzieren und wieder aufzubereiten.

Kontakt

Alexandra Wachschütz
Infineon Technologies Austria
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