Hydrogen Research Map
Austria

Die Hydrogen Research Map Austria führt den heimischen Vorsprung in der Wasserstoff-Forschung vor Augen. H2 gilt als einer der Energieträger der Zukunft. Dennoch gibt es noch einige offene Fragen. Die Unternehmen im Green Tech Valley arbeiten an Antworten und innovativen Lösungen.

Green Tech Valley ist Hydrogen-Hotspot

19 Institute und 313 Forschende an einem Standort: Österreich spielt auf dem Sektor der Erforschung von Wasserstoff als Energieträger ganz klar in der europäischen Spitzenliga.

Die Hotspots der heimischen Wasserstoff-Forschung befinden sich mit der Technischen Universität, dem Hydrogen Center Austria, dem Large Engine Competence Center und dem Bioenergy and Sustainable Technologies Kompetenzzentrum in Graz. Weitere nationale Zentren sind an der Montanuniversität Leoben und der TU Wien angesiedelt. Diese Leuchttürme, an die sich noch weitere (außer-)universitäre Entwicklungsschmieden fügen, bilden gemeinsam die Eckpfeiler der Hydrogen Research Map Austria.

Auf dieser ist auf einen Blick ersichtlich, welch geballtes Know-how sich im Land befindet. Die Forschungsschwerpunkte kreisen rund um die Themen Herstellung, Speicherung und Distribution von grünem Wasserstoff sowie dessen Einsatz in Industrie und Gewerbe, Mobilität und Energiewirtschaft.

Unser Ziel war ganz klar, die Forschungskompetenz in Österreich aufzuzeigen. Auffällig war dabei, dass die meisten Personalressourcen in der Steiermark konzentriert sind, rund um den Campus der TU Graz“, sagt Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Green Tech Valley Cluster.

Welche Marktchancen sich künftig für Lösungsanbieter auf dem Sektor konkret ankündigen, hat der Green Tech Valley Cluster ebenfalls eruiert: „Was heute in der Forschung ist, kommt morgen in die Industrie. Jetzt ist die Zeit, in diesen sich exponentiell entwickelnden Markt einzusteigen“, so Puttinger.

Großes Potenzial gibt es in Sachen grüner Wasserstoff als Stromspeicher. Mithilfe des Energieträgers kann überschüssiger Strom nämlich langfristig gespeichert und zu Spitzenzeiten genutzt werden. Wasserstoff trägt somit zur Stabilisierung des Stromnetzes bei, ohne dabei die Umwelt zu belasten.

Auch in der Industrie und im Gewerbe wird in Zukunft viel mehr grüner Wasserstoff, beispielsweise zur Herstellung von Ammoniak und im Bereich der Petrochemie, gebraucht, denn grauer Wasserstoff soll zeitnahe substituiert werden. Auch die Halbleiterindustrie ist gefragt, denn hier spielt Wasserstoff als wichtiger Teil der Prozesskette eine zentrale Rolle

Es gibt noch viel zu tun. Derzeit stammen nämlich immer noch 95 Prozent des weltweit eingesetzten Wasserstoffs aus fossilen Energiequellen, vorwiegend Erdgas. Diesen „grauen Wasserstoff“ gilt es zunehmend durch „grünen Wasserstoff“ aus erneuerbaren Quellen wie Solarstrom oder Biomasse zu ersetzen. H2 als klimafreundlicher Energieträger kann dabei zum Beispiel elektrolytisch erzeugt werden. Dies ist emissionsfrei bei Wirkungsgraden von etwa 60 bis 80 % möglich.

Momentan ist die Herstellung von grünem Wasserstoff noch sehr teuer. Sie kostet aktuell zwei- bis dreimal so viel wie die Erzeugung von grauem Wasserstoff. Auch die Speicherung des farb- und geruchslosen Gases hat seine Tücken. Gasförmig verdichteter Wasserstoff muss unter hohem Druck in widerstandsfähigen Behältern gespeichert werden, flüssiger tiefkalter Wasserstoff benötigt für den Transport Temperaturen unter −252,85 °C.

Um diese Herausforderungen bestmöglich meistern zu können, forschen die Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Green Tech Valley bereits mit Hochdruck an innovativen Lösungen. Das Grazer Startup Rouge H2 Engineering etwa arbeitet an Containern für die mobile Wasserstoffproduktion. Der Anlagen-Entwickler VTU Engineering beschäftigt sich mit Wasserstoff als Energiespeicher. Und das Hydrogen Center Austria spezialisiert sich als einzige außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs auf Wasserstofftechnologien wie Elektrolyse, Wasserstoffspeicherung, Brennstoffzellen, Betankung, Mess- und Sicherheitssysteme.

Klar ist: Der Einsatz von grünem Wasserstoff ist ein Baustein auf dem Weg Richtung Energiewende.

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H2 Research Map Austria
Honorarfrei bei Nennung Fotocredit: H2 Research Map Austria
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H2 Research Map Austria, englischsprachige Ausgabe als 
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Markus Simbürger
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