Der österreichische Hightech-Hersteller pro aqua Diamantelektroden Produktion GmbH und WSP, eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Montreal (Kanada), freuen sich, eine strategische Partnerschaft bekannt zu geben, die die Entwicklung von PFASER ermöglicht hat, einem fortschrittlichen Elektrooxidationssystem zur Zerstörung einiger der hartnäckigsten Wasserschadstoffe. PFASER wurde von Wissenschaftlern von WSP entwickelt und ist nun einsatzbereit. Es nutzt die BDD-Durchflusszellen von pro aqua, die patentierte, hochleistungsfähige, mit Bor dotierte Diamantelektroden (BDD) enthalten, die Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) und Perchlorat in wässrigen Flüssigkeiten effektiv zerstören.
PFASER stellt einen bedeutenden technologischen Fortschritt in der elektrochemischen Wasseraufbereitung dar. Es kombiniert die Effizienz der Elektrooxidation (EO) mit dem von WSP entwickelten Verfahren zur Perchloratentfernung und ist für den Einsatz vor Ort in kompakten, modularen Einheiten konzipiert.
Im Gegensatz zu herkömmlichen EO-Systemen vereint PFASER™ elektrochemische Oxidation und Perchloratentfernung in einem integrierten Prozess, ergänzt durch eine Aktivkohlenachbehandlung (GAC). Die präzise Steuerung von pH-Wert, Temperatur und Oxidationsmittel sorgt für maximale Prozesssicherheit.
Ein Behandlungszyklus dauert zwischen 15 und 60 Minuten. Alle Parameter werden über eine SPS mit HMI-Oberfläche in Echtzeit überwacht und geregelt.
Erprobte BDD-Technologie von pro aqua
Eine Schlüsselkomponente des Systems ist die BDD-Durchflusszelle von pro aqua. Ihre Hochleistungs-Elektroden sind für anspruchsvollste Betriebsbedingungen ausgelegt. In realen Anwendungen sind sie bereits seit über sechs Jahren ununterbrochen im Einsatz – ohne Ersatzbedarf.
Vom Zulauf bis zum Ablauf – ein geschlossener, kontrollierter Prozess
Der Ablauf: Mikrofiltation, EO-Oxidation mit Rezirkulation und Temperaturstabilisierung, Zugabe von Wasserstoffperoxid zur Vermeidung von Chlorgasbildung, pH-Anpassung mit Schwefelsäure zur Optimierung der Wirksamkeit, abschließende GAC-Stufe zur Entfernung von Perchlorat und Rest-PFAS. Das System lässt sich manuell, halb- oder vollautomatisch betreiben. Sensoren erfassen Druck, Durchfluss, pH, Leitfähigkeit und Temperatur in Echtzeit.
Praxiserprobt unter Realbedingungen
Ein Pilotprojekt demonstrierte bereits die Leistungsfähigkeit des Systems: PFASER™ behandelte über zwei Monate kontaminiertes Grundwasser mit einer Kapazität von 9,6 m³/Tag. Die Ablaufwerte entsprachen durchgehend den Umweltauflagen.
Noch mehr als PFAS
Neben PFAS und Perchlorat zeigt PFASER™ auch Potenzial für andere persistente organische Verbindungen: Ethanol, Phenol, Aceton, Methanol, Formaldehyd sowie Rückstände aus Pestiziden, Pharmazeutika und der Textilindustrie.
PFASER™ wurde für den Feldeinsatz entwickelt:
- Containerbasiert und mobil
- Vollautomatisierbar und fernwartbar
- Geringer Chemikalienbedarf
- Keine Schlammproduktion
- Minimaler Wartungsaufwand
- Schneller PFAS-Abbau
Wirtschaftlichkeit, die überzeugt
Im Vergleich zu herkömmlicher Vor-Ort-Sanierung oder externer Entsorgung amortisiert sich PFASER™ meist innerhalb von ein bis vier Jahren.
BDD-Technologie effizient nutzen
Für Kommunen, Industrie und Umweltdienstleister erschließt die Partnerschaft zwischen pro aqua und WSP neue Möglichkeiten: Sie verbindet pro aquas technologische Tiefe in der BDD-Zellenentwicklung mit der globalen Engineering-Kompetenz von WSP. Das Ergebnis: maßgeschneiderte, wirtschaftlich sinnvolle Systemlösungen.
PFASER™ steht exemplarisch für diese Zusammenarbeit. Gemeinsam unterstützen pro aqua und WSP ihre Kund:innen sowohl mit sofort einsetzbaren Komplettsystemen als auch mit individuell entwickelten Anlagen für spezifische Anwendungen, Branchen oder Schadstoffprofile. So lässt sich BDD-Technologie optimal und bedarfsgerecht einsetzen.
[Quelle: https://www.proaqua.at]