Die 10 wichtigsten strategischen Technologietrends von Gartner für 2026
Im Jahr 2026 steigt die Disruption und KI ist nicht mehr optional. Auf dem Gartner IT Symposium/Xpo 2026 betonten der renommierte VP Analyst Gene Alvarez und VP Analyst Tori Paulman, dass die wichtigsten strategischen Technologietrends dieses Jahres mehr als nur aufkommende Innovationen sind – sie sind unverzichtbare Tools für CIOs und IT-Führungskräfte, um widerstandsfähige Grundlagen zu entwickeln, intelligente Systeme zu orchestrieren und den Unternehmenswert zu schützen.
Diese 10 Trends spiegeln wider, wie führende Unternehmen auf die Komplexität und Chancen in einer KI-gestützten, hypervernetzten Welt reagieren:
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KI-native Entwicklungsplattformen ermöglichen es kleinen, agilen Teams, Software mithilfe generativer KI zu entwickeln – schnell, flexibel und zunehmend unternehmensfähig.
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KI-Supercomputing-Plattformen ermöglichen Durchbrüche beim Modelltraining und bei der Analyse, erfordern jedoch eine sorgfältige Governance und Kostenkontrolle.
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Confidential Computing schützt sensible Daten während ihrer Nutzung und ermöglicht eine sichere KI und Analysen in nicht vertrauenswürdigen Infrastrukturen.
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Multiagenten-Systeme ermöglichen die Zusammenarbeit modularer KI-Agenten bei komplexen Aufgaben und verbessern so die Automatisierung und Skalierbarkeit.
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Domänenspezifische Sprachmodelle bieten eine höhere Genauigkeit und Compliance für branchenspezifische Anwendungsfälle.
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Physische KI bringt Intelligenz in die reale Welt – sie treibt Roboter, Drohnen und intelligente Geräte an und sorgt so für betriebliche Effizienz.
- Präventive Cybersicherheit verlagert die Verteidigung von reaktiv zu proaktiv und nutzt KI zur Abwehr von Bedrohungen, bevor diese Schaden anrichten können.
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Digitale Herkunft überprüft die Herkunft und Integrität von Software, Daten und KI-generierten Inhalten – unerlässlich für Vertrauen und Compliance.
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KI-Sicherheitsplattformen zentralisieren die Transparenz und Kontrolle bei KI-Anwendungen von Drittanbietern und maßgeschneiderten KI-Anwendungen.
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Geopatriation hilft Unternehmen bei der Minderung geopolitischer Risiken durch die Verlagerung von Workloads zu souveränen oder regionalen Cloud-Anbietern.
Die 17. Ausgabe der „Global Tech Trends“ (Downloadlink zum Paper unten) zeigt fünf technologische Kräfte, die 2026 den Unterschied zwischen isolierten AI-Initiativen und nachhaltigem unternehmerischem Impact ausmachen. AI tritt in eine neue Phase ein: Sie wird physisch, agentisch und infrastrukturell relevant – und zwingt Unternehmen dazu, Technologie, Prozesse und Betriebsmodelle neu auszurichten.
2026 als Wendepunkt für AI
Vom Experiment zur Praxis: AI entwickelt sich immer mehr von experimentellen Projekten zum produktiven Alltag und wird zu einem zentralen wirtschaftlichen Baustein.AI entwickelt sich immer mehr von experimentellen Projekten zum produktiven Alltag und wird zu einem zentralen wirtschaftlichen Baustein.
Trend 1: Physical AI. Wenn Intelligenz in Maschinen und Infrastrukturen einzieht
AI verlässt den rein digitalen Raum und wird in Maschinen, Robotik und intelligente Infrastrukturen integriert. Diese Systeme erfassen ihre Umgebung in Echtzeit, lernen aus Daten und steuern operative Abläufe zunehmend autonom. Damit wird AI vom Analysewerkzeug zur produktiven Technologie – mit direkten Auswirkungen auf Effizienz, Sicherheit und Wertschöpfung.
Trend 2: Agentic AI. Digitale Arbeitskräfte verändern Geschäftsprozesse
Agentic AI beschreibt Systeme, die Aufgaben eigenständig planen, koordinieren und ausführen. Sie wirken nicht punktuell, sondern entlang ganzer Prozessketten – von Service über IT bis Supply Chain. Der Mehrwert entsteht erst, wenn Prozesse, Systemlandschaften und Governance-Modelle auf agentenbasierte Arbeitsweisen ausgelegt werden.
Trend 3: AI als Kostentreiber. Computer, Kosten und Architektur als Wettbewerbsfaktor
Mit der Skalierung von AI verändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend. Trotz sinkender Stückkosten steigen Gesamtaufwand, Integrationskomplexität und Energiebedarf deutlich. Hybride Modelle aus Cloud, eigenen AI-Plattformen und Edge-Systemen werden zum neuen Standard.
Trend 4: AI-native IT. Vom Systembetrieb zum Gestalter von Wertschöpfung
Die Rolle der IT verschiebt sich vom Systembetrieb hin zur aktiven Gestaltung von Wertschöpfung, Produktivität und Entscheidungsprozessen. IT wird zum Orchestrator von Menschen, Maschinen, Agenten und Datenplattformen. Neue Kompetenzprofile, modulare Architekturen und kontinuierliche Transformation werden zum Normalzustand.