Koordiniert vom Green Tech Valley haben die AplusB Zentren, Austrian Startups, aws, Climate Lab, ECN, EY, Impact Hub Vienna, invest.austria sowie der Klima- und Energiefonds 228 rot-weiß-rote „Green Tech Startups 2026“ identifiziert. Erhoben wurden hier erneut auf Nachhaltigkeitstechnologien spezialisierte Unternehmen, jünger als zehn Jahre. Vor allem altersbedingt schieden 16 Unternehmen aus, 29 neue kamen hinzu. „Das entspricht einem Plus von sechs Prozent im Vergleich zur Vorjahreserhebung mit 215 Startups“, erklärt Green-Tech-Valley-Geschäftsführer Bernhard Puttinger.
Energy & Digital sind die Top-Bereiche der jungen Green-Tech-Unternehmen
Was im direkten Vergleich zum Vorjahr auffällt: „Bei den Neugründungen gab es einen Switch zwischen Digital, nun auf Platz eins mit 35 Prozent, und dem Unternehmensfeld Energy, erstmals auf dem zweiten Rang mit 31 Prozent.“ Die weiteren Bereiche Building (14 Prozent) sowie Circular und Biotech & Food (je zehn Prozent) vervollständigen die Tätigkeitsfelder der neu gegründeten Green-Tech-Unternehmen.
Technik-Hubs Wien, Graz & Leoben sind die Homebases der Tech-Startups
Regional verteilen sich die 29 Green-Tech-Startups auf die Steiermark mit 12 „Neuen“, gefolgt von Wien mit zehn, je zwei stellen Niederösterreich und Kärnten, jeweils einen Neuzugang verbuchen Oberösterreich, Vorarlberg und das Burgenland. Und wie auch in den Jahren zuvor zeigten sich die Regionen rund um die technischen Universitäten Wien, Graz und Leoben als starker Treiber für Green-Tech-Entrepreneurship. „Insbesondere der Raum rund um die Montanuniversität Leoben hat sich hier als Turbo herausgestellt“, so Puttinger, „die Initiative Green Startupmark, die gemeinsam mit dem Zentrum für angewandte Technologien (ZAT) und dem Green KAIT trägt im zweiten Jahr bereits gute Früchte, vier dieser hochspezialisierten jungen Unternehmen sind hier beheimatet.“
Kooperationen mit Industrie sind für die „jungen Wilden“ essenziell
Die Bedarfserhebung unter den „jungen Wilden“ zeigt, dass sich diese mit 52 Prozent an erster Stelle Vernetzungen mit Industrie-Partner:innen wünschen, gefolgt von Finanzierungen (24 Prozent). „Im Vergleich zum letzten Jahr zeigt sich hier eine deutliche Verschiebung, weg von reinen Finanzierungsangeboten – 2025 waren es hier noch 46 Prozent, hin zur tatkräftigen Unterstützung“, so Puttinger. Und diese stellen die Partner der Green Tech Startups Austria Erhebung bereit. „Die Startups profitieren damit vom direkten Match-Making mit der Industrie, dem Zugang zu Förderungen bzw. Finanzierungen und Kooperationen aus dem Netzwerk“, erklärt Puttinger
Breites Spektrum an nachhaltigen Technologie-Innovationen
Was die jungen Green-Tech-Businesses auf der Landscape 2026 auszeichnet, ist die Bandbreite an jungen Ideen. So präsentiert etwa BauBlocks einen wiederverwendbaren All-in-One-Baustein, der alle wesentlichen Wandschichten integriert, während Duramea Wasserstoff-Membrane (MEAs) für Elektrolyseure und Brennstoffzellen liefert. PulpStack wartet mit einer neuartigen 3D-Drucktechnologie, mit der Cellulose erstmals industriell im 3D-Druck eingesetzt werden kann, auf, während HASHLYNK auf intelligente Energieverwertungslösungen, die überschüssige erneuerbare Energie in Rechenleistung und nutzbare Wärme umwandeln, setzt. PureSurf wiederum arbeitet an „grüner“ Chemie und biobasierten Hochleistungstensiden, während Yflavour mittels natürlicher Aromen vegane Alternativen mit „Fleischgeschmack“ verfeinert. Und die bestehenden Green-Tech-Startups reüssieren mit ihren High-Tech-Innovationen. Zuletzt beispielsweise Fiber Elements, das aus vulkanischem Basaltgestein Fasern gewinnt und diese zu Bewehrungsstäben oder sogenannten Non-Crimp-Geweben für die Bauindustrie verarbeitet. Eine Leistung, für die erst vor kurzem ein privater Investor mit 2,6 Millionen Euro gewonnen wurde.
Alle Startups zum interaktiven Durchklicken sowie die Landscape zum Download gibt es auf der Website.