Die Green-Tech-Branche zählt in Österreich zu den dynamischsten und essentiellsten Wachstumsfeldern, insbesondere die Unternehmen des Green Tech Valley demonstrieren dies mit international erfolgreichen Technologie-Innovationen und -Lösungen. Die nun vom Bundesministerium präsentierte „Industriestrategie Österreich 2035“ unterstreicht dies, wurde hier doch in der „Schlüsseltechnologie-Offensive als Herzstück der Industriestrategie“ der Sektor „Energie- und Umwelttechnologien“ als eines von insgesamt neun Stärkefeldern (s. Grafik) verankert, um die Leistungsfähigkeit, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Resilienz des Landes zu sichern bzw. weiter voranzutreiben. Für gezielte Investitionen in diese Technologien wird ein Förderbudget von rund 2,6 Milliarden Euro bereitgestellt.
Exakt 114 Maßnahmen wurden in einem partizipativen Stakeholder-Prozess definiert, aufgeteilt auf sieben konkrete Handlungsfelder – ebenso mit starkem Green-Tech-Fokus:
1. Forschung, Technologie & Innovation
2. Energie
3. Bildung, Fachkräfte & Arbeitsmarkt
4. Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie & Transformation
5. Infrastruktur, Mobilität & wirtschaftliche Resilienz
6. Europa & geopolitische Herausforderungen
7. Entbürokratisierung & Finanzierung
Die Story dazu in der Presse am Sonntag, 18.01.2026 (Autor: Matthias Auer u.a.): https://www.diepresse.com/20485129/die-neun-schluesseltechnologien-oesterreichs-wer-uns-kuenftig-reich
Auszug:
Im Jahr 2023 erwirtschafteten Österreichs Green-Tech-Unternehmen einen Umsatz von 21,4 Milliarden Euro. Von 2019 bis 2023 wuchs die Branche jährlich um 9,5 Prozent. Und die Ideen gehen den heimischen Start-ups und etablierten Unternehmen nicht aus.
In der aktuellen Länderrangliste des Eco-Innovation-Index der EU belegt das Land den dritten Rang. „Anders als in anderen Branchen, gelingt es Österreich hier auch besser als den meisten Staaten, diese Innovationen zu Geld zu machen“, sagt Bernhard Puttinger zur „Presse am Sonntag“.
Der Geschäftsführer des Green Tech Valleys macht in seinem Technologiecluster im Süden des Landes in etwa das, was Österreichs Regierung nun gern bundesweit sehen würde: Stärken stärken. 350 Firmen und Forschungseinrichtungen haben sich in der Steiermark, Kärnten und im Burgenland zusammengeschlossen, um gemeinsam schneller zu wachsen. Hier haben Start-ups, die CO2 aus der Luft holen oder Milchersatz aus Marillenkernen produzieren wollen, ebenso Platz wie die großen Industrie-Platzhirsche und Universitäten. Diese offene Zusammenarbeit unterschiedlichster Firmen und Forscher mache erst den Erfolg der Green-Tech-Branche möglich, sagt er.
Was im Wettbewerb mit der Konkurrenz aus China und den USA fehle, seien strategische Investoren, die junge Unternehmen systematisch in die nächste Größenordnung pushen würden – und Geschwindigkeit. „Die Innovationszyklen müssen massiv schneller werden“, fordert Puttinger. Wer eine Idee habe, solle die Chance bekommen, sie in einem geschützten Rahmen auch rasch und unkompliziert auszuprobieren – ohne alle Regularien einhalten zu müssen, die für marktreife Produkte erdacht wurden.