Auf dem Gelände des türkischen Chemiekonzerns Akkim Kimya entsteht eine Epoxidharz-Großanlage mit einem Investitionsvolumen von rund 140 Millionen Euro. Die Anlage umfasst etwa 50.000 Quadratmeter und soll künftig jährlich 50.000 Tonnen Epoxidharz produzieren.
Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung übernimmt das Grazer Unternehmen Kanzler Verfahrenstechnik (KVT), das laut Kleiner Zeitung das komplette „Process Design Package“ liefert. Dieses bildet das technologische Fundament der Anlage und umfasst unter anderem Verfahrenskonzepte, Sicherheitslösungen sowie die Planung aller zentralen Apparate und Prozessschritte. Das Auftragsvolumen für KVT beträgt rund 24 Millionen Euro.
Auf Basis des steirischen Know-hows entsteht die gesamte Prozesskette – von der Glycerin-Destillation über die Herstellung von Epichlorhydrin bis zur finalen Epoxidharz-Produktion. KVT-Geschäftsführer Florian Kanzler betont gegenüber der Kleinen Zeitung, dass die Stärke des Unternehmens in der ganzheitlichen Abwicklung komplexer Prozesse liege.
KVT beschäftigt 220 Mitarbeiter und erwirtschaftet rund 95 Prozent seines mehr als 50 Millionen Euro schweren Jahresumsatzes im Ausland, vor allem in Asien. Dort wachse die Nachfrage nach effizienten, emissionsarmen Anlagen deutlich schneller als in Europa, wie Gründer Walter Kanzler erklärt. Parallel dazu investiert das Unternehmen weiter in seine steirischen Standorte, die laut Kanzler das „Rückgrat“ des Unternehmens bilden.
[Artikel gekürzt und zusammenfasst. Original erschienen in Kleine Zeitung am 6. Jänner 2025, Autor: Manfred Neuper. Hier der ganze Artikel in der Online-Ausgabe]