Wasser ist wertvoll – Weltwassertag 2019

22. März 2019

 

Seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der von der UNESCO ins Leben gerufene Weltwassertag statt. Ziel ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Der internationale Weltwassertag 2019 steht unter dem gemeinsamen Leitthema „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle". Wir haben anlässlich des Weltwassertages mit zwei Experten, Herrn Prof. Franz Mascher und Christian Fuchs, zum Thema Wasserhygiene gesprochen.


 

Wasser ist wertvoll – Weltwassertag 2019

 

Seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der von der UNESCO ins Leben gerufene Weltwassertag statt. Ziel ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Der internationale Weltwassertag 2019 steht unter dem gemeinsamen Leitthema „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. Wir haben anlässlich des Weltwassertages mit zwei Experten, Herrn Prof. Franz Mascher und Christian Fuchs, zum Thema Wasserhygiene gesprochen.

 

Herr Professor Mascher, Österreich verfügt über eine hervorragende Wasserqualität. Wie sehen Sie die Zukunft des Wassers in Hinblick auf den Klimawandel und Umweltveränderungen?

Wir haben in Österreich eine durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von ca. 120 cm, davon nutzen wir knapp 3 cm, 1 cm für privaten Gebrauch und rund 2 cm für Gewerbe und Industrie. Quantitativ haben wir offensichtlich keine Probleme, sondern da und dort ein qualitatives. Zu berücksichtigen ist weiters, dass der Wasservorrat der Erde konstant ist; es kommt nichts weg und auch nichts dazu. Wasser kann also nur gebraucht und nicht verbraucht werden.

Global gesehen ist die Verteilung sehr unterschiedlich. In ariden Gebieten sieht auch die Quantität ganz anders aus. Dort gibt es aufgrund sehr geringer Niederschläge zu wenig Wasser und die globale Verteilung dieser Gebiete ist nicht konstant, sondern aufgrund klimatischer Veränderungen variabel. Um die Wasserversorgung auch in diesen Gebieten sicherzustellen, gibt es mehrere Möglichkeiten: die Erschließung „neuer“ Wasserressourcen (z.B. Tiefenwässer); die Mehrfachnutzung von Wasser (z. B. Abwasser für Bewässerung oder die Wiederaufbereitung von Nutzwasser); die Trinkwasseraufbereitung aus „Nichttrinkwasser“ (z.B. Aufbereitung von Abwasser oder Salzwasser); der Wassertransport über größere Distanzen und selbstverständlich auch die Reduktion des Wassergebrauchs in den betreffenden Gebieten.

 

Welche Themen sehen Sie besonders in Zukunft hinsichtlich der Wasserhygiene als bestimmend?

Neben den Problemen mit der ausreichenden Quantität von Wasser in manchen Regionen ist die Sicherstellung der Qualität die große Herausforderung für die Zukunft. Es gilt die vorhandenen Grundwasserkörper vor Verunreinigungen durch Gewerbe und Industrie sowie aus der Landwirtschaft zu schützen bzw. deren Qualität durch geeignete Maßnahmen wiederherzustellen. Dabei steht an vorderster Stelle der Schutz vor Verunreinigungen, was das Wort Hygiene ja schon ausdrückt. Aus Gewerbe und Industrie sind die Emissionen wassergefährdender Stoffe so weit als möglich zu reduzieren und im Zuge landwirtschaftlicher Aktivitäten gilt dies ebenso, was z.B. den Einsatz von Pestiziden betrifft.

 

Was kann die Bevölkerung unternehmen, um die Wasserhygiene zu gewährleisten bzw. welche Vorschläge zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser können Sie uns geben?

Für die Bevölkerung muss als Grundvoraussetzung ein fachlich fundiertes Bewusstsein geschaffen werden. In einschlägigen Diskussionen steht fast ausnahmslos der Wasserspargedanke im Vordergrund ökologischer Überlegungen. Die Qualität spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Ein kleines Beispiel als Denkanstoß: Wenn Ihre neue Waschmaschine nur mehr halb so viel Wasser gebraucht als die alte, für den Waschvorgang aber doppelt so viel Waschpulver vonnöten ist, dann haben Sie der Umwelt nichts Gutes getan. Doppelter Wassergebrauch bei halbem Waschpulvereinsatz wäre der bessere Ansatz.

 

Danke Herr Professor Mascher. Das Thema des heurigen Weltwassertages ist „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung“ für alle. Herr Fuchs, welchen Beitrag kann eine gute Haustechnik zur Wasserhygiene und Wasserqualität leisten?

Wasser ist Leben, Wasser ist auch Lebensmittel und Lebensmittel können bei falscher Lagerung verderben. Bei Wasser ist aber das Problem, dass es meist seinen Geruch und sein Aussehen sowie auch seinen Geschmack dabei nicht immer verändert. Um die Qualität des Wassers zu gewährleisten und die bakterielle Belastung nicht über den Grenzwert zu bringen, muss der komplette Wasserinhalt der Haustechnik täglich mehrmals ausgetauscht werden, egal ob durch Benützung der Armaturen oder durch automatische Spülungen. Um dabei nicht zu viele Ressourcen und Energie zu verbrauchen ist es sinnvoll, seinen „technischen Beitrag“ zu leisten.

 

Welche Voraussetzungen sind für einwandfreies Trinkwasser im Haushalt erforderlich?

Für Trinkwasserinstallationen sind folgende Punkte essenziell:

  • Die gelieferte Trinkwasserqualität muss einwandfrei sein.
  • Die Planung und Ausführung der Trinkwasserinstallation muss der Gesetzgebung (TWV) entsprechen.
  • Die verwendeten Systeme und Materialien müssen dem Stand der Technik entsprechen.
  • Der Betrieb und die Instandhaltung der Anlage müssen auf das Objekt (Risikokategorie) abgestimmt werden.
  • Die Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung (Politik, Betreiber, Nutzer, usw.) muss gegeben sein.

Nur wenn diese 5 Punkte in vollem Ausmaß mit einer Hygieneinstanz umgesetzt werden, kann man sicher sein, dass die Trinkwasserinstallation keine Gefahr für den Endnutzer darstellt. Dafür müsste dies aber schon in der Finanzierungsphase berücksichtigt werden, was leider viel zu selten beachtet wird.

 

Wie kann die Wasserversorgung in Gebäuden noch effizienter und umweltfreundlicher werden?

Durch eine durchdachte Planung und eine fehlerfreie Ausführung des kompletten Wassermanagementsystems sowie durch einen konsequenten Betrieb und einen genauen Instandhaltungsplan. Als Experten für Trinkwasserinstallationen können wir Ihnen Folgendes empfehlen:

Unser Wassermanagementsystem besteht aus hochwertigen Materialien, steuert und dosiert Ihre Wasserentnahme ohne Energieverluste und das hygienisch einwandfrei. Ab dem Verteiler wird jeder Wasserpunkt (Verbraucher) mit einer eigenen Wasserleitung versorgt. Dieses System benötigt keine getrennten Warm- und Kaltwasserleitungen mehr, sondern führt nur das jeweils benötigte Wasser in den Verbrauchsleitungen. Somit sparen Sie nicht nur beim Wasserverbrauch und den damit verbundenen Energieaufwand, sondern haben auch einen wesentlich geringeren Wasserinhalt im Rohrnetz. Wenig Wasser im Rohrnetz bedeutet schnelles Frischwasser, egal ob kalt oder warm.

Vorteile unseres Systems:

  • Hochwertige Materialien: Es kann sich kein Nährboden entwickeln
  • Richtige Dimensionierung: Minimaler Wasserinhalt, maximale Effizienz
  • Verteilsystem: Jeder einzelne Wasserpunkt ist separat steuerbar und dosierbar
  • Einrohrleitung: Wasser kann nicht in das System zurückfließen
  • Legionellenschutz: Frei programmierbare Spülungen, wenn keine Nutzung erfolgt ist
  • Energie und Ressourcen sparen: Minimaler Material- und Wassereinsatz, maximaler Komfort
  • Modularer Aufbau: Personalisierbare Bedienungen sowie Designmöglichkeiten fast ohne Grenzen
  • Stand der Technik: Werterhaltung des Objekts mit modernster Betriebstechnik
  • Richtlinien und Gesetz: Das System hält von sich aus die Vorgaben der Trinkwasserverordnung ein
  • Kosten: schnelle Amortisationszeit, kein Personaleinsatz für Hygienespülungen notwendig
  • Sicherheit: Drucklose Leitungen, Absicherung durch Mengenbegrenzung und Verbrühschutz
  • Rohrführung: Direkte Leitungsführung ohne Verbindungsstücke in einem durchgehenden Überschubrohr

 

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen des Wassermanagements in Zukunft?

Die fehlende Wertschätzung der Ressource Wasser und die damit verbundenen Probleme. Es muss klar werden, dass unser Lebensmittel „Trinkwasser“ u. a. Bakterien beinhaltet, egal ob im kalten oder warmen Wasser. Dies ist aber in natürlichem Zustand unbedenklich und es muss uns auch klar werden, dass Wasser „fließen“ muss, um die Qualität beizubehalten. Beides ist wesentlich für gesundes Trinkwasser. Achten Sie darauf!

 

Kontakt

ao.Univ.Prof.Mag.Dr. Franz Mascher
Medizinische Universität Graz, D&F Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin
Tel. +43/316/385-73610
franz.mascher@medunigraz.at
www.medunigraz.at

Christian Fuchs
LoccoZ Group
Unsere Technik ist soweit…sind Sie es auch?
+43 664 917 85 95
christian.fuchs@loccoz.com
www.loccoz.com

 

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