Umweltförderungen beschlossen

23. Februar 2011

 

Förderoffensive für thermische Sanierung – Neuer Sanierungsscheck von bis zu 6.500 Euro pro Haushalt


 

Im Rahmen der Kommissionssitzung zur Umweltförderung des Jahres 2011 wurden diese Woche 452 Projektanträge positiv beurteilt und in Folge dem Umweltminister zur Genehmigung vorgelegt. Für Investitionen in Höhe von 249,2 Mio. Euro werden 38 Mio. Euro Förderungen vom Bund und weitere 9,2 Mio. Euro aus Mitteln der Europäischen Union bereitgestellt.

35 % der bereitgestellten Mittel werden in Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz investiert.

Förderungen für Umstellung auf LED-Systeme und energieeffiziente Antriebe in Betrieben
Durch den Einsatz von modernen LED-Systemen können erhebliche Energieeinsparungspotenziale genutzt und Betriebskosten gespart werden. Darüber hinaus haben LEDs eine vielfach höhere Lebensdauer als herkömmliche Leuchtsysteme. Zur finanziellen Unterstützung bei einer Umstellung auf LED-Systeme startet im Rahmen der betrieblichen Umweltförderung eine neue Förderungsaktion ab 01.03.2011.

Etwa 70 % des Stromverbrauchs der Industrie entfallen auf Antriebssysteme wie Elektromotoren, Pumpen und Ventilatoren. Durch Einsatz moderner, energieeffizienter Antriebe kann der Stromverbrauch um rund 20 % bis 30 % reduziert und dadurch eine Verminderung der Belastung durch Luftschadstoffe und klimarelevante Gase herbeigeführt werden. Laut Ökodesignrichtlinie (EuP) dürfen ab 2015 nur mehr Motoren der höchsten Effizienzklasse IE3 beziehungsweise IE2-Motoren mit Frequenzrichter in Verkehr gebracht werden. Mit Hilfe der neuen Förderungsaktion für energieeffiziente Antriebe soll Unternehmen bereits jetzt der vorzeitige Umstieg auf die ab 2015 vorgeschriebenen Motoren ermöglicht werden.

Förderungsansuchen können nach erfolgter Umstellung für beide Aktionen bis zum 31.12.2012 bei der Kommunalkredit Public Consulting (www.publicconsulting.at) eingereicht werden. Die Förderungen werden in Form von Pauschalbeträgen vergeben. Dies erleichtert den Unternehmen die Antragstellung und beschleunigt die Auszahlung.

Förderungen für thermische Sanierungen für gewerblich genutzte Gebäude und für den privaten Wohnbau
Im Rahmen der Kommissionssitzung wurden die Förderungsbedingungen zur Sanierungsoffensive der österreichischen Bundesregierung genehmigt. Für das Jahr 2011 werden 100 Mio. Euro für thermische Sanierungen bereitgestellt: 30 Mio. Euro für gewerblich genutzte Gebäude, 70 Mio. Euro für den privaten Wohnbau.

Die Förderungen werden als einmalige, nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt und können für Maßnahmen zur Verbesserung des thermischen Standards der Gebäudehülle beantragt werden:

Förderungsansuchen für den privaten Wohnbau können ab 01.03.2011 bei den Bausparkassen eingereicht werden. Nähere Informationen sind ab 21.02.2011 bei den Bausparkassen bzw. unter http://www.umweltfoerderung.at erhältlich. Förderungsansuchen für gewerblich genutzte Gebäude können ab 28.03.2011 ausschließlich elektronisch über die Webseite der Kommunalkredit Public Consulting eingebracht werden.

Die Sanierungsoffensive der österreichischen Bundesregierung hat sich als wichtiges und erfolgreiches Anreizinstrument für Unternehmen und Privatpersonen zur Reduktion des Energieverbrauches etabliert. Im Zeitraum 2009 bis 2010 wurden bereits für ca. 15.500 Sanierungsprojekte Förderungen aus dem Konjunkturpaket des Bundes in Höhe von 103,9 Mio. Euro genehmigt. Das umweltrelevante Investitionsvolumen dieser Maßnahmen beträgt rund 696,7 Mio. Euro. Neben den erzielten Umwelteffekten gibt es aber auch positive Auswirkungen auf die Beschäftigung. Laut einer Studie des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitutes wurden durch diese Investitionen 8.700 zusätzliche Arbeitsplätze, sogenannte Green Jobs, geschaffen bzw. gesichert. Damit wurden arbeitsmarktbezogene Ausgaben von 120 Mio. Euro eingespart und zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von knapp 366 Mio. Euro erzielt.

„Diese Förderungsaktion ist nicht nur wichtig für unsere Umwelt, sondern auch für unsere Wirtschaft und Konjunkturpolitik“, so Berlakovich.

Quelle: oekonews.at/23.03.2010

 

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