Symposium: Biogener Abfall – ein heimischer Energieträger mit Zukunft

 

Allgemeine Information

Datum: 13. – 14.05.2009
Ort: (A) Tulln, Steiermark
Adresse: , (A) Tulln

Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist zum Risikofaktor geworden. Endliche Vorräte und die unsichere Preissituation in Kombination mit dem ständig steigenden Energiebedarf sind eine Bedrohung für das weitere Funktionieren unseres Wirt – schaftssystems. Soll unser derzeitiger Le bensstandard aufrecht – erhalten werden, besteht die Not wendigkeit, innovative Ideen zu entwickeln, wie unser Energiebedarf – möglichst unabhängig von politisch instabilen Regionen – gedeckt werden kann, und sie dann auch umzusetzen.
Ein großes Potenzial steckt im Abfall. Produktionsabfälle aus Gewerbe und Industrie sowie Abfälle aus den heimischen Haus halten enthalten Energie, die viel zu oft noch ungenutzt bleibt. Energie statt Deponie – das bezieht sich bei weitem nicht nur auf die Verbrennung von Restmüll und Problemstoffen in klassischen Müllverbrennungsanlagen. Vor allem die biogenen Abfälle und Abfälle mit einem hohen Anteil an Materialien biogenen Ursprungs bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Verschiedene Ausgangsstoffe eignen sich zur Gewinnung von Biogas – landwirtschaftliche Nebenprodukte, Abfälle aus der Lebensmittelindustrie und der biogene Anteil des Hausmülls. Neben aerober und anaerober Vergärung werden auch andere Verwertungstechnologien eingesetzt. Aus Altölen und Fettabscheiderinhalten kann z. B. Biodiesel gewonnen werden und mit modernen Verfahren wie Pyrolyse oder BtL (Biomass to Liquid) werden flüssige Treibstoffe aus fester Biomasse erzeugt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Roh-, Rest- und Abfallstoffe energetisch zu verwerten. Für dieses Symposium ist es uns gelungen, zahlreiche namhafte Fachleute aus ganz Europa zu gewinnen, die einen Überblick über die aktuellsten Entwicklungen im Bereich biogenen Abfalls als Energieträger bieten werden. Das Symposium wird vom Club Niederösterreich unter der fachlichen Begleitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft durchgeführt. Die Zielgruppe sind BürgermeisterInnen, UmweltgemeinderätInnen und weitere politische EntscheidungsträgerInnen, MeinungsbildnerInnen und ExpertInnen aus der Verwaltung genauso wie Fachleute, An lagenbetreiberInnen, AkteurInnen aus der Abfallwirtschaft, der Land- und Forst wirtschaft sowie VertreterInnen von Industrie und Gewerbe. Auf diese Weise soll ein fachlicher Austausch zwischen den unterschiedlichen Ebenen sowie zwischen Wissenschaft, Forschung und Praxis initiiert werden.

 
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