Schöne, warme Welt

 

Allgemeine Information

Datum: 24. – 24.06.2010
Ort: (A) Wien, Wien
Adresse: Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, (A) Wien

Klimawandel – die globale Erwärmung, ist eine der zentralen politischen Herausforderungen unserer Zeit. Das Jahrzehnt von 2000 bis 2009 war das Wärmste, welches je gemessen wurde. WissenschaftlerInnen weisen darauf hin, dass bis zum Jahr 2100 – abhängig von zukünftigen Treibhausgasemissionen – eine Erwärmung von 1,1 bis 6,4 °C zu erwarten ist. Das hat schwerwiegende Folgen für alle Lebewesen auf diesem Planeten.

Politische Konzepte zum Klimawandel haben sich bis dato fast ausschließlich damit beschäftigt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern. In letzter Zeit wird jedoch deutlich, dass die gesetzten Maßnahmen zur Emissionsreduktion nicht ausreichen werden, um den Klimawandel zu vermeiden. Politiken für eine Anpassung (adaptation) und Abschwächung der Folgen (mitigation) werden vermehrt diskutiert.

Diese Veranstaltung möchte zwei dieser Herausforderungen – umweltbedingte Migration und Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheitspolitik – thematisieren.

Klimawandel und Migration
In ihrer Studie „Obdach gesucht“ weisen unterschiedliche WissenschaftlerInnen darauf hin, dass es derzeit nicht möglich ist, die genaue Anzahl der Menschen, die bis zur Mitte des Jahrhunderts durch den Klimawandel aus ihrer Heimat vertrieben worden sein werden, zu benennen. Das Ausmaß der Migration könnte alles bisher Dagewesene übertreffen.
Dr. Tamer Afifi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) wird sich in seinem Beitrag mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Migration und Vertreibung beschäftigen.

Klimawandel und Gesundheit
Auf ihrer Webseite ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Gesundheitssektor zu sofortigem Handeln auf, denn 880 Mio. Menschen in der europäischen Region sind veränderten Umweltbedingungen ausgesetzt. Durch rechtzeitige Identifizierung potenzieller Risiken und durch entsprechende Gegenmaßnahmen kann die Bevölkerung vor Tod und Krankheit geschützt werden. Der dabei verfolgte Ansatz muss vorausschauend und darf nicht reaktiv sein. Nur so können Risiken vorgebeugt und der Schutz der Bevölkerung in einer sich verändernden Umwelt gewährleistet werden.
Dr.in Bettina Menne, WHO Weltgesundheitsorganisation, Regionalbüro für Europa

Klimawandel und die Europäische Union
Welche Antworten hat Europa auf die Herausforderungen des Klimawandels? Welche Schwerpunkte werden gesetzt und was ist von einer zukünftigen europäischen Klimapolitik zu erwarten? Diesen und anderen Fragen wird Herr Dr. Richard Seeber, Mitglied des Europäischen Parlaments und Umweltsprecher der Fraktion der Europäischen Volkspartei für den Umweltausschuss in seinem Abschlussreferat nachgehen.

Veranstalter

Frau Mag.a Sabine Raab
Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO)
Tel.: +43/1/317 03 21
Fax: +43/1/317 03 21-85

 
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