HUSUMwind 2005

 

Allgemeine Information

Datum: 20.09.2005
Ort: (D) Husum, Steiermark
Adresse: Am Messeplatz, (D) Husum
In Husum bläst der Wind aus der richtigen Richtung
Wie eine nordeuropäische Kleinstadt vom Windkraftboom profitiert

Wenn international von Deutschland als dem Windweltmeister gesprochen und diese Einschätzung in dieser Woche wieder eindrucksvoll bei der Präsentation der neuesten Aufstellungszahlen bestätigt wird, dann liegt diesen Zahlen eine gut zwanzigjährige Entwicklung zu Grunde. Denn der Ausbau begann in Deutschland im Jahr 1982 mit der Aufstellung einer 20kW-Anlage, die heute immer noch läuft. (aktuelle Zahlen)

Doch der eigentliche Boom begann 1991 auf der Grundlage eines von allen Parteien getragenen Gesetzes, dem Stromeinspeisegesetz. Damit begann eine Erfolgsgeschichte sondergleichen, die in den vergangenen zwanzig Jahren zu rund 20.000 Arbeitsplätzen in teilweise stark benachteiligten Regionen führte.

Besonders stark profitiert von dieser Entwicklung hat insbesondere das nördlichste Bundesland Deutschlands, Schleswig-Holstein. Rund 2,7 Mio. Menschen leben hier auf knapp 16.000 km2. Knapp 25% des im Land verbrauchten Stroms werden hier aus Windkraft erzeugt. Erklärtes Ziel ist jedoch, bis 2010 diese Quote auf 50 % hochzuschrauben. Und außerdem natürlich die Zahl der Arbeitsplätze in der Windkraftbranche zu steigern. Gut 4.000 sind es bisher.

In Schleswig-Holstein liegt mit Husum an der Nordseeküste auch einer der attraktivsten Standorte Nordeuropas für die Fertigung von Windkraftanlagen. Vestas Deutschland, Repower Systems sowie NEG Micon Deutschland haben die Husumer Vorteile erkannt und genutzt. Doch die Attraktivität des Standortes könnte weiter erhöht werden, wenn die ehrgeizigen Pläne Realität werden, nämlich den Husumer Hafen für Offshore-Aufgaben auszubauen. Ein lukratives Unterfangen, denn die Zukunft der Windkraft in Deutschland liegt auf dem Meer. Nach Einschätzung von Experten wurde jetzt mit einem 240MW-Offshore-Windpark 35 Kilometer westlich der Insel Sylt der erste Windpark auf See genehmigt, der sich wirtschaftlich rechnet.
Wunsch-Offshore-Hafen der Betreiber wäre Husum, der Ausbau also ein zukunftsweisendes Gemeinschaftsprojekt mit weitreichenden, ausschließlich positiven Auswirkungen auf Husum und die gesamte nördliche Region bis hin nach Dänemark. 500 Arbeitsplatze sind in den vergangenen 15 Jahren allein hier in Husum durch den Ausbau der Windenergie entstanden. Entsprechend stieg die Zahl der Unternehmen, die unmittelbar von den Erfolgen der Windkraftanlagenhersteller profitieren. Planungsbüros, Projektgesellschaften, Versicherer und andere Zulieferer sorgten dafür, dass heute 40 % der Gewerbesteuer, die unmittelbar dem Stadtsäckel zur Verfügung steht, von Unternehmen der Windkraftbranche gezahlt werden.

So verwundert es auch nicht, dass Husum seit 1989 im zweijährigen Rhythmus mit der HUSUMWIND die weltgrößte Messe auf dem Gebiet der Windenergie in seinen Mauern beherbergt. Vor 14 Jahren startete die heutige Weltwindmesse mit gut 30 Ausstellern und 3.000 Besuchern in der Nordseehalle, einer Viehauktionsanlage, in der es durch das Dach regnete, wie sich Aussteller der ersten Stunde erinnern. 1997 zog der Windbranchentreff in eine moderne Messehalle um. In diesem Jahr, zur achten Veranstaltung, werden sich die Ausstellerzahl auf über 350 Unternehmen, Verbände oder Institutionen – und die Besucherzahl auf nahezu 30.000 mehr als verzehnfacht haben, darunter die Weltmarktführer Vestas, Gamesa. 2001 kamen Gäste aus 37 Ländern in die gut eine Stunde von Hamburg entfernte Heimatstadt Theodor Storms. 263 Aussteller und knapp 23.000 Besucher zählte vor zwei Jahren die Messeleitung und trotz Widrigkeiten in der Infrastruktur entschied sich der Ausstellerbeirat einstimmig, 2003 das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte Husum aufzuschlagen.

Zu Recht, wie nicht nur die jetzigen Buchungszahlen der Ausstellungsflächen ausweisen, sondern auch die Tatsache, dass Husum bis auf wenige Betten für die Zeit rund um die Messe ausgebucht ist. Die örtliche Tourismuszentrale sieht sich gezwungen, neue Hotelkontingente im nördlichen Teil Schleswig-Holsteins zu akquirieren. Denn mit insgesamt 15.000 Übernachtungen steht der Infrastruktur Husum eine große Belastungsprobe bevor. Doch große Parkplätze, eine Charterflugverbindung von Hamburg und Sylt nach Husum sowie regelmäßig verkehrende Züge mit jeweils angeschlossenen Shuttleverbindungen zum Messegelände werden eine reibungslose Abwicklung garantieren.
Themen der Messe und des internationalen Begleitkongresses, zu dem Referenten aus 11 Ländern erwartet werden, sind insbesondere die internationalen Offshore-Aktivitäten an Nord- und Ostsee, die Repowering-Problematik sowie die Aus- und Weiterbildung in der Windkraftbranche. Und auch in diesem Bereich trifft der Veranstaltungsort auf großen internationalen Bedarf. Denn das Husumer BildungsZentrum für Erneuerbare Energien (BZEE) ist weltweit ohne Konkurrenz.

Entsprechend ist die Nachfrage nicht nur aus Deutschland sehr groß, sondern insbesondere aus dem europäischen Ausland kommen immer wieder Angebote zur Kooperation auf dem Weiterbildungssektor. Dort wächst der Bedarf rapide. Wegen der mittlerweile neben Deutschland auch in verschiedenen anderen Ländern eingeführten Regelungen zur Einspeisevergütung steigt stetig das Interesse an der dezentralen Energiequelle Wind und damit der Bedarf an ausgebildeten Fachleuten. Hierzu zählen neben Deutschland und Dänemark, den beiden führenden Windkraftnationen, insbesondere Frankreich, Spanien und Großbritannien in Europa, im asiatischen Raum China und Indien sowie einige südamerikanische Staaten. Und soweit dies dem derzeit gültigen Anmeldestand zu entnehmen ist, werden Aussteller und Besucher aus diesen Ländern in Husum zu Gast sein. Für sie ist die achte Ausgabe der Weltwindmesse ein Muss.

Veranstalter

Am Messeplatz 16 – 18
D – 25813 Husum
Tel.: +49 4841/902-0
Fax: +49 4841/90 22 66

 
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