Steirischer „Tiefflieger“ auf Holz- und Biomasseernte

10. Oktober 2012

 

Adaptierter Mulcher u. Astfreischneider mit kombinierter STARCHL – Holzhäckslereinheit / ECOWORXX-Pelletsmaker – Vertretung in Österreich


 

In mehreren Entwicklungs- und Beratungsstufen für einen regionalen obersteirischen Kunden wurde eine kombinierte Zerkleinerungslösung für den Wege- und Flächenfreischnitt von Ast- und Strauchwerk und dessen nachgesetzter Zerkleinerung zu Holzhackgut für Biomasse-Heizwerke adaptiert und konstruktiv umgebaut. Diese Konstruktion verfügt über eine hydr. frei schwenkbare Schnitt- und Zerkleinerungseinheit. Das genaue Abstimmen der Hölzerabtrennnung, der Zuführung, der Zerkleinerung und der nachgesetzten Absaugung der erzeugten Holzschnitzel über den hydraulischen Kranarm in einem nachgezogenen Fliegl-Anhänger mit Abschiebesystem erforderte in den Testreihen das Einbringen von viel Know-how von allen Beteiligten. Als Antriebs- und Trägeraggregat wird ein Claas Xerion Power Trac VX eingesetzt, dessen Hydraulik den Antrieb der Rotoreinheit und komplette Bedienung und Steuerung speist.


In diesem Pilotprojekt führt der Kunde Lohnarbeiten für Wegenetzeigentümer im privaten und kommunalen Bereich durch. Diese Dienstleistung geht weit über das normale Mulchen von Straßenböschungen hinaus. Das dabei überschüssige Holzschnitzelmaterial, welches zu viel für eine ausreichende Bodenabdeckungsschicht zur Unkrautunterdrückung und als Erosionsschutz ist, wird so energetisch nutzbar gemacht. Im Zuge der normalen Böschungspflege wurden bisher diese Flächen mit Schlegelmühlen mit ausschwenkbaren Werkzeugen gerodet und zurück blieb meist ungleichmäßiges Material mit vielen Überlängen. Wurden die Sträucher händisch oder maschinell abgeschnitten, war wiederum ein zweiter Arbeitsschritt für die Bündelung und Zusammenfuhr des selben erforderlich und erst in einer dritten wurde das Material dann aufgearbeitet. Ziel war es nun das Häckselgut, durch die nunmehrige Adaptierung mit der STARCHL-Trommelhackereinheit, in nur einem einzigen Prozessschritt (Abschnitt-Zerkleinerung-Austragung in Hänger) exakter geschnittener, gleichmäßiger und hochwertiger zu erzeugen. Das gewonnene Material kann so als alternative günstigere Brennstoffversorgungressource für Biomasse-Heizwerke genutzt werden.


Nach der Optimierungs- und Testphase kann auch ein Einsatz auf Energieholzplantagen (u.a. Weiden, Pappeln,…) angedacht werden, um bei entsprechendem Bedarf und Nachfrage, die Auslastung zusätzlich zu erhöhen.


Auf weiteren Wunsch des visionären Kunden wird nun auch eine zweite, konstruktiv etwas andere, Kombination einer sägeblattbestückten Freischneidereinheit in Reihenanordnung, speziell für größere Arbeits- und Einsatzhöhen, auf einem Holzhäcksler mitentwickelt und angebaut. Diese spezielle Konstruktion ist ebenso am vorhandenen Hydraulikarm modular ankuppelbar. Die senkrecht stehende Einheit trennt die dickeren Baum- und Strauchäste ab, zerkleinert sie und bläst sie wiederum in den Anhänger. Gedacht ist diese Einheit zum Freischneiden und Auslichten von Wegen und auch von Stromleitungen. Durch die Entfernung dieser Äste wird dauerhaft die Qualität der Wege und die Verkehrssicherheit für die Wegebenutzer gesichert.


Zur Komplementierung des Angebotes wurde in einer übergreifenden Kooperation eine österreichische Vertretung der Firma ECOWORXX – Pelletiertechnik (http://www.ecoworxx.de). Wir sind überzeugt von dem „All-in-One“-Pelletsmaker, mit dem man dezentral Pellets (runde Presslinge) aus ganz unterschiedlicher Biomasse erzeugen kann. Das Rohmaterial dazu reicht von Holzspänen/-schnitzel, Stroh, Rindenabfällen, bis hin zu verschiedenen Gräserarten. Hier fließt unsere langjährige Erfahrung, was die Zerkleinerungstechnik, die Struktur, die Größe, die Feuchtigkeit und auch die Beschaffenheit des erzeugten Häckselgutes aus unterschiedlichsten Ausgangmaterialen betrifft, mit ein. Diese Ausgangsmaterialien können mit der Technik dieser Firma nun zu Pellets unterschiedlicher Stärke weiterverarbeitet werden. Diese Presslinge sollen im kleinen bis mittelgroßen Erzeugungsumfang eigene, regional anfallende, Roh- und Abfallstoffe energetisch nutz- und auch handelbar machen. A la longue kann dies in diesem Bereich auch zu einer gewissen wirtschaftlichen Unabhängigkeit in der Brennstoffbeschaffung von der, oft kartellartig agierenden, pelletserzeugenden Holzindustrie führen. Ein interessanter Ansatz der hilft dezentral neue Brennstoffressourcen zu erschließen und/oder Rohstoffe in kompakterer Form für Lagerung und Distribution zu bringen.


Mit einem gemeinsamen Messeauftritt auf der KLAGENFURTER HOLZMESSE 2012 und der InnoLIGNUM in Györ (HU) wurde diese Zusammenarbeit, neben der Ausstellung der eigenen Holzhäckslerbaureihen, erstmalig mit den dortigen lokalen Ländervertretungen präsentiert.

Alle Infos zu den Projekten:
Helmut Starchl jun.
Tel. 0 35 77 – 81 509, Fax – 81 405
Mail: helmut.starchl@starchl.at, http://www.starchl.at

Quelle Text und Bild: http://www.starchl.at

Starchl Haeckslereinheit auf Hydraulikarm

 

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