Steirische Unternehmen erhalten Zugang zu Umweltprojekten in China

25. Februar 2011

 

Im Namen der Umwelt.


 

Ob China, Vietnam, die USA oder Russland – steirische Unternehmen haben massive Chancen im Umwelttechnikbereich. Als weltbester Umwelt-Technik-Cluster setzt ECO WORLD STYRIA dabei auf Technologiekompetenz und internationale Kooperationen. Im Zuge des Besuchs einer chinesischen Delegation in Graz hatte ECO mit der chinesischen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft TEDA vor Kurzem einen Partnervertrag unterzeichnet. Damit erhalten Unternehmen aus der Steiermark Zugang zu den zahlreichen anstehenden Umwelt Projekten in der boomenden Industrie-Region Tianjin, in der bereits eine Vielzahl der weltweit führenden Forbes-500-Unternehmen produziert.

China hat in den letzten zehn Jahren einen massiven Aufschwung erlebt. War es früher die Automobilindustrie, so ist jetzt die Umwelttechnik Chinas die Boomtechnologie. Von der steirischen Wirtschaftsdelegation des steirischen Wirtschaftslandesrates Christian Buchmann wurde im Vorjahr der Kontakt zur Tianjin-Binhai-Region und der staatlichen TEDA geknüpft. Nun erfolgte unter der Leitung von Kurt Kliner (Hereschwerke) der chinesische Gegenbesuch in Graz, bei dem das Kooperationszertifikat der TEDA an die ECO WORLD STYRIA persönlich übergeben wurde. So soll auch das Ziel des brandaktuellen Fünf-Jahres-Plans zur Reduktion der C02-Intensität um20 Prozent (relativ zur Wirtschaftsleistung) erreicht werden.

Buchmann lobt gute Kontakte
„Ein sehr großer Vorteil für die ECO-Firmen sind die hervorragenden Referenzen und die guten Kontakte zu den chinesischen Regierungsstellen“, freut sich Landesrat Buchmann. „Im Rahmen dieser Kooperationsvereinbarung entstehen nun für die innovativen Unternehmen konkrete Geschäftschancen.“ ECO-Geschäftsführer Bernhard Puttinger sieht in der Kooperation den „Beweis für höchste Wertschätzung der steirischen Umwelttechnikkompetenz“. Derzeit sind beispielsweise in der Tianjin Binhai Area, einer der größten Industrieregionen im Norden Chinas, 1.000 Umwelt-Technik-Projekte in Planung, von denen binnen kürzester Zeit 400 Projekte konkret werden. Aufgrund der Nähe zu Peking und der starken Verschmutzung durch die enorme Anzahl von Unternehmen wurde Tianjin von der Zentralregierung als die neue „ECO-CITY“ in China definiert. Ein paar Zahlen verdeutlichen das ungeheure Wachstumspotenzial: Zwischen 1993 und 2006 hat sich die Wirtschaftsleistung von Tianjin fast verzwanzigfacht. Das Exportvolumen betrug 2006 bereits 23 Milliarden Dollar -gegenüber 200 Millionen Dollar im Jahr 1993.


Gute Geschäfte durch DelegationsreisenDelegationsreisen haben in der steirischen Wirtschaft Tradition. Die regelmäßigen internationalen Reisen mit unzähligen Kontakten zwischen den Unternehmen und potenziellen Auftraggebern haben sich für das Netzwerk als sehr wertvoll erwiesen. Mittlerweile ist auch das Green Tech Valley Steiermark zum primären Delegationsziel für Umwelttechnik in Österreich geworden. Allein in den letzten Monaten kamen rund 100 internationale Firmen in Form zahlreicher Delegationen zu Gesprächen mit ECO-Unternehmen in die Steiermark. Ende November nahm eine steirische Delegation Kurs auf St. Petersburg (Russland) mit einem Marktpotenzial von rund 823 Milliarden Euro für Umwelttechnikanbieter.

Quelle: New Business / 14.02.2011

 

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