Steiermark als RFID-Mekka: TU Graz leitet Qualifizierungs-netzwerk

9. Oktober 2014

 

Die Steiermark ist nicht nur Weltinnovationsführer bei RFID-Chips, sondern hat auch quantitativ die Nase vorn: Mehr als 50 Prozent der weltweit eingesetzten Chips zur berührungslosen Identifikation von Objekten mittels elektromagnetischer Wellen kommen aus der Steiermark. Die internationale Marktführerschaft des RFID-Hotspots Steiermark gilt es weiter abzusichern und auszubauen. Eine zentrale Maßnahme dabei: das RFID Qualifizierungsnetzwerk unter […]


 

Die Steiermark ist nicht nur Weltinnovationsführer bei RFID-Chips, sondern hat auch quantitativ die Nase vorn: Mehr als 50 Prozent der weltweit eingesetzten Chips zur berührungslosen Identifikation von Objekten mittels elektromagnetischer Wellen kommen aus der Steiermark. Die internationale Marktführerschaft des RFID-Hotspots Steiermark gilt es weiter abzusichern und auszubauen. Eine zentrale Maßnahme dabei: das RFID Qualifizierungsnetzwerk unter Führung der TU Graz, das ab Oktober mit einer breiten Palette an Kursen und Weiterbildungsforen zum zweiten Mal stattfindet.

Ob Reisepass, Warenidentifikation, Zutrittskontrolle oder Ticketing – ohne „Radio-Frequency-Identifikation“ geht in der modernen Gesellschaft gar nichts. Und in Sachen berührungslose Identifikations- und Sicherheitstechnik geht weltweit ohne die Steiermark nichts mehr: Rund 2.000 Beschäftigte arbeiten in steirischen RFID-Unternehmen, viele davon Weltmarktführer. Diesen steirischen Innovations- und Wettbewerbsvorsprung gilt es zu sichern und auszubauen. Als zielgerichtetes Weiterbildungsangebot für Schlüsselpersonal im Bereich RFID geht dieser Tage das zweite RFID-Qualifizierungsnetzwerk an den Start. Von der TU Graz geleitet und von der FFG gefördert sind diesmal insgesamt 26 Partner mit an Bord, darunter sechs wissenschaftliche Partner, 15 kleine Unternehmen, zwei mittlere Unternehmen und drei Großunternehmen.

RFID-Zukunftsschmiede
Mit namhaften RFID-Unternehmen und der dazugehörigen Forschungs- und Ausbildungsaktivität ist die Steiermark schon jetzt das Mekka für RFID. Zielgerichtete Weiterbildungsprogramme für Schlüsselpersonal im Bereich RFID stärken die Innovationskraft der Unternehmen und ermöglichen neue Wachstumschancen. Ziel des RFID-Qualifizierungsnetzwerks 2 ist es, gemeinschaftlich Marktanforderungen festzustellen und den Wertschöpfungsanteil anzuheben. Dazu wurde ein Programm mit 57 Kursen für über 200 Teilnehmer/innen konzipiert, das den Bedarf der Unternehmen aufgreift und neben technologisch relevanten Themen auf Anwendungen, Vernetzung und Kooperation ausgerichtet ist. „Orientierungsmarker für die Konzeption der Kurse ist und bleibt der konkrete und praxisorientierte Bedarf der Unternehmen, auf Basis dessen die wissenschaftlichen Partner maßgeschneiderte Programme und Weiterbildungsmaßnahmen für die rund 2.000 steirischen Mitarbeiter/innen im Bereich RFID erarbeitet haben“, erklärt Christine Stöckler-Penz, Leiterin von TU Graz Life Long Learning.

Erfolgsbilanz
Die Bilanz der letzten beiden Jahre gibt der Fortsetzung der Qualifizierungsinitiative Recht: Über 200 Teilnehmer/innen haben an den 48 angebotenen Kursen von RFID1 teilgenommen. Das Zusammenwirken der Bildungspartner TU Graz, FH CAMPUS 02, evolaris, IFZ und JOANNEUM RESEARCH mit 18 Unternehmen wurde als überaus erfolgreich bewertet. Neben der Wissensvermittlung diente das Netzwerk auch dem intensiven fachlichen Austausch, und es entstanden spannende Kooperationen, neue Projektideen und Produktentwicklungen: Etwa das mobile Doukmentenprüfgerät “Doculus Lumus”, das aus einer gemeinsamen Vision dreier Spezialisten aus dem Q-Netzwerk entwickelt wurde, mittlerweile für den weltweiten Einsatz zertifiziert ist und in Serienproduktion geht.

Steirische Schlüsseltechnologie
Unter RFID versteht man ein technisches System, das die Möglichkeit bietet, Daten zu lesen, und zwar berührungslos über Funkerkennung. Das ermöglicht das automatische Identifizieren und Lokalisieren von Objekten und erleichtert somit die Erfassung von Daten. Etwa 50 verschiedene Ingenieurdisziplinen treffen sich im Fachbereich RFID. Genauso breit ist das Anwendungsspektrum dieser Technologie. RFID ist eine Technologie mit hohen Marktwachstumsraten: Analyst/innen rechnen mit einem Anstieg der Chipanzahl in den nächsten 10 Jahren um den Faktor 1.000. Die Steiermark hat eine lange Tradition in der Entwicklung dieser Technologie: Im Bereich RFID gibt es eine deutliche Ansammlung von weltweit führenden steirischen Unternehmen. RFID ist Teil der technologischen Kernkompetenz Elektronik, Mess- und Regeltechnik der Wirtschaftsstrategie Steiermark 2020.

Nähere Informationen:
http://www.lifelonglearning.tugraz.at/ 
http://sfg.at/rfid 

Rückfragen:
Mag. Christine Stöckler-Penz
TU Graz
Life Long Learning
Tel.: +43 (316) 873 4931
E-Mail: stoeckler-penz@tugraz.at 

Pressestelle der TU Graz
Mag. (FH) Susanne Eigner

TU Graz
Büro des Rektorates/Kommunikation
Rechbauerstraße 12
8010 Graz
Tel +43 (0) 316 873 6066
Mobil +43 (0) 664 60 873 6066
Fax +43 (0) 316 873 6008
E-Mail susanne.eigner@tugraz.at

Quelle: TU Graz / Presseaussendung 09.10.2014

 

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