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Startschuss für den Österreichischen Klimaschutzpreis 2011

7. Juli 2011

 

ORF und Lebensministerium suchen innovative Ideen und Projekte für aktiven Klimaschutz


 

Wien, am 8. Juni 2011. ORF und Lebensministerium zeichnen heuer bereits zum vierten Mal innovative Ideen und Projekte für den aktiven Klimaschutz mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis aus. Umweltminister Niki Berlakovich und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz starteten am Mittwoch im Boutiquehotel Stadthalle, einem Gewinnerprojekt von 2010, den Aufruf für die Einreichungen. Einsendeschluss ist der 12. September.

Interessierte Unternehmen, Organisationen, Vereine, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen können ihre Projekte ab 8. Juni bis 12. September 2011 auf http://www.klimaschutzpreis.at/ in vier Kategorien einreichen. Eine Fachjury bewertet und nominiert die besten Einreichungen, die ab Mitte Oktober im ORF-Service Magazin „Konkret“ präsentiert werden. Das Publikum stimmt ab und ermittelt die Gewinnerinnen und Gewinner, die schließlich am 21. November mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis 2011 ausgezeichnet werden.

„Mein Ziel – die Energieautarkie Österreichs – ist weit mehr als eine Vision. Das Umdenken in der Energieversorgung in Europa zeigt mir, dass der Einsatz erneuerbarer Energien und die Förderung von green jobs die richtigen Maßnahmen auf dem Weg in eine umweltbewusste, klimafreundliche Zukunft sind. Mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis zeichnen wir jene aus, die mit ihrem aktiven Engagement einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erklärt Umweltminister Niki Berlakovich.

Für den ORF ist es Teil seines öffentlich-rechtlichen Auftrags, Informations- und Kommunikationsplattform für den Klimaschutz zu sein. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: „Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht und noch lange stehen wird. Als Rundfunk der Gesellschaft sehen wir uns verpflichtet, die österreichische Öffentlichkeit dabei zu unterstützen, dieser Herausforderung tatkräftig zu begegnen. Der Österreichische Klimaschutzpreis ist dabei ein wichtiges Instrument.“ Der ORF hat den Klimaschutz mit der Initiative „Unser Klima: Ein Planet. Ein Ziel.“ 2008 neben „bewusst gesund“ als einen zentralen Inhalt in seiner Unternehmenspolitik verankert.

Hinter dem Österreichischen Klimaschutzpreis steht klima:aktiv, die Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. klima:aktiv wurde 2004 als Teil der Österreichischen Klimastrategie gestartet und setzt seitdem wertvolle Impulse für aktiven Klima- und Umweltschutz – dies reicht von Partnerschaften mit der Wirtschaft und den Ländern bis hin zu Information und Beratung sowie Aus- und Weiterbildung. Informationen zu klima:aktiv sind auf http://www.klimaaktiv.at/ abrufbar.

Einreichen in vier Kategorien – Jede(r) kann teilnehmen

Interessierte Unternehmen, Organisationen, Vereine, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen können ihre Projekte von 8. Juni bis 12. September 2011, online unter http://www.klimaschutzpreis.at/ einreichen. Gefragt sind kreative Ideen, innovative Konzepte und visionäre Projekte, die einen effektiven Beitrag zum aktiven Klimaschutz in Österreich leisten. Wesentlich ist dabei, dass die Projekte bereits realisiert wurden oder noch im Sommer 2011 starten.

Den Einreicher/innen stehen vier Kategorien zur Wahl: Die Kategorie „Landwirtschaft & Gewerbe“ richtet sich an Landwirtschaftsbetriebe sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit konkreten Maßnahmen für den Klimaschutz in Österreich engagieren. Sowohl Projekte, die durch den Einsatz erneuerbarer Energien innovativen Charakter haben, als auch Entwicklungen, die zur effizienten Energienutzung beitragen, können unter dieser Kategorie eingereicht werden.

In der Kategorie „Industrie & Großbetriebe“ können Unternehmen, die den Klimaschutz auch in ihrer Unternehmensstrategie verankert haben, ihre Projekte einreichen – dazu zählen etwa klimafreundliche Produktionsabläufe, Dienstleistungen und Produkte sowie die Implementierung von Green Jobs.

In der Kategorie „Alltag & Ideen“ haben Privatpersonen, Initiativen und Institutionen die Möglichkeit am Österreichischen Klimaschutzpreis teilzunehmen und ihre vielfältigen, innovativen Projekte zu präsentieren. Hier zählt neben der Kreativität vor allem Umsetzbarkeit und Vorbildwirkung.

Mit der Kategorie „Öffentliche Einrichtungen & Regionen“ werden Verbände, Vereine, Schulen und Gemeinden eingeladen, sich aktiv für den Klimaschutz in Österreich zu engagieren und ihre Klimaschutz-Konzepte einzureichen. Auch Projekte, die im öffentlichen Raum, auf Straßen, Plätzen, Wiesen und Wäldern realisiert werden und wurden, können so am Österreichischen Klimaschutzpreis teilnehmen.

Die Abstimmungsphase – Jury & Publikum bewerten

Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt in einem mehrstufigen Prozess. Zunächst wählt eine Fachjury die besten vier Projekte jeder Kategorie aus. Diese Nominierten werden von Mitte Oktober bis Mitte November im ORF-Service Magazin „Konkret“ (Mo-Fr, 18.30 Uhr, ORF 2) der Öffentlichkeit präsentiert. Die Zuseherinnen und Zuseher haben nun die Möglichkeit, telefonisch oder online unter http://www.klimaschutzpreis.at/ für ihre Kategorie-Favoriten zu stimmen. Dann werden die Bewertungen der Jury mit den Publikumsstimmen zusammengeführt und daraus das Siegerprojekt jeder der vier Kategorien ermittelt.

„Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr wieder eine hochkarätige Jury für den Österreichischen Klimaschutzpreis präsentieren zu können“, sind sich Niki Berlakovich und Alexander Wrabetz einig. Die Fachjury setzt sich 2011 aus Repräsentant/innen von Lebensministerium, ORF, Wissenschaft und Wirtschaft sowie einer NGO und der Bundesländer zusammen. Unterstützt wird die Jury durch Expert/innen der Klimaschutzinitiative klima:aktiv.

Die Jury-Mitglieder für den Österreichischen Klimaschutzpreis 2011 im Überblick:

Für den ORF: Birgit Kohlmaier-Schacht, ORF Unternehmenskommunikation/Nachhaltigkeit
Für das Lebensministerium: Dr.in Martina Schuster
Für die Wissenschaft: Univ.-Prof. Dr.in Helga Kromp-Kolb, Universität für Bodenkultur, Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit
Für die Wirtschaft: Michaela Reitterer, Vorjahres-Siegerin „Boutique-Hotel Stadthalle Wien“
Für die Umweltschutzorganisationen: Mag. Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer Umweltdachverband
Für die Bundesländer: Dipl.-Ing. Boris Papousek, Geschäftsführer Grazer ENERGIEAgentur

Michaela Reitterer, Vorjahressiegerin in der Kategorie „Landwirtschaft und Gewerbe“, vertritt heuer den Bereich „Wirtschaft“ in der Jury. Michaela Reitterer: „Der Klimaschutzpreis war und ist in zweifacher Hinsicht für uns eine besondere Auszeichnung. Er ist eine tolle Motivation für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie haben gesehen, wie sehr unser Hotel auch von der Öffentlichkeit und den Österreicherinnen und Österreichern geschätzt wird und das hat sie noch mehr angespornt. Auch für mich war es schön zu sehen, dass mein Hotel, das ich aus Überzeugung so errichtet habe und auch authentisch führe, in der breiten Öffentlichkeit Zustimmung findet. Zahlreiche Gäste haben uns bestätigt, dass sie bei uns wohnen, weil sie über uns im TV erfahren haben oder weil wir den Klimaschutzpreis gewonnen haben. Hier wird Nachhaltigkeit auch angreifbar und erlebbar und das mitten in so einer tollen Stadt wie Wien. Der Klimaschutzpreis ist also eine Auszeichnung, die auch wirtschaftlich wirklich viel bringt.“

Die Preisverleihung – Spannung bis zum Schluss

Die Siegerinnen und Sieger des Österreichischen Klimaschutzpreises 2011 werden im Rahmen der Preisverleihung am 21. November 2011 vor prominenten Gästen aus Wirtschaft, Forschung, Politik, Verwaltung und Medien präsentiert und ausgezeichnet.
Umweltminister Niki Berlakovich und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz werden die offiziellen Urkunden und prestigeträchtigen Bronze-Statuetten überreichen. Mit den Auszeichnungen erhalten die Siegerinnen und Sieger zudem das Recht, das Logo des Österreichischen Klimaschutzpreises zu verwenden.

Alle Termine auf einen Blick

Start der Online-Anmeldung: 8. Juni 2011
Ende der Einreichfrist: 12. September 2011, 24.00 Uhr
Publikumsabstimmung: Mitte Oktober bis Mitte November 2011
Preisverleihung: 21. November 2011


Vorzeigeprojekte auf hohem Niveau – Preisträger und Preisträgerinnen des Österreichischen Klimaschutzpreises 2010

Landwirtschaft & Gewerbe: „Null-Energie-Hotel“

In der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe gewann das Boutique-Hotel Stadthalle von Michaela Reitterer den Österreichischen Klimaschutzpreis 2010.

Das Hotel ist ein Vorbild im Bereich „Green Tourism“. Die bestehende Gebäude des Hotels wurden thermisch vollsaniert und der angrenzende Neubau als Passivhaus gebaut. Mit Grundwasserwärmepumpen, Photovoltaikanlage und Solaranlage produziert das Hotel seinen Energiebedarf gänzlich selbst. Das Boutique-Hotel gilt als das weltweit erste Null-Energie-Bilanz-Hotel im urbanen Raum. Von den österreichischen und internationalen Gästen wird das Engagement in punkto Klimaschutz sehr geschätzt.

Industrie & Großbetriebe: „Süße Möbel“


In der Kategorie Industrie & Großbetrieb gewann Impress Decorn den Österreichischen Klimaschutzpreis 2010.

Aus fossilen Rohstoffen wird in einem sehr energieintensiven Prozess der Grundstoff Melamin hergestellt, der für Möbelbeschichtungen aller Art verwendet wird. Um Möbelbeschichtungen zukünftig umweltfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten, verfolgte die international aktive Kärntner Firma einen revolutionären Ansatz. Sie ersetzen Melamin durch ein Produkt aus dem nachwachsenden Rohstoff Zucker. Das spart monatlich soviel Melamin, wie in drei LKW-Zügen Platz hat.

Alltag & Ideen: „Schwimmendes Kraftwerk“


In der Kategorie Alltag & Ideen gewann die Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH den Österreichischen Klimaschutzpreis 2010.

Hinter dem Projekt der Mini-Flusskraftwerke steht die Idee, die Energie des Wassers ohne flussbauliche Maßnahmen zu nutzen. Die schwimmenden Kraftwerke haben den entscheidenden Vorteil, dass sie nicht wie klassische Laufkraftwerke in die Natur eingreifen und auch bei Hochwasser zuverlässig Strom liefern. Prototypen zeigen, dass allein in der Wachau bis zu 30.000 Haushalte mit Strom aus der Donau beliefert werden könnten.

Regionen & öffentlicher Raum: „Energiesparen für alle“


In der Kategorie Regionen & öffentlicher Raum gewann die AAE Intec/Die Energieregion Weiz Gleisdorf den Österreichischen Klimaschutzpreis 2010.

Die Region Weiz-Gleisdorf mit 17 Gemeinden schaffte mit einem EU-geförderten Projekt den Einzug in die Europa-League der Energieregionen. Mit vielfältigen Projekten wie Gebäudesanierungen, dem Einbau von Solar- und Photovoltaikanlagen und der Nutzung von Biomasse wie Pellets und Pflanzenöl konnte der CO2 Ausstoß der Gemeinden innerhalb von fünf Jahren um ein Viertel reduziert werden. Durch eine kostenlose Energieberatung für die Bevölkerung und Förderungen durch ansässige Unternehmen wurden die klimaaktiven Projekte in der Gemeinde umgesetzt.


Weitere Informationen:

http://klimaschutzpreis.orf.at/ bzw. http://www.klimaschutzpreis.at/

Druckfähige Pressefotos von der Pressekonferenz sind auf http://presse.orf.at/ downloadbar.


Rückfragehinweis:


Lebensministerium
Mag.a Doris Ostermann, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/71100/6823, doris.ostermann@lebensministerium.at

ORF
Birgit Kohlmaier-Schacht, Unternehmenskommunikation
Tel.: 01/87878/13944, birgit.kohlmaier-schacht@orf.at

Pressedienst
currycom communications
Mag. Stefan Deller, MA
Tel.: 01/599 50, stefan.deller@currycom.com

Quelle: Currycom communication GmbH / Presseaussendung 08.06.2011

 

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