Schrott24 recycelt Atomkraftwerksteile

3. November 2020

 

Schrott24 ist die größte europäische Online-Plattform für den Handel von Altmetallen und auf die Verwertung von Altmetallen aus der Industrieproduktion spezialisiert. Nun recycelt das Unternehmen Teile des stillgelegten Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich. Die Komponenten werden dabei in Einzelteile zerlegt, Behaftungen aus Kunststoff und anderen nicht metallischen Materialien entfernt und die Metalle sortenrein voneinander getrennt. Schließlich werden die rund 1.500 Tonnen Stahl und Kupfer in Recyclingwerken eingeschmolzen und somit wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt.


 

AKW-Teile über ein Jahrzehnt nicht wiederverwendet

Das AKW Mülheim-Kärlich wurde nach nur 30 Monaten am Netz stillgelegt, da es in einem Erdbebengebiet erbaut wurde. Der geplante Rückbau des gesamten Kraftwerks sowie der Wiedereinsatz der AKW-Teile kamen jedoch nie zustande und die AKW-Teile wurden über ein Jahrzehnt lang zwischengelagert, da augenscheinlich keine Lösung für die Wiederverwendung umgesetzt werden konnte.

„Als digitaler Schrotthändler sind wir auf die Verwertung von Altmetallen aus der Industrieproduktion spezialisiert“, erläutert Alexander Schlick, Managing Director & Mitgründer von Schrott24.

Hierbei übernimmt Schrott24 die Rolle des Vertragspartners und kümmert sich nicht nur um die komplette Abwicklung des Transportes, sondern auch um die Qualitätskontrolle und Auszahlung. Zuletzt wurden vermehrt Kraftwerks- und Demontageprojekte, wie Windkraftanlagen, Flugzeuge, Brücken uvm. betreut. Der Fokus liegt auf der Prozess- und Erlösoptimierung des Schrotts von Großprojekten. Hierfür greift Schrott24 auf sein europaweites Partner-Netzwerk zurück und findet somit für komplexe Aufträge die passende Verwertungslösung. Mithilfe der selbst entwickelten Technologie werden die Mengen der angebotenen Metalle mit der real-time Nachfrage von Werken, Recyclern und Schrotthändlern im Netzwerk gematcht.

 

Logistische Herausforderung – Zerlegung und Transport von rund 1.500 Tonnen Stahl und Kupfer

Der Generator und die anderen Teile des AKW Mühlheim-Kärlich werden in Einzelteile zerlegt, um beispielsweise an das wertvolle Kupfer des Stators zu kommen. Behaftungen aus Kunststoff und anderen nicht metallischen Materialien werden entfernt und anschließend werden die Metalle sortenrein voneinander getrennt. Schließlich werden die 1500 Tonnen Stahl und Kupfer in Recyclingwerken eingeschmolzen und somit wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt.

„Wir haben die Ressourcen unserer Erde überstrapaziert und müssen nun überall mit den klimatischen Folgen kämpfen. Altmetalle können beliebig oft und fast zu 100% recycelt werden. Unser Ziel ist es, die Altmetallbranche durch Digitalisierung effizienter zu machen und so letztlich auch mehr Metall zurück in den Wertstoffkreislauf zu holen“, erklärt Jan Pannenbäcker, Managing Director & Mitgründer von Schrott24.

 

Weitere News zu diesem Thema

Wirtschaftsressort startet Fördercall für innovative Start-ups

Start!Klar plus hilft beim Durchstarten! Start-ups vor dem ersten Investment: Professionell planen mit Maß und Geld mehr →


Nachlese: ANDRITZ ART-Center Eröffnung

Erste exklusive Einblicke ins neue ANDRITZ Recycling Technology Center – kurz ART-Center – konnte man bei der Online-Eröffnung am 12. November erhalten. Durch die im Green Tech Cluster entstandene Kooperation siedelt auch die Montanuniversität Leoben ihr Digital Waste Research Lab an diesem Forschungshotspot an. mehr →


Es regnet Awards in der steirischen Umwelttechnik

In den letzten Wochen wurden mehrere Clusterpartner-Unternehmen aus dem Green Tech Valley mit Awards für Ihre Arbeit ausgezeichnet. mehr →