Saubere Leistung des steirischen Öko-Clusters

25. Februar 2011

 

 

2010 zum „Weltbesten Green Tech Cluster“ gekürt, strebt die „Eco World Styria“, das steirische Netzwerk für Energie- und Umwelttechnik und mit 163 Mitgliedern zweitgrößter Cluster des Landes, schon nach Höherem: Bis zum Jahr 2015 will man die Steiermark weltweit als Standort Nummer eins im Bereich erneuerbare Energien und Umwelttechnik etablieren.

Nirgendwo auf der Welt soll es künftig mehr globale Umwelttechnologie-Führer im Umkreis von einer Autostunde geben als in der Steiermark.“ Was sich die Eco World Styria, der Energie- und Umwelttechnik-Cluster des Landes Steiermark, für die nächsten fünf Jahre vorgenommen hat, ist kühn, keineswegs aber unerreichbar. Das lässt die Erfolgsbilanz des vergangenen Jahres mutmaßen: 2010 kürte die in Atlanta, USA ansässige Cleantech-Gruppe das steirische Netzwerk aus 163 Unternehmen und Forschungseinrichtungen – von der Andritz AG bis zu VTU Engineering – zum „Weltbesten Green Tech Cluster“. „Unter 30 vergleichbaren Clustern auf der ganzen Welt weist die Steiermark die höchste Dichte an Cleantech-Unternehmen [dt. saubere Technologien] auf “, so Shawn Lesser, Ersteller des Rankings.

Einen weiteren Coup landete die „Eco World Styria“ 2010 mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit der chinesischen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft TEDA. Dank der Kooperation erhalten die Mitglieder des steirischen Clusters einen exklusiven Zugang zu den rund 1.000 in Planung befindlichen Umwelttechnikprojekten in der boomenden Industrieregion Tianjin, wo 120 der weltweit führenden Forbes-500-Unternehmen – die 500 größten Unternehmen der USA – ihre Waren produzieren. Eine große Chance für die steirischen Firmen, die es dem Cluster mit einer positiven Bewertung danken. „2009 haben wir die Note 1,4 bekommen, heuer haben wir 1,28 erreicht. Auf hohem Niveau konnten wir also noch ein Schäuferl drauflegen“, freut sich Eco-Geschäftsführer Bernhard Puttinger. Freude über das Erfolgsjahr 2010 herrscht auch bei Wilhelm Himmel, Leiter der FA19D Abfall- und Stoffflusswirtschaft des Landes Steiermark, das 26 Prozent der Unternehmensanteile hält: „Die Performance der Eco war toll. Wir sollten deshalb alle Energien zusammennehmen und weiter in den Cluster stecken. Im Bereich der Umwelttechnik gibt es noch viele Chancen, die wir nutzen sollen – auch in Bezug auf ,Green Jobs‘.“

Heuer richtet sich alle Aufmerksamkeit der „Eco World Styria“ darauf, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitgliedsunternehmen zu stärken und weiter auszubauen. Um das zu gewährleisten, will der Cluster den Austausch von Forschung und Unternehmen durch informelle Veranstaltungen stärken, neue Innovationsprojekte initiieren und ein Branchen-Informationspaket mit allen Trends, Geschäftschancen und Marktinformationen für Quereinsteiger anbieten. Zusätzlich soll es ein bis zwei Politik-Round-Tables mit den politischen Ansprechpartnern auf Landes- und Stadtebene geben. Hinter allen Projekten steht der Leitgedanke „E-C-O 20-20-20“. Puttinger: „Bis 2015 wollen wir die Unternehmensanzahl steirischer Technologieführer auf 20 verdoppeln, 20.000 Beschäftigte in den Umwelttechnikunternehmen wissen und 20 Präsenzen in internationalen Medien und auf Medienveranstaltungen zu erreichen.“

Quelle: Steiermark Report / 09.02.2011

 

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