Pumpenaudit – Weiterführung einer Erfolgsstory

14. Juli 2010

 

 

Aufbauend auf die 2007 EU-weite Aktion „Motor Challenge“ in der sattler energie consulting als bester Berater (Motor Challenge endorser of the year) prämiert wurde, untersuchten die Energieeffizienzexperten in den vergangenen Monaten weitere fünf Betriebe aus den Branchen Papier-, Chemische und Kunststoffindustrie sowie Wasserwirtschaft bezüglich der Effizienz ihrer Pumpensysteme.

Anhand eines von der Österreichischen Energieagentur zur Verfügung gestellten Leitfadens und mittels teilweise selbst entwickelten Checklisten und Berechnungstools wurden die vorhandenen Pumpensysteme im Detail analysiert und zwar sowohl hinsichtlich der eingesetzten Technologie (Motor und Pumpe) als auch hinsichtlich der Anwendung (Betriebspunkt, Regelung, Betriebszeit).
In weiterer Folge wurden konkrete Optimierungsmaßnahmen erarbeitet.
Im Vorfeld konnte anhand einfacher Kriterien eine Vorauswahl getroffen werden, welche Bereiche und Pumpen ein besonders hohes wirtschaftliches Einsparpotential erwarten lassen.

Die wesentlichen Erkenntnisse des Pumpenaudit sind:
1. Durch geringe Änderungen in der Betriebsweise und Regelung der Pumpen sind Einsparungen erzielbar, welche sich in nur wenigen Monaten rechnen.
2. Der Tausch alter, ineffizienter oder überdimensionierter Pumpen rechnet sich üblicherweise innerhalb von zwei bis drei Jahren.
3. Alte Systeme haben oft das Problem von verkalkten Leitungen, unnötiger Einbauten und nicht mehr korrekter Dimensionierung. Hier kann eine Generalsanierung erhebliche Einsparungen bringen.
4. Einzelmaßnahmen, wie die schon relativ oft eingesetzte Drehzahlregelung, führen zwar zu relevanten Einsparungen, allerdings kann das Optimum nur durch Maßnahmen erreicht werden, die das gesamte System berücksichtigen. Beginnend bei der Nutzung und Anwendung selbst, über das grundsätzliche hydraulische System, die Rohrleitungen und Ventile bis zur Pumpe und dem Motor inklusive Regelung. Oftmals können Systeme derartig vereinfacht werden, sodass einzelne Pumpen weggelassen werden können und das System somit einfacher und besser regelbar wird. Und in Folge natürlich wesentlich effizienter und Kosten sparender.

Als Ergebnis der Analysen kann man festhalten: von drei untersuchten Pumpen war meist

– eine recht gut
– eine mittelmäßig (und durch regeltechnische Maßnahmen optimierbar) und
– eine meist stark verbesserungswürdig und durch Pumpentausch zu optimieren.

Pumpen gehören vielfach zu den Dauerverbrauchern, die meist unbeobachtet ihren Dienst verrichten, solange sie funktionieren. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Energiekosten deutlich zu senken, mit Maßnahmen, die sich innerhalb kurzer Zeit von selbst bezahlen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.energie-consulting.at

Quelle: sattler energie consulting gmbh / 08.07.2010

 

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