Neue Erkenntnisse für Bedienerfreundlichkeit beim Nutzer

17. Oktober 2011

 

Technik soll das Leben vereinfachen. Das gelingt, wenn Nutzer in die Gestaltung eingebunden werden.


 

Stellen Sie sich vor, Sie schalten morgens Ihre Waschmaschine ein und am Display erscheint eine Nachricht, dass ein sonniger Tag bevorsteht. Das Gerät schlägt Ihnen vor, das Waschprogramm erst am Nachmittag zu starten, weil dann preisgünstige Solarenergie verfügbar ist. Sie drücken die „Smart-Taste“ und den Rest erledigt die Waschmaschine selbst, d.h. sie beginnt zu waschen, sobald saubere und günstige Energie vorhanden ist.

Grundsätzlich reagieren Konsumenten positiv und wären bereit solche Geräte zu kaufen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Komfort verbessert wird und sie von Kosteneinsparungen profitieren können. Hier setzt das Interuniversitäre Forschungszentrum (IFZ) an: „Wir erforschen, wie Nutzer in die Technikgestaltung eingebunden werden können und wie man Technologien verbessern kann, um die Bedürfnisse der Konsumenten zu erfüllen.“, erklärt Wilma Mert, Forscherin am IFZ Graz die Ambivalenz der Mensch-Technik-Beziehung. Nutzer haben etwa Bedenken, ob die Technologie sicher ist, wenn Geräte sich selbst einschalten. Solche Fragen müssen geklärt werden, bevor die Technologie auf den Markt kommt, denn davon hängt es wesentlich ab, ob das Potential intelligenter Haushaltsgeräte, umweltfreundliche Energie besser zu nutzen, ausgeschöpft werden kann.

Im Rahmen des 2. Cleantech Innovators Club zu dem der Umwelttechnikcluster ECO WORLD STYRIA, die IV Steiermark und die TU Graz in die Räumlichkeiten des Joanneum Research einluden, wurden wesentliche Aspekte der Nutzerakzeptanz diskutiert. Daneben bot sich den rund 70 TeilnehmerInnen aus renommierten Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen eine breite Plattform für den verstärkten Austausch von Neuigkeiten zu aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Energie- und Umwelttechnik. Der Leitansatz des Cleantech Innovators Club die wesentlichen Trends der Branche aufzugreifen, die Anforderungen des Marktes und der Gesellschaft zu identifizieren und durch die verstärkte Vernetzung von Unternehmern und Forschungsinstitutionen den Innovationsvorsprung zu nutzen hat sich bei dieser Veranstaltung durchgehend widergespiegelt.

Weitere Informationen
Projekt NutzerInnenakzeptanz und Downloads: www.ifz.tugraz.at/smart-a
Nachlese zum 2.Cleantech Innovators Club: http://www.eco.at/cms/421/7569/

 

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