Multifunktionale Hülle als Energiefaktor

9. Januar 2013

 

 

Fassaden. Das Forschungszentrum für integrales Bauwesen entwickelt eine intelligente Außenfassade.

Das weststeirische Stallhofen, mitten im Green Tech Valley, ist die Heimat eines der weltweit innovativsten Technologiezentren für den Einsatz der Farbstoff-Photovoltaik Zelle in Gebäuden: Die FIBAG ist das Kompetenzzentrum für die Gebäude der Zukunft, insbesondere die Integration von Effizienztechnologien wie z. B. Wärme- und Stromerzeugung in der Fassade. Die Umsetzung der Energiefassaden durch die steirische Firma SFL Technologies wurde 2010 mit dem globalen Architektur-Preis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet und wird weltweit von bedeutenden Architekten wie Zaha Hadid und Coop Himmelb(l)au eingesetzt.

Neue Funktionen Im Rahmen des Projektes „Multifunctional Plug & Play Facade“ (MPPF), das der Vorstand des Forschungszentrums, Mario Müller, leitet, wird der bisher stark vernachlässigte Forschungs- und Entwicklungsbereich im Bauwesen forciert. Fassadenelemente werden modulmäßig um die Funktionen Haustechnik (innovative Verschattungssys-teme, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Elektro- und IT-Installationen (BUS System), Beleuchtung und EMV-Verträglichkeit) erweitert. Zudem sollen möglichst nachhaltige Werkstoffe verwendet werden. „Über die Projektdauer von fünf Jahren beschäftigt das Projekt zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vollzeit, das entspricht aufgeteilt auf die 14 Partner 54 involvierten Personen,“ so Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Streicher von der Technischen Universität Graz, dem die wissenschaftliche Gesamtkoordination des Konsortiums obliegt, über die notwendige Vernetzung des vielfältigen Know-hows für das Projekt.

Synergieeffekte Für das MPPF-Projekt ist gerade dieser synergetische Effekt unabdingbar, da unterschiedlichste Technologien und Anwendungen im Rahmen des Kompetenzzentrums zusammengeführt werden sollen. Um neuesten europäischen Richtlinien zu entsprechen, müssen optimale Energieregelungswerte erzielt werden, um die Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen im Gebäudebereich zu unterstützen.Die neue Kooperation zwischen der FIBAG und Professor Michael Grätzel, dem Erfinder der „Grätzel-Zelle“ birgt zum Beispiel enormes Potenzial für günstige Solarstrom-Fassaden. Das mannigfaltige Potenzial der „Grätzel-Zelle“ steht noch in den Anfängen, wird aber in den nächsten Jahren die Forschungsprojekte der FIBAG entscheidend beeinflussen – neben den Anwendungen in den Gebäudehüllen kann auch mit Integrationstechnologien innerhalb der Gebäude gerechnet werden.

Kurier, 26.01.2012

 

 

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