MUL und Siemens – Projekt SimMoStahl

8. März 2012

 

FFG-Projekt Neue Energien 2020 „Simulationsbasierte Entwicklung von Herstellkonzepten für moderne Stähle durch eine kontinuierliche Gießwalztechnologie“ (kurz: SimMoStahl)Die Gießwalztechnologie hat sich in nur 25 Jahren mit einer installierten Kapazität von mehr als 100 Millionen Jahrestonnen von der Nischentechnologie zur führenden Technologie für die ökologisch und ökonomisch vorteilhafte Herstellung von dünnem Stahlband mit Dicken von nur 0,8 […]


 

FFG-Projekt Neue Energien 2020 „Simulationsbasierte Entwicklung von Herstellkonzepten für moderne Stähle durch eine kontinuierliche Gießwalztechnologie“ (kurz: SimMoStahl)

Die Gießwalztechnologie hat sich in nur 25 Jahren mit einer installierten Kapazität von mehr als 100 Millionen Jahrestonnen von der Nischentechnologie zur führenden Technologie für die ökologisch und ökonomisch vorteilhafte Herstellung von dünnem Stahlband mit Dicken von nur 0,8 mm entwickelt. Die Produkte werden in fast allen Bereichen der Weiterverarbeitung, der Haushaltsgeräteindustrie, Maschinenbauindustrie und Fahrzeugbauindustrie eingesetzt. Siemens-VAI Metals Technologies, der größte heimische Metallurgieanlagenbauer, hat mit Acciaieria Arvedi in Cremona in Italien einen Gießwalzprozess, den Endless Strip Production-Prozess entwickelt, der zukünftig weltweit vertrieben werden wird. „Ziel von SimMoStahl ist die massive Energie und Ressourceneinsparung durch Erforschung und Entwicklung neuer Werkstoff- und Produktionsstrategien für die Herstellung von qualitativ anspruchsvollen Hochleistungsstählen im ESP-Prozess“, erklärt Bernhard. Als wissenschaftliche Partner fundieren neben der Montanuniversität Leoben, die technische Universität Wien und die Technische Universität Bergakademie Freiberg in Deutschland. Siemens VAI Metals Technologies wird die Forschungsansätze in großindustriellen Versuchen verifizieren.

Das gesamte Projektvolumen beträgt über 700.000 Euro.

„Gegenüber der konventionellen Herstellroute können pro Tonne Stahl rund 15 GJ, also rund 70% an Energie eingespart werden. Auch die CO2-Emissionen können dadurch drastisch reduziert werden. Neben den ökologischen Vorteilen würden sich die Produktionskosten einer Tonne Stahl um bis zu 20% verringert werden“, führt Bernhard das enorme Potential des Verfahrens aus.

Weitere Informationen
Univ.Prof. Dr. Christian Bernhard
Lehrstuhl für Metallurgie
E-Mail: christian.bernhard@unileoben.ac.at
Tel.: 038427402-2220

Dr. Robert Pierer
Lehrstuhl für Metallurgie
E-Mail: robert.pierer@unileoben.ac.at
Tel.: 03842/402-2240

Quelle: Montanuniversität Leoben / News 29.02.2012
Zum Original-Newsbeitrag auf der Website der Montanuniversität Leoben gelangen Sie HIER.

 

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