Küchen- und Speiseabfälle

14. Juli 2010

 

Ob in Großküchen, Kantinen oder in der Gastronomie, Speisereste fallen überall an: Als Küchen- und Speiseabfälle bezeichnet man Reste von Lebensmitteln, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen waren und bei der Zubereitung oder nach dem Servieren übrig geblieben sind. Es handelt sich um eine Mischung von pflanzlichen und tierischen Abfällen. Diese schnell verderblichen Abfälle müssen […]


 

Ob in Großküchen, Kantinen oder in der Gastronomie, Speisereste fallen überall an: Als Küchen- und Speiseabfälle bezeichnet man Reste von Lebensmitteln, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen waren und bei der Zubereitung oder nach dem Servieren übrig geblieben sind. Es handelt sich um eine Mischung von pflanzlichen und tierischen Abfällen. Diese schnell verderblichen Abfälle müssen laut Gesetz nachweislich und ohne Verzögerung entsorgt werden.

Rechtliche Grundlagen
Küchen- und Speiseabfälle sind nicht mit Bioabfall aus Haushalten zu verwechseln! Für Küchen- und Speiseabfälle gibt es bundesgesetzliche Vorgaben zur getrennten Abfuhr von „Bioabfällen aus Haushalten“ und „Küchen- und Speiseabfällen“. Küchen- und Speiseabfälle dürfen nicht verfüttert werden und müssen vor der weiteren Verarbeitung zu Biogas hygienisiert werden. Grund dafür ist die Vermeidung von Seuchen (Maul- und Klauenseuche, BSE, Schweinepest, …).

Seit 21. Mai 2010 gibt es eine Änderung der Tiermaterialien-Verordnung, die folgendes vorsieht:

● Alle gewerblichen Betriebe in denen ehemalige Lebensmittel und Küchen- und Speiseabfälle aus der Zubereitung und dem nicht vollständigen Verzehr von Nahrungsmitteln anfallen, müssen laut Gesetz Küchen- und Speisereste getrennt sammeln und abliefern. Zum Beispiel: Restaurants, Gasthäuser, Großküchen, Krankenhäuser, Buschenschenken, Lebensmittelhandel, Schulen, Cateringeinrichtungen, …

● Die betroffenen Betriebe sind daher dazu verpflichtet:
o ihre Küchen- und Speiseabfälle an einen zugelassenen Entsorgungsbetrieb abzuliefern sowie eine schriftliche Vereinbarung über diese Abfallentsorgung vorweisen zu können.
o eine regelmäßige Abfuhr der Abfälle zu organisieren. Die wöchentliche Abholung wird vom Gesetzgeber empfohlen!
o die Behälter nach jeder Entleerung zu reinigen und in regelmäßigen Abständen (mind. 1x pro Monat) zu desinfizieren. Der Abfallbesitzer kann diese Aufgaben aber auch einem Entsorgungsunternehmen übertragen.
o diese Küchen- und Speiseabfälle getrennt von Lebensmitteln in verschließbaren, entsprechend gekennzeichneten Behältern zu lagern.

● Ausnahmen aus dieser Regelung sind Private Haushalte sowie Klein- und Kleinstbetriebe mit ausdrücklicher Genehmigung durch die Gemeinde/Stadt bzw. den zuständigen AWV.

● Die Gewerbebetriebe sind zudem gegenüber der Landesregierung verpflichtet, einen Nachweis wie z.B. eine Rechnung über die ordnungsgemäße Entsorgung ihrer Küchen- und Speiseabfälle zu erbringen.

Der Verwertungsweg
Küchen- und Speiseabfälle werden in einer Biogasanlage verwertet. Bei Saubermacher werden diese Abfälle direkt bei einer Biogasanlage angeliefert. Dort werden die Abfälle trocken-mechanisch aufbereitet, was eine Sortierung, Zerkleinerung, Siebung und Störstoffabtrennung umfasst. Anschließend erfolgt in einem Fermenter die Vergärung bzw. Faulung des Materials (ca. 120 Tage lang). Das so entstandene Biogas wird gereinigt und danach gespeichert um bei Bedarf der Strom- u. Wärmeerzeugung zugeführt zu werden. Der aus dem Biogas gewonnene Strom wird häufig in ein öffentliches Stromnetz eingespeist. Der übrig gebliebene Gärrest kann als Düngemittel auf die Felder aufgebracht werden.
Auch die gesammelten Speisefette werden von Saubermacher an einen Verwerter übergeben, der diese zur Erzeugung von Biokraftstoffen nutzt.

Für Beratung und mehr Informationen zu Küchen- und Speiseabfällen stehen Ihnen die Saubermacher Entsorgungsfachberater gerne zur Verfügung.
Österreichweit unter Tel.: 059 800 oder per E-Mail an: office@saubermacher.at
Mehr Umweltnews im Internet: www.saubermacher.at

Quelle: Saubermacher / 01.07.2010

 

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