Klimaschutz als Konjunkturmaßnahme

15. Mai 2020

 


 

Die Zahlen aus der Konjunkturerhebung der steirischen Green Tech Branche zeigen wirtschaftliches Wachstum mit Klima- und Umwelttechnologien im Jahr 2019. Über 25.000 Beschäftigte sowie ein Umsatz von über 5 Mrd. Euro in der Energie- und Umwelttechnik (ein Plus von 4,1 %) lagen im Jahr 2019 erneut auf einem Rekordhoch. Besonders erfreulich: Die Anzahl der Green Tech Forschenden ist im Jahresvergleich gar um 15 % gestiegen. Durch die COVID-19-Maßnahmen sind aktuell Umsatzeinbußen zu erwarten, mit dem europäischen „Green Deal“ und nationalen Programmen können jedoch neue Konjunktur- und Beschäftigungsimpulse erzielt werden.

 

Jährliche Konjunkturerhebung im Green Tech Cluster

Im März und April 2020 wurden steirische Unternehmen aus der Energie- und Umwelttechnik zu ihren Unternehmenszahlen per 31.12.2019 befragt. Die Ergebnisse zeigen erneut wirtschaftliches Wachstum mit Klima- und Umwelttechnologien für das Jahr 2019.

 

Nochmals Beschäftigungs-Plus in der Energie- und Umweltbranche

Bei der Anzahl der Beschäftigten in der Umwelttechnik mit über 25.000 Personen konnte der Rekordwert aus dem Vorjahr um 1,0 % leicht gesteigert werden. Mehr als die Hälfte der Personen sind im Bereich „Erneuerbare Energie“ (12.900 Personen) beschäftigt, gefolgt von den Bereichen „Abfall und Stoffstrommanagement“ (5.400 Personen) und „Nachhaltiges Bauen & Sanieren“ (4.300 Personen).

 

5 Mrd. Umsatz im Green Tech Bereich der Clusterpartner

Auch beim Umsatz in den Green Tech Geschäftsbereichen konnte mit über 5 Mrd. Euro ein Plus von 4,1 % im Vergleich zum Jahr 2018 erzielt werden. Der größte Teil dieses Umsatzes wurde dabei im Geschäftsfeld „Erneuerbare Energie“ mit 3.700 Millionen Euro erwirtschaftet, gefolgt von den Bereichen „Nachhaltiges Bauen und Sanieren“ mit 800 Millionen und „Abfall und Stoffstrommanagement“ mit 700 Millionen Euro.

 

Anzahl an Forschenden im Green Tech Bereich um 15 % gestiegen

Die steirischen Green Tech Unternehmen setzten auch im Jahr 2019 stark auf Forschung und Export. Der F&E-Aufwand befindet sich mit 5,37 % vom Gesamtumsatz auf sehr hohem Niveau, die Anzahl der Green Tech Forschenden ist 2019 gar um rund 15 % gestiegen.

 

90 % Export vor allem nach Asien und Nordamerika

Die Exportquote liegt weiterhin bei rund 90 %. Die wichtigsten Handelspartner sind nach wie vor die USA, gefolgt von Südafrika und China. Länderübergreifend ist der asiatische Markt, dicht gefolgt von Nordamerika, der größte Abnehmer für Umwelttechnologien aus dem Green Tech Valley.

 

Umsatzeinbußen durch Corona-Krise absehbar

Auch die steirische Green Tech Branche bleibt von den Auswirkungen der Corona-Krise nicht verschont. Bei einer Befragung im April gaben die meisten Unternehmen an, im Jahr 2020 klare Umsatzeinbußen zu erwarten.

 

„Green Deal“ als Chance für Green Tech Unternehmen

Neue Chancen für die Green Tech Unternehmen können sich aus dem Maßnahmenpaket des europäischen „Green Deal“ ergeben, der Investitionen in grüne Technologien und nachhaltige Lösungen forciert. Als eine der ersten Initiativen hat der European Innovation Council (EIC) ein eigenes Cut-off-Date für „Green Deal SMEs“ ausgerufen und diesen mit ca. 300 Mio. Euro an Fördergeld und einem nach oben offenen Betrag von Beteiligungskapital hinterlegt. Die SFG unterstützt einreichende steirische Unternehmen umfassend. (Mehr Informationen finden Sie auch hier https://www.greentech.at/70-prozent-foerderung-fuer-green-deal-kmu/)

 

 
 

Kontakt

Bernhard Puttinger
Green Tech Cluster
+43 316 407744
welcome@greentech.at
http://https://www.greentech.at

 
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