Joanneum Research forscht am Photovoltaikmodul für die Grazer Dachlandschaft

19. August 2014

 

 

Die Grazer Altstadt ist Weltkulturerbe und bekannt durch ihre einzigartige rote Dachlandschaft – Photovoltaik- bzw. Solaranlagen passen da nicht ins Bild. Das soll das Forschungsprojekt „PV@Graz“ des Institutes MATERIALS der Joanneum Research und der Karl-Franzens-Universität nun ändern.

Wer heute neu baut, macht dies meist unter Einbeziehung von erneuerbarer Energie – ganz weit vorne rangieren dabei die kostengünstige Photovoltaiktechnologie, die auf kristallinen Siliziumsolarzellen basiert und sich durch ihre glänzende, blau-schwarze Oberfläche auszeichnet. Genau dieser Umstand sorgt dafür, dass Photovoltaikanlangen in der Grazer Innenstadt kaum zum Einsatz kommen. Die rote Dachlandschaft der Altstadt ist nicht nur Markenzeichen der Murmetropole, sondern auch UNESCO Weltkulturerbe.

Damit die Produktion von erneuerbarer Energie in Zukunft trotzdem gewährleistet werden kann, setzt sich ein Team von Joanneum Research und Karl-Franz-Universität mit dem Projekt „PV@Graz“ auseinander. Das von MATERIALS – Institut für Oberflächentechnologien und Photonik – gemeinsam mit der Forschungsstelle Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität initiierte Projekt startete im Mai 2014 und wird vom Zukunftsfonds des Landes Steiermark gefördert. Man forscht an einer neuartigen Beschichtungstechnologie, die Photovoltaikmodulen mit kristallinen Siliziumsolarzellen perfekt in die Grazer Dachlandschaft einfügt. „Auslöser für das Projekt war die siebente Ausschreibung des Green Tech Research zum Thema ,Intelligente Gebäude‘. In dieser Ausschreibung sollten Forschungsprojekte gefördert werden die speziell die zukünftige Stadtentwicklung mit historischem Altbestand, wie zum Beispiel in Graz, vorantreiben“, erklärt Projektleiter Mag. Dr. Gerhard Peharz von MATERIALS.

Die Joanneum Research entwickelt dabei die Beschichtung, die die Module veredelt. Die Beschichtung ist dann optisch verträglich für rote Ziegeldächer, mindert die Leistung der Module aber nur geringfügig. „Wenn wir das Projektziel erreichen, stehen die Chancen gut, dass in Zukunft auf den Dächern der Grazer Altstadt erneuerbare Energie in größerem Umfang produziert wird und man kann davon ausgehen, dass ein großer Teil des Eigenenergieverbrauch der innerstädtischen Haushalte so gedeckt werden kann“, ist Peharz optimistisch. Erste Ergebnisse werden Mitte 2015 erwartet.

Quelle: Joanneum Research / 05.08.2014, den Originaltext finden Sie hier:
http://www.joanneum.at/materials/aktuelles/news/news-detail/archive/2014/august/article/joanneum-research-forscht-am-photovoltaikmodul-fuer-die-grazer-dachlandschaft.html?tx_ttnews%5bday%5d=05&cHash=451e497f5a853c8c9d4a88bafaee2dd3

PV-Projektpartner

Historische Dachlandschaft von Graz

 

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