Nachlese: Green Tech Summit 2020

17. September 2020

 

Am 16. September fand der Green Tech Summit 2020 in den Wiener Börsesälen statt, wo sich rund 50 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von Umwelt-Leitunternehmen mit Bundesministerin Gewessler trafen, um konkrete Anregungen für künftige Schritte zu geben. Wir haben für Sie die fachlichen Diskussion dokumentiert und zusammengefasst.


 

Gemeinsam einen Schritt weiter

 

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Gestern fand der Green Tech Summit 2020 in den Wiener Börsesälen statt, wo sich rund 50 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von Umwelt-Leitunternehmen mit Bundesministerin Gewessler trafen, um konkrete Anregungen für künftige Schritte zu geben. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es das Anliegen des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), die Chancen für die Wirtschaft mit starken Impulsen für österreichische, grüne Technologien aktiv zu nutzen. Das gestrige Work-Together hat uns einen Schritt zur Umsetzung des Masterplans Umwelttechnik vom BMK nähergebracht.

 

In vier Gruppen wurden zu unterschiedlichen Themen Maßnahmen und Anregungen für die Politik gesammelt, um schneller eine grüne Industrie realisieren zu können.

 

Wir haben hier für Sie zusammengefasst, welche Punkte gemeinsam erarbeitet haben:

 

1) Politische Instrumente für wachstumsfördernden Heimmarkt effektiv

Die Unternehmen wünschen sich mehr Anreize für heimische Technologien & planbare Rahmenbedingungen; ein rasches Umsetzen der Klima- und Energiestrategie auch bei Wärme und Mobilität; Konjunktur- und Maßnahmenpakete zur Forcierung heimischer Produkte; mehr Bewusstseinsbildung und Kommunikation österreichischer Technologien/Wertschöpfung und einen forcierten Ausbau der F&E-Infrastruktur.

 

2) Green Deal aktiv als Motor für österreichische Technologien nutzen

Hier wird nach stabilen, nachhaltigen und planbaren Förderungsinstrumenten verlangt. Die Unternehmen wünschen sich die aktive Nutzung der großen Chancen des Green Deals der EU. Dazu gehören etwa die Nutzung des Recovery Funds, eine frühzeitige und technologiestärkende Umsetzung von EU-Vorgaben, neue Rahmenbedingungen für die EU-Ziel-Erreichung (v.a. Recycling), Investitionssicherheit durch eine klare Roadmap zur CO2-Bepreisung in der EU, vereinfachter Zugang zu EU-Fördergeldern. Ebenso soll das österreichische Leitwissen zur Wärmewende (Sektorkoppelung & Wärmenetze) in die EU hinausgetragen werden, um den Wirtschaftsstandort zu stärken.

 

3) Förderung für Innovationen im Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft & Recycling

Die Unternehmen wünschen sich rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Sekundärrohstoffen auf EU-Ebene und eine gesamtheitliche Sicht auf Materialkreisläufe entlang der gesamten Wertschöpfungsketten (vom Design bis zum Recycling). Außerdem neue und zielgerichtete Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsförderungen zum Schwerpunkt digitalisiertes Recycling und Kreislaufwirtschaft z.B. als Innovationsprogramm oder Pilotregionen (bisher kein FFG Schwerpunkt). Diese sollten von einem innovationsfördernden regulatorischen Rahmen flankiert werden und etwa neue Modelle für die Sammlung spezifischer Abfälle ermöglichen. Weiters sollen Investitionen in neue Anlagen und internationale Demonstrationsprojekte intensiviert werden.

 

4) Förderungen für Innovationen im Schwerpunkt Klima & Energie

Die Unternehmen wünschen sich Klarheit zu den im Konjunkturpaket avisierten 300 M€ für innovative Projekte. Die Innovationsförderungen v.a. der FFG sollen in diesem Bereich weiter optimiert und ausgebaut werden. Hierfür müssen die Rahmenbedingungen gestärkt werden. Neben Vorzeigeregionen Energie sollen e-Mobilität, Biotreibstoffe, Smart Grid und Smart City ebenso wie die Wasserstoff-Forschung forciert werden. Für deren Entwicklung müssen ebenso klare Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau geschaffen werden. Am Weg zum internationalen Innovation Leader sind Forschungsinfrastruktur-Förderungen sowie Forcierung von Demonstrationsprojekten zentrale Anliegen.

 

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