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Graz bündelt europäisches Umweltwissen

6. März 2013

 

 

Für über 50 Partnerstädte aus ganz Europa ist Graz ab Ende Jänner das Zentrum für umweltfreundliche und nachhaltige Stadtentwicklung. Bei der Gründungsveranstaltung des „Green Energy Committee“, im Rahmen der europäischen Städtepartnerschaft „Club de Strasbourg“, übernimmt Graz den Vorsitz und fungiert als Impulsgeber für wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperationen im Umweltbereich.

Europas Städte wachsen sich rasant und stehen in vielen Bereichen vor ähnlichen Entwicklungen und Herausforderungen. Seit rund einem Jahrzehnt erarbeitet daher der Club de Strasbourg mit über 50 Partnerstädten in Fachgremien Konzepte und Lösungen für urbane Fragestellungen.

In den kommenden Tagen werden sich erstmals Bürgermeister und Stadtentwickler aus ganz Europa in Graz einfinden, um Erfahrungen auszutauschen, sich Know-how anzueignen und gemeinsam nach neuen Lösungen im Umweltbereich zu suchen. Graz als Zentrum des Green Tech Valley, der weltweit höchsten Konzentration von Umwelttechnik-Unternehmen und Forschungseinrichtungen bietet den Umweltexperten ausgezeichnete Vorrausetzungen, um innovative Lösungen zu entwickeln. Der steirische Umwelttechnik Cluster ECO WORLD STYRIA wird die Stadt Graz unterstützen.

Die konkreten Ziele des neuen „Green Energy Committee“ sind unter anderem von den erfolgreichen Aktivitäten der teilnehmenden Städte im Bereich erneuerbarer Energien im urbanen Raum zu lernen und auch anderswo umzusetzen. Zentrale Kooperations- und Lösungsansätze werden vor allem in den Bereichen Energieeffizienz, intelligenter öffentlicher Verkehr und Smart City Initiativen erarbeitet werden. „Diese Vernetzung im Green Energy Committee werden wir auch gezielt nutzen, um gemeinsame Forschungsprojekte anzubahnen. Mit der Entwicklung hin zu einer Smart City kann Graz weiter wachsen und den Menschen noch mehr Lebensqualität bieten“, so der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

Die Stadt Graz ist in den letzten 10 Jahren von 220.000 auf rund 270.000 Bewohner angewachsen und die derzeitigen Prognosen gehen von einem weiteren Wachstum in der nächsten Dekade von rund 40.000 neuen Stadtbewohnern aus. Um den damit verbundenen absehbaren Entwicklungen in Graz entgegenzuwirken, wird durch Einsparprojekte die Energieeffizienz in städtischen Gebäuden sukzessive erhöht und der Ausbau von alternativen Energien gefördert. Allein die Umstellung der Grazer Ampelanlagen auf LED Technologie führte zu 75% weniger Stromverbrauch und einer Kosteneinsparung von rund 340.000 Euro im Jahr. Graz beheimatet das einzige Smart City Leitprojekt Österreichs. In dieser neuen Zusammenarbeit im „Green Energy“ Bereich werden weitere Lösungsansätze und querdachte Strategien für den urbanen Raum erwartet.

Newsletter der Grazer Volkspartei, 30.1.2013

 

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