Gleisdorf – eine Mülltonne die spricht

22. Oktober 2012

 

Ein weiterer innovativer Teil der intelligenten Gleisdorfer Abfallwirtschaft!


 

Hallo – ich freue mich, wenn du den Müll richtig trennst! Servus – wirf mich in die richtige Mülltonne! He – richtig trennen spart Geld!


Diese Sätze sind bei den Müllinseln in Gleisdorf zu hören. Aber wer spricht mit den Leuten. Ein im Gebüsch versteckter Mitarbeiter der Stadtwerke Gleisdorf. Beobachten die nun auch schon meine Müllentsorgung, werden sich die Menschen denken!


Keine Sorge – es ist kein versteckter Müllspion auf Lauer! Sondern es ist die Mülltonne, die mit den Menschen spricht! Aber sie spricht nur dann, wenn jemand zur Mülltonne hin geht.


Zu diesem Pilotprojekt haben sich die Stadtwerke Gleisdorf entschlossen, weil die jährlichen Müllanalysen doch noch immer Fehlwürfe von 30 % zeigen. Zur Verbesserung der Mülltrennung sind schon seit langem bei allen öffentlichen „Müllinseln“ und Siedlungssammelstellen großflächige Informationstafeln für das richtige Trennen montiert. Leider ist der Erfolg ein mäßiger. Guter Rat war gefragt, wie eine Verbesserung erreicht werden kann und dazu hatte der Stadtwerke Geschäftsführer Walter Schiefer die Idee mit der sprechenden Mülltonne. Diese wurde von Ing. Christian Baierl, Mitarbeiter der Feistritzwerke-STEWEAG, sowohl Hard- als auch Software mäßig entwickelt. Die Stadtwerke Gleisdorf wollen aber nicht nur eine umweltbewusste Entsorgung, sondern achten selbst darauf, dass auch der für die sprechende Mülltonne notwendige Strom umweltfreundlich erzeugt wird. Und das geschieht mit einem 40 Watt Peak Photovoltaikmodul, das unabhängig von einem Stromnetz als Inselanlage funktioniert!


In der ersten Pilotphase werden auf den 9 öffentlichen Müllsammelstellen die sprechenden Mülltonnen montiert, sind diese erfolgreich, dann ist auch eine Ausweitung der Aufstellung bei den Siedlungshäusern gedacht.


Die sprechende Mülltonne ist ein weiterer Bestandteil des intelligenten Abfallwirtschaftskonzepts der Stadtwerke Gleisdorf bei dem die Müllvermeidung und das richtige Mülltrennen kostenmäßig belohnt wird, weil die Verrechnung nach dem Prinzip der Verursachung erfolgt! Wer schlecht trennt, wer viel Müll „produziert“, muss seine Mülltonne oft entleeren lassen und bezahlt wird für jede Entleerung!

 

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