Forschungsschub bei grüner Mobilität und Netzen 

BMK Ministerin Gewessler besucht Virtual Vehicle Research

Bei ihrem Besuch am VIRTUAL VEHICLE konnte sich FBM Leonore Gewessler ein umfassendes Bild von der erfolgreichen Arbeit des Forschungszentrums machen. Als Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie interessierte sie sich besonders dafür, welche Technologien für die großen Herausforderungen „Integrated Transport“ und „Green Mobility“ geliefert werden können. Es wurden innovative Projekte vorgestellt:

  • Der Use Case in Graz, wo die Komplettlösung eines integrierten öffentlichen Verkehrskonzepts mit autonomen Shuttles an der Tram Endhaltestelle realisiert wird, die Fahrgäste aufnehmen, um sie bei Bedarf zu einem Einkaufszentrum zu transportieren
  • Virtuelle Validierung und virtuelle Inbetriebnahme anhand der Beispiele von Autonomous Racing Graz (Roborace Challenge) und Absicherung eines neuen Bremssystems für die Bahn
  • Verbesserung der Sicherheit und Effizienz von Li-Ion Batterien und elektrifizierter Versuchsträger. Besonderes Augenmerk wurde auf die überragende Rolle und Bedeutung des Digital Twin für Beobachtung, Prognose und Steuerung von Automotive, Rail, Elektrifizierungs- sowie vehicle2grid Infrastruktur-Systemen gelegt.

 

„Die Mobilität der Zukunft ist nachhaltig, digital und multimodal. Wir liefern zusammen mit unseren Partnern Schlüsseltechnologien für die Industrie, damit innovative Lösungen schneller umgesetzt und in den Markt gebracht werden können. Der Erfolg nachhaltiger Mobilität wird durch Attraktivität und Zuverlässigkeit von innovativen Lösungen beschleunigt“, erklärte VIRTUAL VEHICLE Geschäftsführer Jost Bernasch im Rahmen des Besuchs. Aktuelle Zahlen untermauern das: VIRTUAL VEHICLE konnte mit seinem 300-köpfigen Team ein Projektvolumen von über 36 Mio. € aus H2020 nach Österreich holen, ein Großteil der EU-Forschungsgelder kommen aus dem Bereich „Green Mobility“, „Digital Twin“ sowie Automatisierung und Artificial Intelligence (AI).

Bundesministerin Gewessler zeigte im Rahmen ihres Besuchs großes Interesse an den gezeigten Projekten und Forschungsarbeiten: „Das VIRTUAL VEHICLE verfolgt mit seinem Forschungsthemen zu „Green Mobility“ und „Integrated Transport“ sowie als Mitglied von SDGwatch Austria und dem Forschungsnetzwerk für „Green Vehicle Technologies“ eine klare Linie für innovative Zukunftstechnologien einer integrierten und umweltfreundlichen Mobilität von morgen.“

 

Über Virtual Vehicle

Die Virtual Vehicle Research GmbH ist mit 300 Mitarbeitern Europas größtes Forschungszentrum für virtuelle Fahrzeugentwicklung. Forschungsschwerpunkt ist die enge Verknüpfung von numerischen Simulationen und Hardware-Tests in der Automobil- und Bahnindustrie. Damit wird die Gestaltung und Automatisierung von Test- und Validierungsverfahren auf definiertem Qualitätslevel erreicht. Die kontinuierliche Entwicklung und Absicherung von komplexen HW-SW Gesamtsystemen wird ermöglicht. Der Fokus auf industrienahe Forschung macht VIRTUAL VEHICLE zum Innovationskatalysator für Fahrzeugtechnologien der Zukunft.

 

TU Graz am Weg zur ersten klimaneutralen Universität Österreichs

Die TU Graz nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung in Sachen Klimaschutz wahr und hat eine ehrgeizige Roadmap für ihren Weg zur Klimaneutralität bis 2030 verabschiedet. Die Strategie wurde am 01. März 2021 im Beisein von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Forschungs-Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl vorgestellt.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler freut sich bei der heutigen Pressekonferenz über die ambitionierten Klimaschutzaktivitäten und -maßnahmen der TU Graz und betont einmal mehr die Notwendigkeit, die Klimaziele zu erreichen und die wichtige Rolle, die Österreichs Universitäten dabei zukommt: „Die Klimakrise ist die große Frage unserer Zeit und sie betrifft uns alle. Auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft brauchen wir den vollen Instrumentenkoffer. Forschungs- und Bildungsinstitutionen können dazu einen wesentlichen Beitrag leisten: Mit Klimaschutzmaßnahmen im Betrieb und mit Forschung und Technologieentwicklung gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen. Ich freue mich, dass die TU Graz hier mit gutem Beispiel vorangeht, wichtige Schritte gegen den Klimawandel setzt und so auch ihre Vorbildwirkung gegenüber den Studierenden lebt.“

„Der Green Deal und die Digitalisierung sind die zwei großen Zukunftsthemen. In beiden Bereichen ist die TU Graz bereits heute führend in Österreich. Diese Position unterstreicht sie mit dem ambitionierten Aktionsplan am Weg zur Klimaneutralität einmal mehr. Ein wesentlicher Schlüssel zur Erreichung von Klimazielen sind Forschung und Technologie. Die Steiermark leistet hier mit 14 von 18 österreichischen Umwelttechnik-Kompetenzzentren, dem Green Tech Cluster, zahlreichen innovativen Unternehmen und den Forschungsschwerpunkten unserer Hochschulen einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz“, so Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

 

Reduktionsmaßnahmen bis 2030

Die Grundlage für die Roadmap bildet eine vollumfängliche Treibhausgasbilanz (THG) der TU Graz, von der universitären Infrastruktur bis hin zum Mobilitätsverhalten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Diese THG-Emissionen möchte die TU Graz innerhalb der nächsten Dekade drastisch reduzieren. Harald Kainz, Rektor der TU Graz und treibende Kraft hinter der „Klimaneutralen TU Graz 2030“: „Als Brennpunkte von Fortschritt und Innovation kommt den Universitäten beim Klimaschutz eine ganz besondere Rolle zu. An der TU Graz haben wir einen unserer fünf Forschungsschwerpunkte voll und ganz ‚Nachhaltigen Systemen‘ gewidmet. Die besten Köpfe befassen mit zukunftsorientierter Stadtplanung, nachhaltigem Bauen, erneuerbaren Energieträgern, intelligenten Energienetzen und grüner Mobilität, und lehren unsere Studierenden Einsatz und Weiterentwicklung dieser klimaschonenden Technologien. Mit unserer Roadmap zur klimaneutralen Universität wollen wir noch einen Schritt weiter und mit gutem Beispiel vorangehen: Mithilfe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer Studierenden werden wir die CO2-Emissionen unserer Universität bis 2030 neutralisieren.“

Kontakt

Barbara Gigler
TU Graz