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Forschungskooperation fördert steirische Innovationskraft

27. Juli 2015

 

Die Clusterpartner KWB Kraft und Wärme aus Biomasse und das K1-Kompetenzzentrum BIOENERGY 2020+ starten zwei Großprojekte mit einem Gesamtförderungsvolumen von rund einer Million Euro.


 

Die Clusterpartner KWB Kraft und Wärme aus Biomasse und das K1-Kompetenzzentrum BIOENERGY 2020+ starten zwei Großprojekte mit einem Gesamtförderungsvolumen von rund einer Million Euro. Das Ziel der beiden Projekte „Smart logwood boiler“ und „MoREIntegrALBiomass“ ist klar: die Technologie bei Scheitholzkesseln zu optimieren und damit auf nationalen und internationalen Märkten erfolgreich zu sein. Entwickelt werden intelligente Systeme, die für den Endnutzer kostensparend und für die Umwelt emissionsarm sind. KWB setzt dafür auf das Wissen und die Erfahrung von BIOENERGY 2020+.

 

PROJEKTE:

Smart logwood boiler

Modellbasierte Regelung von Scheitholzkesseln mit Pufferspeichern

Das Projekt beinhaltet grundlegende Untersuchungen zur modellbasierten Regelung von Heizungssystemen basierend auf einem Scheitholzkessel, einem Pufferspeicher und ggf. einer Solaranlage. Dazu sollen sowohl eine übergeordnete Systemregelung für das Zusammenspiel von Scheitholzkessel und Pufferspeicher basierend auf Prognosen für Lastabnahme und ggf. Solareintrag sowie einer gezielten Interaktion mit dem Benutzer als auch unterlagerte modellbasierte Regelungen für die Komponenten anhand eines Versuchssystems entwickelt und experimentell verifiziert werden.

Ziel ist es nach Abschluss des Projektes die nötigen Grundlagen für eine effiziente Entwicklung und Umsetzung der modellbasierten Regelung zur emissionsarmen und
hocheffizienten Verbrennung in Scheitholzfeuerungen verfügbar zu haben.

Bedeutung für BIOENERGY 2020+:
– Langfristig: Know-How-Vorsprung auf dem Gebiet der modellbasierten Regelung von Scheitholzkesseln
– Basis für weitere Kooperationen im Zuge der Weiterentwicklung bis hin zur Markteinführung
– Synergieeffekte zu anderen Forschungsprojekten zur Lastregelung.

Bedeutung für KWB:
– Steigerung der Verkaufszahlen von Scheitholzkesseln
– Etablierung von für die Biomasse-Branche substantiell neuen Regelungsmethoden
(modellbasierte Regelungen)
— Synergieeffekte zu anderen zukünftigen Entwicklungen
— Technologischer Vorsprung gegenüber allen Mitbewerbern
— Mitwirkung an der Etablierung von neuen technologischen Standards

FTI-Initiative: Energieforschungsprogramm – 1. Ausschreibung

Gesamtkosten: ca. EUR 660.000,–

Gesamtförderung: EUR 478.556,–

Laufzeit: 3 Jahre

Antragsteller und Projektkoordinator: BIOENERGY 2020+ GmbH

Projektpartner: KWB-Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH, LAMTEC Mess- und Regeltechnik GmbH&CoKG

MoREIntegrALBiomass

Modellbasierte Regelung und Elektrofilterintegration zur schadstoffarmen Verbrennung alternativer Biomassebrennstoffe

Das Projekt beinhaltet Grundlagenuntersuchungen, die die Basis für die Entwicklung von brennstoffflexiblen, emissionsarmen und hocheffizienten Biomassefeuerungen bilden sollen. Dieses soll durch effiziente Kombination von Primär- wie auch Sekundärmaßnahmen erfolgen. Im Bereich der Primärmaßnahmen wird durch den Einsatz innovativer modellbasierter Regelungsstrategien, in Verbindung mit neuartiger Sensorik für die CO-Messung, neben einer Steigerung der Anlageneffizienz und Reduktion von Emissionen, auch durch Optimierung der Verbrennungsbedingungen die Möglichkeit zum Umsatz von alternativen Biomassebrennstoffen geschaffen. Da Primärmaßnahmen nicht ausreichen, um die zukünftig immer strengeren Emissionsgrenzwerte, insbesondere für PMEmissionen, einzuhalten, soll zusätzlich durch die Integration eines elektrostatischen Abscheiders direkt in die Feuerungsanlage, eine kostengünstige und effiziente Möglichkeit zur PM-Abscheidung untersucht werden.

Nach einer Produktumsetzung liegen die Vorteile für den Endkunden ganz klar auf der Möglichkeit ein größeres Spektrum an Biomasse-Brennstoffen (z.B. Strohpellets) einsetzen zu können und das bei deutlich gesteigerter Anlageneffizienz, woraus merkliche Einsparungen im Bereich der Brennstoffkosten entstehen. Zusätzlich wird der bei der Verbrennung von Biomasse entstehende Ausstoß an Schadstoffen, insbesondere der oft in der Öffentlichkeit diskutierte Feinstaub, signifikant reduziert.

Bedeutung für BIOENERGY 2020+:
– Weiterer Ausbau des bestehenden Know-How-Vorsprungs auf dem Gebiet der modellbasierten Regelung automatisch beschickter Biomasse-Feuerungen
– Know-How-Zuwachs zu den Grundlagen der direkten Elektrofilterintegration in Biomasse- Feuerungen
– Zunahme der F&E-Projekte mit anderen Biomasse-Feuerungsherstellern und der daraus resultierende wirtschaftliche Nutzen
– Anstieg der internationalen wissenschaftlichen Reputation

Bedeutung für KWB:
– Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Verbreiterung des Brennstoffsortiments
– Höhere Absatzzahlen bei Neuanlagen
– Umsatzzuwachs von 5 bis 10 %

FTI-Initiative: Energieforschungsprogramm – 1. Ausschreibung

Gesamtkosten: ca. EUR 850.000,–

Gesamtförderung: EUR 583.684,–

Laufzeit: 3 Jahre

Antragsteller und Projektkoordinator: KWB-Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH

Projektpartner: BIOENERGY 2020+ GmbH, LAMTEC Mess- und Regeltechnik GmbH&CoKG

Beide Projekte werden aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des
„Energieforschungsprogramms“ durchgeführt.

Das K1-Kompetenzzentrum BIOENERGY 2020+ GmbH

BIOENERGY 2020+ ist „das“ österreichische Biomassekompetenzzentrum, das sich im vergangenen Jahrzehnt erfolgreich als wissenschaftliches Rückgrat der österreichischen und europäischen Biomasseindustrie etabliert hat und seinen Beitrag zur Umsetzung der EU 2020-Ziele (20% erneuerbare Energie für Europa in 2020, 20% Steigerung der Energieeffizienz, 20% Reduktion der Treibhausgase) leistet.

Facts & Figures
–  2003: Gründung als Kompetenzzentrums Austrian Bioenergy Centre GmbH (ABC) mit Firmensitz in Graz und Außenstelle Wieselburg im Rahmen des Kplus-Förderprogramms der österreichischen Bundesregierung.
– 2008: Zusammenschluss von Austrian Bioenergy Centre und RENET zu BIOENERGY 2020+ GmbH. Start der ersten, siebenjährigen Förderperiode als K1 Zentrum (gefördert im Rahmen des COMET Programms der FFG). Weiterer Standort: Güssing, sowie Forschungsstätten in Pinkafeld und Tulln.
– 2015: Start der zweiten Förderperiode als K1 Zentrum nach erfolgreicher Einreichung im
ahmen der 3. Ausschreibung des COMET Programms.
– Firmensitz: Inffeldgasse 21b, 8010 Graz
– Geschäftsführung: DI Dr. Walter Haslinger, Ing. Mag. Dr. Roman Schmid
– Fördergeber des K1-Zentrums: Österreichische ForschungsförderungsgesmbH, Land
Niederösterreich, Land Steiermark – Steirische WirtschaftsförderungsgesmbH, Land Burgenland – Wirtschaftsservice-Burgenland AG
– Eigentümer: Verein der Wirtschaftspartner, Technische Universität Graz , Technische Universität Wien, Universität für Bodenkultur , Fachhochschulstudiengänge Burgenland
GmbH , Republik Österreich, FJ/BLT Wieselburg , Joanneum Research ForschungsgmbH
– MitarbeiterInnenanzahl: ~ 90
– Wissenschaftlicher Output in der vergangenen Förderperiode: 76 Publikationen, 38 Dissertationen (14 abgeschlossen), 54 Diplomarbeiten (39 abgeschlossen), Patente 7 (4
erteilt), Lizenzen 1 unterfertigt, 2 in Verhandlung
– Start der neuen Förderperiode: 1. April 2015
– Website: www.bioenergy2020.eu

KWB – Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH
Vom Einfamilienhaus über Wohnanlagen und Gewerbebetriebe bis hin zur kommunalen Energieversorgung für ländliche Gebiete – mittlerweile werden über 66.000 Kunden weltweit mit Wärme von KWB Biomasseheizungen versorgt. Die Produktpalette von KWB umfasst Pellet-, Hackgutund Stückholzheizungen im Leistungsbereich von 2,4 bis 300 kW. Individuelle Förder- und Lagersysteme ergänzen das Sortiment und ermöglichen die ideale Abstimmung mit der baulichen Situation beim Anlagenbetreiber.

Heute beschäftigt KWB Die Biomasseheizung 226 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort in St. Margarethen und weitere 160 Mitarbeitende in 4 Tochtergesellschaften (Deutschland, Slowenien, Italien und Frankreich). Der Exportanteil liegt bereits bei über 75 %.

 

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