Forschung für eine kühle Stadtluft

28. Mai 2014

 

RESOURCES – Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit der JOANNEUM RESEARCH hat im Zuge der FFG-Ausschreibung „Stadt der Zukunft“ den Zuschlag für das Projekt KELVIN erhalten. Dabei geht es um die Kühlung städtischer Wärmeinseln durch Verbesserung der Abstrahleigenschaften von Gebäuden und horizontalen Flächen. Die Entwicklung von Wärmeinseln durch die starke Aufwärmung tagsüber und die eingeschränkte […]


 

RESOURCES – Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit der JOANNEUM RESEARCH hat im Zuge der FFG-Ausschreibung „Stadt der Zukunft“ den Zuschlag für das Projekt KELVIN erhalten. Dabei geht es um die Kühlung städtischer Wärmeinseln durch Verbesserung der Abstrahleigenschaften von Gebäuden und horizontalen Flächen.


Die Entwicklung von Wärmeinseln durch die starke Aufwärmung tagsüber und die eingeschränkte Abkühlung nachts ist ein typisches Merkmal eines Stadtklimas. Dies wird durch verschiedene Effekte hervorgerufen, wie beispielsweise das hohe Strahlungsabsorptionspotenzial und damit einhergehend die Aufheizung verbauter Flächen und Gebäude. Ziel dieses Sondierungsprojekts ist es, am Beispiel der Stadt Wien mittels „low-cost“ Maßnahmen das Potenzial einer möglichen Abschwächung des Auftretens städtischer Wärmeinseln durch die Veränderung der Oberflächenalbedo (=Rückstrahlung) unterschiedlicher Stadtstrukturen wie Boden, Dachflächen, Dachbegrünung etc. zu untersuchen.


Darüber hinaus soll auch das damit einhergehende Energieeinsparungspotenzial durch weniger Kühlung bzw. Emissionsreduktion abgeschätzt werden. Die Projektergebnisse sollen als Basis für die strategische Planung und zukünftige Anwendung der physikalischen und technischen Maßnahmen in nachhaltigen Bauprojekten dienen. Mit der Verbesserung des städtischen Klimas kann auch der Lebens- und Wohnkomfort innerhalb einer Stadt gesteigert werden.


Koordinator und Projektleitung : DI Dr.Hannes Schwaiger





Abbildung: Unterschiede der Anzahl von Sommertagen in Wien unter Verwendung unterschiedlicher Dachflächenalbedowerte (links: albd=0.5, rechts: albd=0.7) in Vergleich zur Referenzsimulation (albd=0.2).





Abbildung: Darstellung einer Verbesserung der Rückstrahleffekte z.B. von Gebäudedächern als Maßnahme zur Reduktion der Entstehung städtischer Wärmeinseln (Urban Heat Islands – UHIs). Es zeigt die Oberfläche eines dunkleren Gebäudedaches (links), das sich im Vergleich zum helleren (rechts) um 36°C stärker erhitzt und einen dementsprechend höheren Wärmefluss an die städtische Umgebung wieder abgibt.





Abbildung: Infrarotbild einer verbauten Fläche: die kurzwellige Sonneneinstrahlung wird von helleren Flächen stärker reflektiert als von dunklen. Dabei spielen die Reflexionseigenschaft aller in städtischen Gebieten vorkommenden horizontalen und vertikalen Fläche eine entscheidende Rolle (Gebäude, Parkflächen, Straßen etc.).




Kontakt:


DI Dr. Hannes Peter SCHWAIGER, Dipl.-Umwelttechniker
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
RESOURCES – Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit
Elisabethstrasse 18
8010 Graz, Austria
Tel.: +43 316 876 1316
Mob.: +43 664 602 876 1316
Mail: hannes.schwaiger@joanneum.at



 

Weitere News zu diesem Thema

Nachlese: Labor für Innovation

Am 18. Juni 2019 fanden sich rund 50 Gäste im Labor für Innovation an der TU Graz ein, um einen Nachmittag im Zeichen des „Selbermachens“ und Entwickelns von innovativen Ideen zu verbringen. mehr →


„Unsichtbare“ Folie gegen Vogeltod

Das Grazer Start-up „Birdshades“ entwickelt eine kostengünstige Vogelschutzfolie, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. mehr →


Large Engines – Big Data: LEC Data Challenge

With our first LEC Data Challenge, we would like to encourage data-enthusiastic students and practitioners from various disciplines to develop data-based fault detection methods that are best suited for our large engine applications. mehr →