Fette Lichtausbeute im Gebäude der Zukunft

28. Oktober 2014

 

Weltpremiere der innovativen LED-Lichtlenkungsfolie von EcoCan


 

(Graz, 29. Oktober 2014) LED-Beleuchtungen gelten als Lichtquelle der Zukunft. Dank einer neuen Kunststoff-Folie kann das LED-Licht nun noch effizienter genutzt werden. LED Booster heißt die innovative Technologie, die beim 8. Cleantech Innovators Club der ECO WORLD STYRIA am 28. Oktober seine Weltpremiere feiert. Eine spezielle Kunststoff-Folie bündelt das Licht, unterstützt durch perfekt abgestimmte Reflektoren.

LED-Licht lenken und bündeln
Klingt einfach, erfordert aber ein spezielles Know-how. Der Lichtlenkungsexperte EcoCan aus Leoben hat sich darauf spezialisiert und ist im Bereich der Leuchtstoffröhren bereits internationaler Technologieführer. Im Zuge der Veranstaltungsreihe Cleantech Innovators Club ist vor zwei Jahren die Idee entstanden, diese Technologie auch auf den LED-Bereich zu erweitern. Im folgenden Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit den Kunststoffexperten der Montanuniversität Leoben und den Optikexperten von Joanneum Research Materials entstand dieses innovative Produkt.

„Wir verwenden optische Folien aus hochtransparentem Kunststoff mit einer äußerst präzisen Struktur auf der einen und einer glatt reflektierenden Oberfläche auf der anderen Seite. Dazu haben wir spezielle Hochleistungsreflektoren aus Aluminium entwickelt. Diese Zutaten ermöglichen uns eine perfekte Lichtausbeute und Lichtlenkung nun auch für LED-Beleuchtungen“, erklärt Werner Färber, Geschäftsführer von EcoCan bei der Produktveröffentlichung.

Licht der Zukunft
In Fabrikshallen und Büros konnte mithilfe der Lichtlenkungsfolie bereits bis zu 70 % des Energieaufwands von Leuchtstoffröhren gespart werden. Die Zukunft der Beleuchtung geht jedoch ganz klar in Richtung LED. „Bis 2020 wird der weltweite Markt bereits zum überwiegenden Teil mit der Lumineszenz-Dioden-Technologie leuchten“, sagt Paul Hartmann, Leiter des Instituts „Materials“ bei Joanneum Research. Das hat einfach klare Vorteile. Sie sind eineinhalb bis zweimal so energieeffizient wie Leuchtstoffröhren, leuchten doppelt so lange und lassen sich vor allem auch in der Farbeinstellung besser regeln. „Lichtfarbe hat eine ungemein wichtige Wirkung auf den Menschen. So steigert bläuliches Licht die Aktivität, während rötliches Licht am Abend beruhigt. Das lässt sich mit LED sehr gut steuern“, so Hartmann über die Vorteile.

LED ist die Beleuchtungsquelle für das Gebäude der Zukunft. Aber auch intelligente Energiesteuerungen können das Licht weiter optimieren. Mit Sensoren wird die Lichtqualität an den Bedarf automatisch angepasst, am gewünschten Ort gezielt verteilt und zeitlich gesteuert. Ob nun mit High- oder Low-Tech-Maßnahmen, in der Beleuchtungstechnik gibt es noch großes Potential für Energieeffizienz. „Die Nachfrage nach solchen Produkten wird in den nächsten Jahren weiter steigen“, prognostiziert Paul Hartmann.

Der Cleantech Innovators Club
Der Cleantech Innovators Club von ECO WORLD STYRIA, TU Graz und Industriellenvereinigung Steiermark initiiert neue Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zur Weiterentwicklung grüner Spitzentechnologien. Neue Forschungsprojekte, zahlreiche Innovationen und junge Talente sorgen für das inspirierende Ambiente dieser Erfolgsreihe in der 8. Auflage diesmal an der Karl-Franzens-Universität. 100 Teilnehmende diskutierten zu weiteren Themen wie Zero Waste, Green Steel, Smarte Lebenswelten und Simulation für effiziente Prozesse.

Green Tech Valley – weltweit 1. Adresse für innovative Umwelttechnologien
Die Steiermark gilt in Fachkreisen immer mehr als das Green Tech Valley, als Zentrum für grüne Innovationen mit mehr als 20 globalen Technologieführern auf engstem Raum. 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten im Umwelttechnik Cluster ECO WORLD STYRIA an den führenden Biomasse-, Gebäude- und Recycling-Innovationen von morgen. Und sie sind seit Cluster-Bestehen mit durchschnittlich 15 % pro Jahr wesentlich schneller gewachsen als die Weltmärkte mit etwa 9 % pro Jahr. Die Firmen erzielten 2013 einen Umsatz von 3,55 Mrd. € rein mit Umwelttechnik bei einer Exportquote von über 90 %.

Bildtext:
Ing. Bernhard Puttinger, Ing. (ECO WORLD STYRIA), Werner Färber von (EcoCan) und DI Dr. Paul Hartmann (Joanneum Research) mit der innovativen LED-Lichtlenkungsfolie (Fotocredit: ECO WORLD STYRIA)

Download Pressefoto hier.

Rückfragehinweis: ECO WORLD STYRIA, Mag. Isabella Wuthe, MAS, T +43 676 75 08 780, wuthe@eco.at

 

Weitere News zu diesem Thema

Webinare und Online-Seminare fürs Homeoffice

Das Homeoffice oder die Bildungskarenzzeit kann von vielen UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen genutzt werden, um Webinare und Online-Seminare zu besuchen. mehr →


Schutzschild-DIY-Kit für Afrika

Aufgrund des Engpasses an Sicherheitsausrüstung setzt das innovative Startup plasticpreneur auf die Herstellung von Gesichtsschutzmasken aus recyceltem Kunststoff. mehr →


Re-Use für Schutzmasken

Christof Industries hat ein Gerät zur Aufbereitung von medizinischem Abfall so modifiziert, dass die dringend benötigten Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3 für die Wiederverwendung desinfiziert werden können. mehr →