Erlebniswelt Wirtschaft

31. Oktober 2012

 

Im Bezirk Weiz darf immer noch Vollbeschäftigung vermerkt werden. Das hat allerhand Quellen. Aber eine sehr exponierte ist die Industrie.Das hat vor allem im Raum zwischen Weiz und Gleisdorf für eine feine Konjunktur gesorgt.Doch das Projekt „Erlebniswelt Wirtschaft“ verbindet ganz unterschiedliche Branchen quer durch die Steiermark und gibt interessierten Menschen die Gelegenheit, aufschlußreiche Blicke hinter […]


 

Im Bezirk Weiz darf immer noch Vollbeschäftigung vermerkt werden. Das hat allerhand Quellen. Aber eine sehr exponierte ist die Industrie.

Das hat vor allem im Raum zwischen Weiz und Gleisdorf für eine feine Konjunktur gesorgt.

Doch das Projekt „Erlebniswelt Wirtschaft“ verbindet ganz unterschiedliche Branchen quer durch die Steiermark und gibt interessierten Menschen die Gelegenheit, aufschlußreiche Blicke hinter die Kulissen dieser Firmen zu werfen.

Was man früher sporadisch erleben konnte, wo es allenfalls einen „Tag der offenen Tür“ gab, kann man jetzt eine neue Art von Zugang kennenlernen. Dazu fand nun eine exemplarische Führung durch Gleisdorfs Binder +Co statt, zu der sich auch Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und Bezirkshauptmann Rüdiger Taus einfanden.

An mehreren Stationen im Betrieb wurde durch Kommentare einer Führerin und durch Multimedia-Angebote genau erläutert, was hier geschieht und wie es nach außen getragen wird. Es ging um die nachvollziehbare Darstellung der internen Vorgänge und welche Rolle die Produkte draußen in der Welt spielen. Etwa Industrie-Siebe oder verschiedene High Tech-Komponenten einer Mülltrennungsanlage.

Landesrat Buchmann betonte: „Jeder zweite Arbeitsplatz in der Steiermark hängt direkt oder indirekt mit dem geschäftlichen Erfolg im Ausland zusammen.“ Das macht deutlich, welche Rolle derartige Betriebe bei uns wirtschaftlich spielen, wenn sie etwa, wie Hausherr Karl Grabner erläuterte, ihre Erzeugnisse zu rund 80 Prozent exportieren.

Das mag auch deutlich machen, daß wir die überschaubaren und geschützten Räume einer rein „nationalen Wirtschaft“ schon lange verlassen haben. Wir sind längst Teil viel größerer Kräftespiele.

Die kontrastreichen „Erlebniswelt Wirtschaft“-Touren sollen übrigens auch unseren Jugendlichen Anregungen für ihre Berufswahl bieten. Erstens zeigt sich, welche Branchenvielfalt in der Steiermark verfügbar und präsent ist, zweitens bekommt man konkrete Eindrücke, welche Jobs es da gibt. Lebensmittel, Logistik, High Tech, Holz und Baustoffe, die Bandbreite ist weitreichend.

Über dieses und ähnliche Vorhaben soll übrigens auch die Kreativwirtschaft mit der klassischen Wirtschaft verbunden werden, um die Talente der einheimischen Menschen international stärker zur Wirkung bringen zu können.

Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark darf sich außerdem darüber freuen, daß Binder +Co nun rund acht Millionen Euro investieren wird, um am Rande der Stadt ein Logistikzentrum für den gesamten Konzern zu bauen. Binder +Co hat hier zwar seinen Stammsitz, ist aber über andere Teilbereiche weltweit tätig. Karl Grabner: „Demnächst gibt es auch Binder +Co China“.

Bürgermeister Stark erinnert daran: „Wir beziehen rund ein Viertel unserer Kommunalsteuern von der Industrie.“ Sieht man sich die Kleinregion genauer an und fragt nach Branchenschwerpunkten, erstaunt es durchaus, daß diese Stadt nicht bloß „bürgerliche“ Einkaufsstadt ist, sondern auch Agrarstandort und Industriezentrum.

Quelle: Woche Gleisdorf, 17.10.2012

Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (links) ließ sich das Haus zeigen und überbracht Vorstand Karl Grabner die Ernennung zum „Green Tech Valley Botschafter“.

 

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