eologix gewinnt Energy Globe Award

29. Juli 2019

 

Das vorrangige Ziel des Energy Globe Awards ist es, Projekte für die Lösung von Umweltproblemen auszuzeichnen. Das intelligente System aus drahtlosen Sensoren misst Eis, das sich im Winter auf den Rotorblättern bildet. Eis kann bereits ab einer Dicke von wenigen Zehntel Millimetern erkannt werden. Die Stillstandszeit kann dadurch um bis zu 90% reduziert und somit mehr grüner, CO2-neutraler Strom ins Netz eingespeist werden.


 

Ausgezeichnete Intelligente Sensoren für Eisdetektion und mehr an Windkraftanlagen

 

Nach dem Landessieg beim Energy Globe STYRIA Award 2019 in der Rubrik Anwendung, wurde die eologix sensor technology GmbH für den Energy Globe AUSTRIA Award 2019 nominiert. Am 5. Juni, dem internationalen Weltumwelttag, wurden die Energy Globes AUSTRIA vergeben. In der Kategorie ‚Feuer‘ wurde das steirische Unternehmen mit ihrem Projekt ‚Intelligente Sensoren für Eisdetektion und mehr an Windkraftanlagen‘ ausgezeichnet. 

Vor 20 Jahren fand zum ersten Mal in Linz der Energy Globe, World Award für Nachhaltigkeit statt. Was damals im Kleinen startete, ist heute mit nunmehr 187 teilnehmenden Ländern und insgesamt mehr als 25 000 eingereichten nachhaltigen Best-Practice-Projekten der weltweit bedeutendste Umweltpreis. Dies hat die amerikanische Agentur Arthur D. Little erhoben.
Ziel von Initiator Wolfgang Neumann, der zuvor auch schon die Energiesparmesse aufgebaut hatte, war und ist es, Umweltprojekte auszuzeichnen, die helfen, unsere Umweltprobleme zu lösen.
Und in diesem Sinne ist Neumann überzeugt, dass es bereits global für alle Umweltprobleme gute nachhaltige Lösungen gibt. Es heißt heute nur diese Projekte bekannt zu machen und viele Menschen und Unternehmen zum aktiven Mitmachen zu motivieren.
So ist Energy Globe nicht gegen Etwas sondern für das Miteinander Aller.

 

Das Projekt

Etwa 25% der Windkraftanlagen weltweit werden in Gebieten errichtet, wo es im Winter Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt hat und es durch Wolken, Nebel oder Niederschläge zu Eisbildung an den Rotorblättern kommt. Eis auf den Rotorblättern hat mehrere Auswirkungen: Zunächst kommt es zu einer Veränderung der Oberflächeneigenschaften des Rotorblatts durch das anhaftende Eis, wodurch es zu stark verringerter Leistung der Anlage kommt. Dadurch geht bei Windkraftanlagen Energie verloren. Bei dickeren Eisschichten kann es zur Unwucht der Anlage bzw. zur Gefährdung der Umgebung durch herabfallende Eisstücke kommen. In diesem Fall muss die Anlage abgestellt werden und das Eis taut entweder durch steigende Umgebungstemperaturen wieder ab oder bei einigen Anlagen vorhandene Einrichtungen zur Abtauung der Rotorblätter werden aktiviert. Das muss aber zum richtigen Zeitpunkt und für die richtige Dauer gemacht werden, um nicht erfolglos Energie zu verbrauchen. Herkömmliche Systeme schalten oft zu früh ab und verursachen lange Stillstandszeiten. Das Unternehmen eologix sensor technology gmbh hat einen Eis- und Temperatursensor für Windkraftanlagen entwickelt. Das System aus drahtlosen Sensoren misst Eis, das sich im Winter auf den Rotorblättern bildet. Dabei wird auf Kabelverbindungen aller Art verzichtet: Energie wird aus Umgebungslicht (solar) gewonnen, zwischengespeichert, Messdaten von einer intelligenten Elektronik erfasst und diese per Funk in das Maschinenhaus übertragen. Der Sensor selbst ist dünn und mechanisch flexibel. Eis kann bereits ab einer Dicke von wenigen Zehntel Millimetern erkannt werden. Durch die intelligenten Sensoren kann die Stillstandszeit um bis zu 90% reduziert und somit mehr grüner, CO2-neutraler Strom ins Netz eingespeist werden. Für jede z.B. in Deutschland eingespeiste Megawattstunde Windstrom entfallen Emissionen von mindestens 500 kg CO2.

 

Die Gewinner weiterer Kategorien

Sieger in der Kategorie Erde wurde das Projekt „Quartierssanierung Strubergasse “ der Stadt Salzburg. Bei der Sanierung der Strubergassensiedlung wurden die alten Gebäude mit hunderten Wohnungen energetisch verbessert, wodurch nun 60% an Energie eingespart wird. Ergänzt wurde die Siedlung mit Neubauten nach bestem Stand der Umwelttechnik.

In der Kategorie Feuer gab es heuer 2 Sieger:
Das Projekt „Heizen mit Eis – Pro Earth bei Pro-Ject“ aus Niederösterreich. Der 4.200 m2 große Firmensitz der Audio Tuning Vertriebs GmbH kann dank einer neuen Wärmepumpentechnik und einem intelligenten Heizungssystem das ganze Jahr über ohne zusätzlichen Energieaufwand geheizt und gekühlt werden.

Das Projekt „Intelligente Sensoren für Eisdetektion und mehr an Windkraftanlagen“ aus der Steiermark erkennt mittels Temperatursensoren Eisschichten an Windkraftanlagen frühzeitig. Die Stillstandszeit kann dadurch um bis zu 90% reduziert und somit mehr grüner, CO2-neutraler Strom erzeugt werden.

Sieger im Bereich Luft wurde ein Projekt aus Kärnten namens „Leuchtturmprojekt „Betriebliche Mobilität Mahle““. Ein umfassendes Mobilitätskonzept motiviert die rund 3000 Mitarbeiter der Firmen Mahle Filterwerke und Bosch-Mahle zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr. Auch E- Busse als Zubringer zur Bahn sind integriert.

Sieger in der Kategorie Wasser wurde ein Projekt aus Wien namens „vertECO – vertikales Ökosystem zur Grauwasserreinigung“. Bei diesem Projekt können mit einem Energieeinsatz von 1 kWh etwa 250 Liter Grauwasser gereinigt werden, welches danach wieder genutzt werden kann. Ideal für mediterrane Länder, die besonders im Sommer an Wasserknappheit leiden.

Sieger in der Kategorie Jugend wurde ein Projekt aus Oberösterreich namens „HumanEnergy“. Die Batterien von Mikroimplantaten wie Herzschrittmachern müssen regelmäßig operativ ausgetauscht werden. Eine von Schülern entwickelte Glukosebrennstoffzelle wandelt hier körpereigenen Zucker in elektrische Energie um, wodurch der Eingriff überflüssig wird.

In der Sonderkategorie „Sustainable Plastics“ gewann ein Projekt aus Vorarlberg mit dem Namen „Null – Müll – Konzept für Wasch- und Reinigungsmittel“. Die Uni Sapon GmbH erzeugt ökologische Wasch- und Reinigungsmittel, die als Konzentrat vertrieben werden. Die aus Recyclingmaterial hergestellten Flaschen können an Nachfüllstationen wieder befüllt werden, wodurch pro Jahr rund 1 Mio. Plastikflaschen eingespart werden.

(c) eologix sensor technology gmbh

(c) eologix sensor technology gmbh

 

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