energytalk: erneuerbare Wege in eine stabile Zukunft

1. Februar 2011

 

 

Erneuerbare Energieformen, Ressourcenschonung und Energieoptimierung leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Vermeidung des Klimawandels und zur Anpassung an die globale Erwärmung. Diesen Themen widmete sich der erste energytalk im neuen Jahr, veranstaltet von ODÖRFER Haustechnik GmbH und dem Technischen Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH im Rahmen der Häuslbauermesse in Graz.

Graz, Jänner 2011. Ganz im Sinne des Themas „Klimawandel und die wirtschaftlichen Potentiale des Klimaschutzes“ ist für Univ.-Prof. Dr. Karl Steininger, Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz, Klimawandel eine Chance zur Veränderung: „Krisen sind schließlich da, um daraus zu lernen. So sehe ich vor allem innovatives Bauen als Krisentherapie und Green Jobs als wichtige Impulse für die Wirtschaft.“

Um dem Klimawandel entgegen zu steuern, entwickelte die EU Klimaschutzziele bis 2020, die eine Verminderung der Treibhausgase und eine Steigerung der erneuerbaren Energie um jeweils 20% vorsehen. Für Mag. Christoph Wolfsegger, MSc, Klima- und Energiefonds, sollte „der wahre Treiber für mehr erneuerbare Energien jedoch der Klimawandel und die knappen Ressourcen“ sein. Doch wie viele Emissionen dürfen wir uns erlauben? „Bis 2050 müsste Österreich 80% an Emissionen einsparen um das EU-Ziel der Erderwärmung um weniger als 2 Grad bis 2050 zu erreichen.“ Aus diesem Grund fördert der Klima- und Energiefonds seit 3 Jahren Projekte in den Bereichen gebäudeintegrierter Photovoltaik, große Solaranlagen, Klima- und Energiemodellregionen sowie E-Mobilität, die gleichzeitig auch als Multiplikatoren dienen.

Als Motivation dient auch das klima:aktiv Programm des Lebensministeriums. Im Vortrag „Erneuerbare Wärme für Klimaschutz und neue Jobs“ zeigte Ewald Selvicka, AEE INTEC – Institut für Nachhaltige Technologien, Chancen für einen vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien auf: „Steigende Energiepreise und eine hohe Sanierungsrate sind das Potential für erneuerbare Wärme und eine nachhaltige Wirtschaft.“ Wichtig in diesem Zusammenhang ist eine ebenso gute Wärmedämmung, denn „Heizen ist das permanente Kompensieren von Baumängeln“, bringt es Selvicka auf den Punkt.

Wie sich all diese Strategien auch umsetzen lassen zeigten zwei Fallbeispiele. Ing. Josef Schröttner, Stadtwerke Gleisdorf, erklärte die Umsetzung des „Biomasse Mikronetz Gleisdorf“, mit dem Ziel bereits in vier Jahren den Anteil erneuerbarer Energie in Gleisdorf von 7% auf 25% zu erhöhen. Anhand „best practice – RAIBA Murau“ präsentierte Ing. Robert Pichler, Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH, die Planung und Umsetzung der ersten Passivhaus-Bank.

„Möglichkeiten zum Klimaschutz sind gegeben. Unsere Aufgabe ist es im Rahmen des energytalks die Themen Klimawandel und Klimaschutz weiterhin bewusst zu machen und erneuerbare Wege in eine nachhaltige Zukunft aufzuzeigen“, sind sich die Veranstalter Mag. Schneider-Assion, geschäftsführende Gesellschafterin ODÖRFER Haustechnik GmbH und Ing. Robert Pichler, geschäftsführender Gesellschafter Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH, einig.

Quelle: ODÖRFER

Mag. Christoph Wolfsegger, MSc, Klima- und Energiefonds

Moderatorin Angelika Ertl im Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Karl Steininger, Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz

energytalker Bernhard Hammer, TBH, Robert Pichler, TBH, Karl Steininger, Wegener Zentrum, Susanne Schneider-Assion, ODÖRFER, Josef Schröttner, Stadtwerke Gleisdorf, Ewald Selvicka, AEE INTEC, Gerhard Lernpeis, ODÖRFER

 

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