Einzigartiges „Tonne zu Tonne“-System

15. Juli 2019

 

Der steirische Entsorgungsspezialist Saubermacher setzt in Zukunft auf Abfallsammelbehälter, die beinahe zu 100 % aus alten Abfalltonnen bestehen. Dieses "Tonne zu Tonne"-Kreislaufsystem ist in Österreich einzigartig und die Qualität der recycelten Tonnen ist erstmals mit Neuware vergleichbar. Die erste Testphase mit 800 der neuartigen Behälter ist bereits in Umsetzung. Das Einsparungspotenzial ist enorm: Jährlich werden rund 20.000 alte und kaputte Abfallsammelbehälter ausgetauscht.


 

Echte Kreislaufwirtschaft: Saubermacher testet Wertstoffbehälter aus 100% Recyclingmaterial

 

Die Saubermacher Ökobins werden nahezu vollständig aus dem Rezyklat alter Abfallsammelbehälter erzeugt, d.h. aus alten Saubermacher Tonnen werden neue erzeugt. Das Kärntner Unternehmen Europlast hat das Fertigungsverfahren selbst entwickelt und die Behälter in Dellach/Kärnten nach höchsten Umweltstandards produziert. Ab sofort testet Saubermacher in der Marktgemeinde Gnas die Ökobins bzgl. Formstabilität und Co. Das Kreislaufsystem „Tonne zu Tonne“ ist in Österreich einzigartig.

 

Zero Waste
Mülltonnen bzw. Wertstoffsammelbehälter sind ein wesentlicher Bestandteil für einen nachhaltigen Entsorgungsprozess. Doch nach durchschnittlich zehn Jahren müssen auch sie entsorgt werden. Bis dato lieferte Saubermacher die ausgedienten Kunststoffbehälter an ein österreichisches Verwertungsunternehmen, das sie zu Mahlgütern verarbeitete. Gemeinsam mit Europlast startete Saubermacher nun ein in Österreich einmaliges Projekt, bei dem aus alten Saubermacher Tonnen wieder neue Saubermacher Behälter für Restmüll hergestellt werden. „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ist mir immer ein großes Anliegen. Das Projekt ist ein praktisches Beispiel dafür, wie aus alten Mülltonnen neue werden, anschaulich und nachvollziehbar“, freut sich Hans Roth, Saubermacher Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Wir wissen von einem ähnlichen Projekt in den Niederlanden. Nun werden die Tonnen in Österreich von einem österreichischen Unternehmen klimaneutral produziert. Das ist ein toller Schritt in unserer Zusammenarbeit mit Europlast“, so Roth weiter.

„Dass ein Entsorger auf das gleichwertige Materialrecycling der eigenen Wertstoffsammelbehälter ohne CO2-Fußabdruck setzt, ist ein innovatives Modell für nachhaltige Kreislaufwirtschaft,“ ergänzt Ralf Mittermayr, Sprecher des Vorstandes bei Saubermacher.

 

Aus alt wird neu
Das Recycling von Kunststoffen bzw. der Einsatz von Rezyklaten in der Produktherstellung ist besonders komplex. Das gilt auch für die Ökobins. Vor allem die Materialreinheit stellt eine große Herausforderung dar. Mit der sortenreinen Sammlung der Müllbehälter setzte Saubermacher einen ersten wichtigen Schritt. Dank eines ausgeklügelten Recyclingverfahrens und spezieller Fertigungsmaschinen für die Verwendung von nahezu 100% Rezyklaten, erzeugte Europlast in seinem Werk in Dellach im Drautal rund 1500 Stück Restmülltonnen für Saubermacher. Dabei nutzten die Kärntner ausschließlich Ökostrom. Das ist einzigartig in der kunststoffverarbeitenden Industrie. „Die Firma Saubermacher hat eine ähnlich ökologische Firmenphilosophie wie Europlast. Und so lag es auf der Hand, dass wir zusammenarbeiten“, informierte Arthur Primus, Geschäftsführer bei Europlast. „Und das ist uns auch sehr gut gelungen“, so Primus weiter. Die Produktion von Wertstoffsammelbehälter aus nahezu 100% Recyclingmaterial ist technologisch schon länger möglich. Europlast ist jedoch das erste Unternehmen das es schafft, die Produkte in annähernd gleicher Qualität wie Neuware herzustellen und das völlig emissionsfrei, d.h. ohne CO2-Fußabdruck.

 

Qualität besteht
In den nächsten zwölf Monaten testet Saubermacher die Formstabilität und Witterungsbeständigkeit der Behälter in der Marktgemeinde Gnas. Der Ort wurde bewusst für den Pilotversuch ausgewählt, denn Saubermacher wurde vor genau 40 Jahren in der oststeirischen Marktgemeinde gegründet. Rund 800 Behälter werden in den nächsten Tagen aufgestellt bzw. mit den bisherigen getauscht. Sämtliche Kosten dafür trägt der Umweltpionier. „Nachdem praktisch 100% Recyclingtonnen drinnen stecken, ist das eine tolle Umweltidee. Es ist für die Zukunft wichtig, dass der Kunststoff, der eingesetzt wird, möglichst lange im Kreislauf bleibt“, sagte Gerhard Meixner, Bürgermeister von Gnas. Der Obmann

des Dachverbandes der Steirischen Abfallwirtschaftsverbände Wolfgang Neubauer ergänzte: “Das Projekt Tonne zu Tonne ist in Österreich einzigartig. Ich bin stolz, dass dieses nachhaltige Projekt von Saubermacher in der Steiermark gestartet wird und freue mich auf künftige gemeinsame Initiativen in diese Richtung. “

Fotocredit: Erwin Scheriau

Fotocredit: Erwin Scheriau

Fotocredit: Erwin Scheriau

 
 

Kontakt

Bernadette Triebl-Wurzenberger
Saubermacher Dienstleistungs AG
+43 664 80 598 1013
b.triebl@saubermacher.at
http://www.saubermacher.at

 
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