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Eco World Styria wächst langsamer

6. März 2013

 

 


Umweltcluster: Umsatz von 3,5 Milliarden € mit Umwelttechnik und Energie

Graz. Die Goldgräberstimmung der vergangenen Jahre sei vorbei, sagt Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des steirischen Umweltclusters Eco World Styria. Nach zweistelligen Wachstumsraten in den vergangenen Jahren erwarten die knapp 170 Mitgliedsunternehmen des Clusters heuer Umsatzsteigerungen von unter zehn Prozent. „Die Prognosen werden konservativer. So starke Wachstumszahlen gehen nicht immer“, sagt Puttinger.

Lissabon-Ziel erfüllt
Der auf Umwelttechnik, Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien und Recyclinglösungen spezialisierte Cluster spürt die Krise in Europa. Schwieriger werden laut Puttinger auch Projekte in Schwellenländern, denen Budget und klare politische Entscheidungen fehlten. Eco-World-Mitgliedsunternehmen setzen vor allem auf Forschung und Entwicklung. Die F&E-Quote in der Steiermark liegt mit 4,3 Prozent deutlich über dem Lissabon-Ziel von drei Prozent. Einer der Schwerpunkte liegt auf der Entwicklung von Photovoltaik-Innovationen. Gemeinsam mit Schweizer Investoren wurden etwa gedruckte Photovoltaik-Folien entwickelt, die im Fassadenbau eingesetzt werden sollen. Dabei werden Folien auf Fensterglas gedruckt und fangen Sonnenlicht ein. Puttinger: „In einigen Jahren soll das Produkt gewinnbringend und für jedes Fensterglas verfügbar sein.“

Ein anderes Projekt in der Cluster-Pipeline ist die Entwicklung von Sonnenkollektoren in Schindelstruktur, die auf den roten Dächern der Grazer Altstadt unsichtbar sind. Die Dächer in Graz sind Weltkulturerbe und dürfen daher nicht verändert werden – das verhindert die Anbringung gängiger Anlagen.

Die 80 Unternehmen im Cluster, die auf erneuerbare Energien und Umwelttechnik spezialisiert sind, machen in diesem Bereich mit 17.400 Mitarbeitern einen  Jahresumsatz von 3,5 Milliarden €. Insgesamt erwirtschaften sie 8,5 Milliarden €. Produktinnovationen sparen jährlich 6,3 Millionen Tonnen CO2 ein. Puttingers Ziel ist, ein „Green Tech Valley“ zu werden.

Wirtschaftsblatt, 14.02.2013

 

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