Zukunftswerkstatt – ein voller Erfolg

4. Mai 2012

 

Rund 300 Teilnehmer der Zukunftswerkstatt durften nach den Grußworten von LR Hans Seitinger und Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker im Saal der Alten Universität in Graz sehr viel „Zukunftsmusik“ zum Thema „Innovationen mit Potenzial – was erwartet uns bis 2020?“ genießen.Dass am Podium neben Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke vom Fraunhofer Institut als zweiter Key Note-Speaker der amtierende […]


 

Rund 300 Teilnehmer der Zukunftswerkstatt durften nach den Grußworten von LR Hans Seitinger und Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker im Saal der Alten Universität in Graz sehr viel „Zukunftsmusik“ zum Thema „Innovationen mit Potenzial – was erwartet uns bis 2020?“ genießen.

Dass am Podium neben Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke vom Fraunhofer Institut als zweiter Key Note-Speaker der amtierende Träger des alternativen Nobelpreises, Huang Ming, über zukünftige Entwicklungen referierte, dürfte dem großen Besucher-Zustrom sehr förderlich gewesen sein.

Veranstalter Ing. Bernhard Puttinger freute sich jedenfalls mit seinem Team von Eco World Styria sehr über die so zahlreich erschienen Gäste.

Professor Bradke betonte, dass insbesondere vernetzte Innovationen die Energiewende hin zu neuen Energien beflügeln und oftmals ein radikales Um- bzw. Neudenken notwendig ist und Verbesserungen von Systemen oftmals zu kurz greifen oder zu wenig bewirken. Er führte den Teilnehmern dazu sehr anschauliche Beispiele vor Augen, um klassische Denkmuster aufzubrechen. Etwa den Ersatz einer herkömmlichen Waschmaschine durch eine „Rüttelmaschine“, welche Wäsche in trockenem Zustand sauber, staub- und fettfrei rüttelt.

Auch die Zementproduktion, welche jährlich energetisch den 4-fachen Umfang des gesamten globalen Flugverkehrs beansprucht, könnte durch neue Technologien beispielsweise auf die Hälfte reduziert werden.

Nobelpreisträger Huang Ming zeigte viele Bilder seiner „China Solar City“. Mit mehr als 9000 Mitarbeitern, welche in der von ihm 1995 gegründeten Himin Solar Energy Group beschäftigt sind, ist er einer der erfolgreichsten Anbieter am globalen Solarmarkt.

Ursprünglich als Erdöl-Ingenieur tätig, war die Geburt seiner Tochter für Huang Ming Auslöser für ein außergewöhnliches Umdenken. Seit 2010 verwirklicht er nun seinen Traum einer solarbetriebenen Stadt und empfiehlt allen Unternehmen in diesem Bereich, sich auf die Endverbraucher zu konzentrieren und nicht zu sehr den B2B-Bereich oder die öffentliche Hand als Zielgruppe anzuvisieren. Seiner Meinung nach muss insbesondere der sehr gut verdienende und prominente Teil der Bevölkerung von den Vorteilen erneuerbarer Energien überzeugt werden, um dann durch Nachahmung die Nachfrage in anderen Schichten voranzutreiben.

Am Podium konfrontierte Moderator Gregor Withalm in der abschließenden Diskussion die Key Note Speaker, zu denen sich auch KomR Hans Roth von der Saubermacher AG und Song YuYan vom TEDA Eco Center in China gesellten, mit Fragen zu einem Patentrezept bzw. zum möglichen Erfolgsweg für steirische Unternehmen.

Harald Bradke brachte es schlussendlich so auf den Punkt: „Innovationen sind viel Glück und nicht vorhersehbar. Es gehört jedenfalls viel Geduld und ein langer Atem dazu, die Energiewende zu schaffen.“

Beim anschließenden Buffet plauderte Nobelpreisträger Huang Ming auch ausgiebig mit Vertretern der IG Energieautarkie. In einem intensiven Austausch mit dem österreichischen Top-Solar-Unternehmer, Dr. Christian Holter (CEO von SOLID), den Huang Ming coram publico im positiv verkehrten Sinne als „another crazy man“ bezeichnete und ihn damit auf eine Stufe mit sich selbst stellte, wurden Details zum Einsatz der alternativen Energien erörtert. Gleichzeitig lud Huang Ming Dr. Holter und Mag. Axel Dobrowolny, den Geschäftsführer der IG Energieautarkie, zu sich nach China ein, um sich vor Ort persönlich ein Bild von der solarbetriebenen Stadt zu machen.

Die Veranstaltung darf als sehr gelungen bewertet werden und das begleitende Visitkarten-Buffet regte den Aufbau vertiefender Geschäftskontakte an.

http://www.igenergieautarkie.at/, 20.4.2012



 

Weitere News zu diesem Thema

Magazine: Visionäre Grätzelzellen, Predictive Maintenance & Upcycling

Die Technologieführerschaft in der Umwelttechnik haben die Unternehmen im Green Tech Valley fest im Blick. Entdecken Sie in der Dezember-Ausgabe des Green Tech Magazines „World‘s 1st-Projekte“ voller steirischer Innovationen, Pioniergeist und Know-how. mehr →


Nachlese: Predictive Maintenance für Service-Exzellenz und neue Wertschöpfung

Das Thema Predictive Maintenance, der „vorausschauenden“ oder „vorhersagenden“ Instandhaltung, bietet eine vielversprechende Kombination von Service und Digitalisierung. mehr →


Workshop „Neue Geschäftschancen und Wachstumsmärkte durch internationale Klimaziele“

Der Green Tech Cluster Styria lud am Donnerstag, 16. November 2017, im Rahmen des Steirische Exporttages der WKO Steiermark Branchenexperten zum Workshop „Neue Geschäftschancen und Wachstumsmärkte durch internationale Klimaziele“ ein. mehr →