Wärmewende im Solarenergiedorf

26. April 2018

 

S.O.L.I.D. erneuert in Liggeringen einen ganzen Ortsteil durch den Bau einer 1.100 m2 großen Solaranlage und unterstützt damit das neue grüne Wärmenetz der Region. Der Großteil der Häuser wird derzeit mit oft veralteten Öl- oder Flüssiggaskesseln beheizt. Im Winter wird die Sonnenenergie genutzt, um das Heizungswasser vorzuwärmen. Dann sorgt ein Holzkessel für die nötige Energie, um die Kunden mit erneuerbarer Wärme zu versorgen. Im Sommer wird die Solarthermie die Wärmeversorgung komplett alleine übernehmen. 90 Hausbesitzer sollen noch dieses Jahr Nutzer der ökologisch-smarten Wärmeversorgung werden.


 

Große Solarthermieanlage für das Vorzeigeprojekt „Solarenergiedorf Liggeringen“ beauftragt

Das „Solarenergiedorf Liggeringen“ ist mit seinem regenerativen Nahwärmenetz ein Leuchtturmprojekt für die Region Radolfzell am Bodensee. Die Stadtwerke Radolfzell beauftragen den österreichischen Technologieführer SOLID mit der Errichtung einer 1.100m² großen Solaranlage für eine umweltfreundliche Wärmebereitstellung. Der Win-Win-Effekt für Bewohner und Wärmewende ist garantiert.

Durch den Bau des neuen Wärmenetzes in Radolfzell-Liggeringen am Bodensee erneuert sich ein ganzer Ortsteil. Seit Baubeginn im Herbst 2017 laufen die Erschließungsarbeiten für die Fernwärmeleitungen, welche die regenerativ gewonnene Wärme aus Solarthermie und Biomasse bereits diesen Winter zu den Hausbewohnern transportieren könnten. Das Vorzeigeprojekt der Stadtwerke Radolfzell beinhaltet auch ein Glasfasernetz. Fernwärmekunden erhalten dadurch eine leistungsfähige Datenverbindung. Der Großteil der Häuser wird derzeit mit oft veralteten Öl- oder Flüssiggaskesseln beheizt. 90 der 260 Hausbesitzer sollen noch dieses Jahr Nutznießer der ökologisch-smarten Wärmeversorgung werden.

Saubere Wärme von der solarthermischen Großanlage
Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren zur Errichtung der Heizzentrale mit dem Biomassekessel und einer großen Freiflächen-Solarthermieanlage. Das Solarsystem mit einer Kollektorfläche von rund 1.100 m², was einer thermischen Leistung von rund 775 kW entspricht, soll bereits im Sommer 2018 errichtet werden. Es liefert jährlich etwa 470.000 kWh Wärme und deckt somit etwa 20% des jährlichen Bedarfs. Im Sommer wird die Solarthermie die Wärmeversorgung komplett alleine übernehmen. Ausnahme bleiben nur längere Schlechtwetterperioden. Wenn die Nutzerzahlen steigen, kann die Anlage ausgebaut werden. Entsprechende technische Vorbereitungen werden bereits bei der Errichtung getroffen.

Verantwortlich für die Planung und Errichtung der Solaranlage ist der Solarspezialist SOLID aus Österreich. Das erfahrene Unternehmen konnte sich durch Qualität in Technik und Wirtschaftlichkeit gegen vier Mitbewerber durchsetzen. „In der Sondierung der Angebote stellte sich sehr schnell heraus, dass für unseren Anwendungsfall, nämlich eine dörfliche Wärmeversorgung auf moderatem Temperaturniveau, Hochleistungs-Flachkollektoren die deutlich wirtschaftlichere Lösung zu Vakuumröhrenkollektoren sind. “ so Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der Stadtwerke Radolfzell. Die von SOLID angebotenen Kollektoren erreichen bei guter Sonneneinstrahlung Temperaturen von 80 bis zu 100 °C. Bei schwacher Sonnenstrahlung, z.B. im Winter kann die Sonnenenergie genutzt werden, um das Heizungswasser vorzuwärmen. Dann sorgt der Holzkessel für die nötige Energie, um die Kunden mit erneuerbarer Wärme zu versorgen.

Solarwärme hat den einzigartigen Vorteil, dass die Wärmeerzeugung über mindestens 20 Jahre kalkulierbar ist. Im Unterschied z.B. zu Wärmepumpen wird kaum Strom zum Betrieb der Anlage eingesetzt. Die Effizienz von Solarthermie ist in diesem Anwendungsfall etwa dreimal so hoch wie es eine PV-Anlage zur Stromerzeugung wäre. Insofern ist die Kombination von Biomasse und Solarthermie in vielerlei Hinsicht optimal und ein wesentlicher Beitrag zur Wärmewende.

Win-win Effekt für Bewohner und Wärmewende
Vor allem die Bewohner von Radolfzell-Liggeringen profitieren von dem Vorzeigeprojekt der Stadtwerke. Anreize werden auf mehreren Ebenen geschaffen: Attraktive Anschlusskosten samt Wärmevertrag kombiniert mit einem Glasfaseranschluss sparen nicht nur Kosten, Platz (im Heizkeller) und Zeit, sondern auch CO2-Emissionen für den Klimaschutz. Andreas Reinhardt fasst es so zusammen: „Dieses Vorhaben ist ein Leuchtturmprojekt für die Stadtwerke und die Region. Es ist mit der Modernisierung eines ganzen Ortsteils verbunden. Seit 2014 stehen wir regelmäßig mit den Bürgern in Kontakt und tragen gemeinsam das Projekt. Es entsteht dadurch ein deutlicher Mehrwert für unsere Kunden und unsere Umwelt“.

 
 

Kontakt

Detlev Seidler
S.O.L.I.D. Gesellschaft für Solarinstallation und Design mbH
+49 174 94 74 292
d.seidler@solid.at
http://www.solid.at

 
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