VTU unterstüzt besseres Life-Cycle Managment

13. Februar 2013

 

Life-Cycle-Management von Risiken durch intelligente DatenvernetzungRisikomanagement ist in vielen Bereichen der Industrie bereits gesetzlich vorgeschrieben. In den Branchen Energietechnik, Pharma oder (Bio-)Chemie und in der Automobilindustrie werden Risikoanalysen regelmäßig in verschiedensten Abteilungen durchgeführt, von der Forschung und Entwicklung, über die Technik und Produktion bis hin zum Qualitätsmanagement. Meist werden dafür Tools wie MS-Word/Excel oder einfache […]


Life-Cycle-Management von Risiken durch intelligente Datenvernetzung
Risikomanagement ist in vielen Bereichen der Industrie bereits gesetzlich vorgeschrieben. In den Branchen Energietechnik, Pharma oder (Bio-)Chemie und in der Automobilindustrie werden Risikoanalysen regelmäßig in verschiedensten Abteilungen durchgeführt, von der Forschung und Entwicklung, über die Technik und Produktion bis hin zum Qualitätsmanagement. Meist werden dafür Tools wie MS-Word/Excel oder einfache Datenbanken verwendet. Dabei wird das Wissen aus den Risikoanalysen jedoch isoliert abgespeichert und kann nicht einfach wiederverwendet werden. VTU hat mit der Software REXS (Risk Expert System) eine Lösung entwickelt, mit der einmal eingegebenes Wissen dem User auf Knopfdruck wieder zur Verfügung steht. Den Anwendern soll dadurch ermöglicht werden, Risikoanalysen künftig konsistenter und effizienter zu erstellen.

Aus der Praxis entstanden
Als Engineering Unternehmen und Berater im GMP-Umfeld sind die Moderation und Durchführung von Risikoanalysen seit langem Teil des Leistungsangebots von VTU Engineering. Diese wurden früher ebenfalls in Word und Excel erstellt und dezentral abgespeichert. Dass viele der durchgeführten Analysen starke Ähnlichkeiten aufwiesen, veranlasste die VTU Risikomanagementexpertin Brigitte Gübitz zur Überlegung, ob der Risikoanalyseprozess nicht wesentlich rascher und umfänglicher gestaltet werden könnte, würde man dabei auf bereits bestehendes Wissen zugreifen. Im Zuge ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit „Wissens- und Risikomanagement im Quality by Design“ und hat damit den Grundstein für die Software REXS gelegt. Gemeinsam mit der TU Graz, dem RCPE sowie einem Grazer Pharmaunternehmen wurde eine sogenannte „Ontologie“ entwickelt, ein Wissensnetzwerk in dem die Daten aus den Risikoanalysen strukturiert abgespeichert und verknüpft werden. Die Umsetzung und Programmierung der Software erfolgte innerhalb der VTU-Gruppe durch die Software-ExpertInnen von VTU Energy.

Was kann REXS?
REXS ist eine Client-Server-Applikation. Bei der Erstellung einer Risikoanalyse mit dem System werden die eingegebenen Daten über die Ontologie automatisch verknüpft und als Stammdaten in der zentralen Datenbank abgelegt. Mit jeder weiteren Risikoanalyse füllt sich dieser Stammdaten-Pool. Bei der Erstellung einer neuen Risikoanalyse greift REXS auf diese Daten zurück und unterstützt den Anwender mit automatischen Vorschlägen zu Analyse und Bewertung von Risiken sowie geeigneten Maßnahmen. Bei der Eingabe eines Produktes oder einer Anlage werden beispielsweise alle in Frage kommenden, bereits in REXS vorhandenen, Risiken und deren bisherige Bewertungen angezeigt und damit ein möglicher Richtwert für die Experten zur Verfügung gestellt. Lange dauernde Diskussionen in der Bewertung der Risiken können dabei reduziert werden. Mithilfe der Anwendung werden Risikoanalysen folglich umfänglicher, konsistenter und effizienter erstellt.

In REXS wurden die gängigen Risikoanalyse-Methoden der 1-stufigen und 2-stufigen FMEA sowie die Darstellung von Ursache-Wirkungszusammenhängen mittels Ishikawa-Diagramm (auch „Fischgrät-Diagramm“) realisiert. Somit kann die Lösung in allen Branchen und Abteilungen eingesetzt werden, in der diese Methodik verwendet wird.


Weitere Infos unter http://www.rexs.at/

 
Zurück zur Übersicht
 
 

Weitere News zu diesem Thema

Weltweit modernste Kühlgeräteaufbereitungsanlage

Rumpold Tschechien, eine 100 % Tochter von Saubermacher, hat den Zuschlag für die Entsorgung und Aufbereitung von rund 160.000 Kühlgeräten erhalten. mehr →


Nachlese: Chancen durch BIM und Ihr Einstieg für neue Marktchancen

Building Information Modeling (BIM) ist das neue Trendwort in der Baubranche und die Märkte in denen BIM zum Einsatz kommt wachsen. mehr →


Nachlese: Green Tech Innovators Club, Oktober 2017

Querdenken neuer Ideen und die Entwicklung innovativer F&E-Projekte standen auch diesmal wieder im Mittelpunkt des Green Tech Innovators Clubs am Dienstag, 17. Oktober 2017. mehr →