Upcycling statt Downcycling

1. April 2015

 

Das Projekt „Rec2TecPart“ macht es möglich Upcycling statt Downcycling Gesellschaft und Gesetzgeber fokussieren aus ökologischen und ökonomischen Gründen immer stärker auf Ressourceneffizienz. Dies bedeutet, Rohstoffe auf nachhaltige Weise zu nutzen und aus Abfällen wieder Wertstoffe zu schaffen. Im Kunststoffbereich hat sich durch den Rezyklateinsatz bei der Herstellung „einfacher Produkte“ viel Positives in den letzten Jahren […]


 

Das Projekt „Rec2TecPart“ macht es möglich
Upcycling statt Downcycling

Gesellschaft und Gesetzgeber fokussieren aus ökologischen und ökonomischen Gründen immer stärker auf Ressourceneffizienz. Dies bedeutet, Rohstoffe auf nachhaltige Weise zu nutzen und aus Abfällen wieder Wertstoffe zu schaffen. Im Kunststoffbereich hat sich durch den Rezyklateinsatz bei der Herstellung „einfacher Produkte“ viel Positives in den letzten Jahren getan. Letzten Endes handelt es sich aber meist um ein sogenanntes „Downcycling“. Rec2TecPart wird Downcycling verhindern und mit seinem innovativen Gesamtprozess Neuware durch Qualitätscompounds ersetzen. Das bedeutet hohe Ressourceneffizienz und wesentlich geringere CO2-Emissionen.

„Downcycling“ bedeutet im Verwertungsprozess, dass die erzielbaren Preise für Sekundärkunststoffe minderer Qualität signifikant unter jenen von Neuware liegen. Deshalb wird Kunststoffabfall großteils thermisch verwertet, zu Lasten von Ressourceneinsparung und CO2-Bilanz.

Gezieltes Compoundieren
Das von der Österreichischen Forschungsförderungs­gesellschaft FFG unterstützte Projekt „Rec2TecPart“ will durch eine innovative Kooperation von Firmen und Forschungseinrichtungen das Upgrading des Kunststoffabfalls durch gezielte Compoundierung vo­rantreiben. Ziel ist es, dass spezialisierte Compound­eure im KMU-Bereich künftig in der Lage sind, Neu­ware technisch und wirtschaftlich zu ersetzen und für anspruchsvolle Funktionsbauteile maßzuschneidern. Erwartetes Hauptergebnis ist ein KMU-tauglicher, durchgehender Prozess vom Compoundeur bis zum Kunststoffverarbeiter bzw. Systemhersteller („Rec2TecPart-Prozess“) für die produktorientierte Herstellung von hochqualitativen Rezyklatcompounds („RecHQ-Compounds“).

Teamprojekt
Das Projekt „Rec2TecPart“ kann aufgrund seiner Komplexität und der sehr divergierenden Anforderungen nur in einer Kooperation von unterschiedlichen Spezialisten sinnvoll durchgeführt werden. Die Projektpartner in diesem Projekt haben langjährige Erfahrung im Bereich von Recycling, Compoundiertechnik, Prozesssteuerung und Kunststoffadditivierung.

Praxistest
Damit der Rec2TecPart-Prozess auch in der Praxis besteht und nicht als Papiertiger endet, wurden drei Partnerkonstellationen gewählt, die drei „RecHQ-Compounds“ für konkrete technische Anwendungen herstellen sollen. Damit werden 3 Funktionsbauteile hergestellt, die anschließend eine ökologische und ökonomische Evaluierung bestehen müssen. Ziel ist es, durch das neue, nachhaltige Material ohne technische Qualitätseinbußen 50 % CO2 und 10 % Materialkosten einzusparen. So wird der Nachweis erbracht, dass die ressourceneffiziente Substitution der Neuware durch maßgeschneidertes Qualitätsrezyklat sinnvoll und nachhaltig ist.

„Rec2TecPart“-Konsortium
Montanuniversität Leoben-Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung, Konsortialführung
– TCKT-Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH
– ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH
– EckerREC – DI Andrea Ecker
– Thermoplast-Kreislauf GmbH
– NGR-Next Generation Recyclingmaschinen GmbH
– Bodo Möller Chemie GmbH
– MBA Polymers Austria Kunststoffverarbeitung GmbH
– Gabriel-Chemie Gesellschaft m.b.H.

Ansprechpartner:
DI Matthias Katschnig
Montanuniversität Leoben
T +43 (0) 3842 402 3525
E-Mail: matthias.katschnig@unileoben.ac.at
http://www.kunststofftechnik.at

 

 

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